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Primavera - Leichter lernen Geschenkset: endlich einfacher lernenSie oder Ihr Kind müssen Tag für Tag viel lernen? Wie wäre es da mit ein wenig Unterstützung? Beispielsweise in der Form eines Duftes? Das Label Primavera hält ein hochwertiges Leichter Lernen Geschenkset bereit, das Ihnen und dem Nachwuchs ganz bestimmt die Lust am Lernen zurückgibt. Das Set besteht aus einem Duft in der Form eines Duftöls sowie einem Aroma-Keramikstein. Verpackt ist das Ganze in einer tollen Box im Stil einer Schultasche. Das Duft-Öl befindet sich in einer Glasflasche mit Schraubverschluss. In der Flasche befinden sich 5 ml Inhalt.Edle Duft-Komposition aus Zitrone, Grapefruit und OrangeFruchtige Zitrone, umrahmt von Orange und Grapefruit, ist das ganze Geheimnis, aus dem sich das Leichter Lernen Geschenkset zusammensetzt. Die frische Mixtur aktiviert die Nervenzellen und hebt die Stimmung, allesamt wirkungsvolle Essenzen für eine deutlich verbesserte Lerneinstellung und -leistung. Versprühen Sie den Naturduft im Raum und überzeugen Sie sich von den ausgezeichneten Wirkungsweisen am besten gleich selbst. Das Label Primavera hat sich auf hochwertige Erzeugnisse aus reinen Naturessenzen spezialisiert. Neben den Geschenksets gibt es von dem Hersteller ebenfalls Pflegecremes und vieles mehr. Sie erhalten bei uns im Shop weitere Geschenksets des Labels Prinavera. Der frisch-fruchtige Duft 100% naturreiner ätherischer Öle wirkt motivierend und fördert die Konzentration. Wird dieser Duft beim Lernen eingesetzt, kann sich das Gelernte besser verankern. Sobald der Duft wieder in der Luft liegt, lässt sich das Gelernte leichter abrufen. Die perfekte Begleitung beim Lernen. Zitrone | Der klare Duft der Zitrone wirkt konzentrationsfördernd und hilft klare Gedanken zu fassen. Grapefruit | Die fruchtig-herbe Grapefruit schenkt Motivation und verhilft zu neuem Tatendrang. Orange | Orangenduft verbreitet gute Stimmung und gleicht aus, um gelassen an neue Aufgaben heranzutreten. Kurzinfo: Mcafee Video Training on Demand - Kurs für selbständiges Lernen - im Voraus bezahlt Gruppe Referenzmaterial Hersteller McAfee Hersteller Art. Nr. TRN-ELEARNA EAN/UPC Produktbeschreibung: Mcafee Video Training on Demand - Kurs für selbständiges Lernen Typ Kurs für selbständiges Lernen Titel Mcafee Video Training on Demand Preise Im Voraus bezahlt Ausführliche Details Allgemein Typ Kurs für selbständiges Lernen Klasse Netzwerksicherheit Referenzquelle Titel Mcafee Video Training on Demand Preise Im Voraus bezahlt Karteikartenbox zum Lernen und Aufbewahren von 400 Karteikarten im DIN A8 Format. Die STYLEX Toppoint Lernbox ist in den Farben blau, rot, grün und pink erhältlich. Die Farbe ist nicht frei wählbar. Kurzinfo: Mcafee Video Training on Demand - Kurs für selbständiges Lernen - im Voraus bezahlt - Associate Gruppe Referenzmaterial Hersteller McAfee Hersteller Art. Nr. TRN-ELEARN-Z1A EAN/UPC Produktbeschreibung: Mcafee Video Training on Demand - Kurs für selbständiges Lernen Typ Kurs für selbständiges Lernen Titel Mcafee Video Training on Demand Preise Im Voraus bezahlt Preisprogramm McAfee SecurityAlliance Reseller Partner Program - Associate Lokalisierung Südeuropa Ausführliche Details Allgemein Typ Kurs für selbständiges Lernen Klasse Networking / Kommunikation Lokalisierung Südeuropa Referenzquelle Titel Mcafee Video Training on Demand Preise Im Voraus bezahlt Preisprogramm McAfee SecurityAlliance Reseller Partner Program - Associate Bei viel Stress im Job oder beim langen Lernen kann es schon einmal passieren, dass einem die Motivation abhanden kommt oder die Konzentrationsfähigkeit nachlässt. Gut, wenn Sie in diesem Fall den Leichter lernen Duft Roll-On von Primavera dabei haben. Dieses Produkt aus dem Bereich Bioraumduft Airsprays hebt mit seinem erfrischenden Duft die Stimmung und sorgt für neue Energie.Für mehr Konzentration, eine bessere Stimmung und viel LebensfreudeDie Bioraumduft Airsprays von Primavera für zu Hause erfreuen sich großer Beliebtheit. Jetzt gibt es die wohltuenden Düfte auch für unterwegs. Der Leichter lernen Duft Roll-On begeistert mit einem zitronig frischen Duft, der Ihre Sinne erfrischt und die Konzentrationsfähigkeit steigert. Essenzen der Grapefruit verleihen dem Roll-On ein spritzig herbes Aroma und stärken die Motivation. Das enthaltene Orangenblütenwasser hebt die Stimmung.Die Anwendung des Leichter lernen Duft Roll-On von Primavera ist denkbar einfach. Geben Sie bei Bedarf etwas davon auf Schläfen, Stirn und Nacken und atmen Sie den vitalisierenden Duft tief ein. Genießen Sie den süßen, warmen und zitronig frischen Geruch und spüren Sie die erheiternde Wirkung. Primavera - Leichter lernen DuftmischungIhr Kind oder Sie selbst tun sich mit dem Lernen schwer? Was halten Sie von einem Duft, der die Konzentration fördert und damit bessere Lernergebnisse bringt? Die Leichter Lernen Duftmischung aus dem Hause Primavera ist eine hochwertige Mischung aus edlen natürlichen Essenzen. Der Duft bewirkt eine bessere Konzentration und Motivation beim Lernen und er hilft ebenfalls dabei, klarer zu denken. Die Duftrichtung ist zitronig und frisch, eine ideale Mischung für mehr Elan und Energie beim Lernen. Die Duftmischungen von Primavera sind zu 100 % aus reinen ätherischen Ölen hergestellt. Bei dem Erzeugnis handelt es sich um einen Raumspray mit 30 ml Inhalt. Der Duft befindet sich in einer braunen Flasche mit praktischem Pumpverschluss. Endlich leichter lernen: mit Duftmischungen des Labels PrimaveraAb sofort wird das Lernen leichter und effizienter. Ob in der Schule oder in Ausbildung und Beruf, lebenslanges Lernen ist heute einfach ein Muss. Machen Sie es sich so einfach wie möglich und holen Sie sich Unterstützung aus der Natur. Die Leichter Lernen Duftmischung ist für Kinder und für Erwachsene hervorragend geeignet. Sie können den Raumduft völlig unbedenklich einsetzen. Neben Raumdüften und Duftmischungen gibt es von dem Label weitere hochwertige Erzeugnisse mit natürlichen Ingredienzen. Kinderbettwäsche Spielen und Lernen Mit der Bettwäsche "Spielen und Lernen", ist das Lernen traumschön. Knuffige Tiere, die einem bunten Alphabet zugeordnet sind, motivieren die Kinder mit Spaß und Freude Buchstaben zu lernen. ido - Langjährige Erfahrung, beste Rohstoffe und bewährte Produktionsmethoden sorgen für einwandfreie Qualität und erfüllen höchste Ansprüche. Der ABC Spiel- und Lern-Zug von chicco bietet farbenfrohen Spielspaß und Sound-Effekte in zwei Sprachen. ABC Spiel- und Lern-Zug von chicco motorisierter Zug, abnehmbarer Waggon, Bahnhof, 6 Tiere, 2 Lebensbereiche der Tiere Zugstrecke 74,5(L) x 61,5(B) cm Sound-Effekte, Lieder, Informationen ab 12 Monaten aus Kunststoff Sprache: Deutsch und Englisch Der Abenteuerzug von chicco bietet Kindern ab zwölf Monaten abwechslungsreichen Spiel- und Lernspaß. Die Kleinen können die Gleise aufbauen und den motorisierten Zug fahren lassen. Ein abnehmbarer Waggon, ein Bahnhof und sechs Tiere samt zwei Lebenswelten bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Das Spielzeug kann täuschend echte Fahrgeräusche machen. In zwei Sprachen vermittelt es Wissen zu den Tieren des Sets. Auch das ABC und Zahlen werden dem Nachwuchs auf Deutsch und Englisch vermittelt. Hinweis Das Spielzeug benötigt für den Betrieb drei Batterien AA. Diese sind im Lieferumfang enthalten. Leichter lernen - Konzentrieren leicht gemacht! Der neue Duft „Leichter lernen“ wirkt konzentrationsfördernd, motivierend und hilft klarer zu denken. Die zitronig-frische Komposition der 100% naturreinen ätherischen Öle wurde für die Erfordernisse des heutigen Schul-, Lern- und Berufsalltags entwickelt. Mit seinem motivierenden, konzentrationsfördernden Duft ist er die perfekte Begleitung beim Arbeiten und Lernen am Schreibtisch. Qualität: IHTK Tierversuchsfrei Wirkung: konzentrationsfördernd Mit dem Lern-Tablet Storio MAX XL 2.0 von vtech lernt das Kind interaktiv. Es kann Text-, Bild-, und Sprachnachrichten versenden, in der Gruppe chatten und Musik aus dem Mediaplayer hören. Lern-Tablet Storio MAX XL 2.0 von vtech Funktionen und technische Daten: 20 vorinstallierte Apps; Webbrowser; Mediaplayer mit Fotoalbum (JPG), Video- (MJPEG), Musik-Player (MP3) und E-Reader; inkl. E-Book Kunstwerkstatt und Filmstudio; 3 vorinstallierte Spiele; kindersicherer Web Browser mit vorausgewählten Kinder-Webseiten (weiße Liste); Download Manager App zum Herunterladen von weiteren Apps; Kalender; Taschenrechner; Notizbuch und Uhr; Elternkontrolle: Webseiten freigeben, Zeitlimit festlegen, Löschsperre; Digitalkamera mit 180° drehbarem Objektiv; 7" Multi-Touch-Display (1024x600 pixel); Softcover zum Schutz des Displays; integrierter Ständer; Bewegungssensor; Mikrofon und Steuerkreuz Interner Speicher: 8 GB, bis 32 GB erweiterbar (separat erhältlich), Prozessor: 1.2GHz Dual core A8 Prozessor; Betriebssystem: Android-OS; integrierter, aufladbarer Lithium-Polymer-Akku; USB und Kopfhörer-Anschluss (inkl. Kabel) 4-9 Jahre aus Kunststoff gefertigt Sprache: deutsch Das Lern-Tablet Storio MAX XL 2.0 von vtech ist ein echtes Kommunikations- und Technikwunder für Kinder. Mit ihm kann das Kind Text-, Bild-, und Sprachnachrichten an Freunde verschicken, in Gruppen chatten und gleichzeitig Musik aus dem Mediaplayer anhören. Die Digitalkamera liefert gestochen scharfe Fotos, welche in einem Fotoalbum gesammelt werden können. Bei Bedarf lädt der Nachwuchs weitere Apps herunter. Jederzeit haben Eltern die Kontrolle über die aufgerufenen Webseiten des kindersicheren Webbrowsers. Ein Zeitlimit kann die Nutzung begrenzen. Das Gerät ist mit Kopfhöreranschluss und USB versehen. Leichter lernen - Konzentrieren leicht gemacht! Der neue Duft „Leichter lernen“ wirkt konzentrationsfördernd, motivierend und hilft klarer zu denken. Die zitronig-frische Komposition der 100% naturreinen ätherischen Öle wurde für die Erfordernisse des heutigen Schul-, Lern- und Berufsalltags entwickelt. Mit seinem motivierenden, konzentrationsfördernden Duft ist er die perfekte Begleitung beim Arbeiten und Lernen am Schreibtisch. Wirkt konzentrationsfördernd Motiviert Hilft klarer zu denken Qualität: kontrolliert biologischer Anbau Wirkung: konzentrationsfördernd KINDERLEICHT PROGRAMMIEREN LERNEN Dieses Buch erklärt Jungs und Mädchen, wie sie mit der visuellen Programmiersprache Scratch schnell eigene Spiele programmieren können und unterstützt sie auf dem Weg zur digitalen Mündigkeit. Mit einfach verständlichen, illustrierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden die Grundlagen von Scratch vermittelt. Passend zum Buch erstellte Projekte auf der Scratch-Website ermöglichen es den Kindern, die Buchcharaktere selbst zu programmieren. In kürzester Zeit lernt Ihr Kind, eine animierte Grußkarte zu erstellen, tolle Soundeffekte anzulegen oder Tiere um die Wette rennen zu lassen. Mit Scratch wird Ihr Kind zum Programmierprofi! VORTEILE VON SCRATCH Schnelle Lernerfolge durch einfachen und spielerischen Einstieg in die Programmierung - kein Vorwissen nötig. Speziell für Kinder entwickelte Programmiersprache Scratch läuft im Browser, keine Installation von zusätzlichen Programmen notwendig ÜBER SCRATCH Scratch ist eine vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) entwickelte bildliche Programmiersprache für Kinder und Programmieranfänger. Durch das Anordnen farbiger Programmierblöcke werden kinderleicht kleine Spiele und Animationen erstellt. Die grafische Programmierung ist intuitiv und einfach zu verstehen und führt auch bei Kindern mit geringen Computerkenntnissen zu schnellen Erfolgserlebnissen. Erstes Lernen: Bauernhof Dieses kunterbunte Lernbilderbuch begleitet Kleinkinder beim Spracherwerb und erweitert spielerisch ihren Wortschatz. Auf großen, farbigen Fotos erkennen die Kinder Tiere und Gegenstände rund um das Thema Bauernhof wieder und lernen, sie zu benennen. Eingestreute Fragen animieren zum Ansehen der Bilder und Nachsprechen der Wörter. Praktische Griffregister seitlich und oben wecken die Neugier und ermöglichen ein kinderleichtes Aufklappen und Suchen bestimmter Seiten. Besonders stabile Verarbeitung. Ab 1 Jahr Primavera - Leichter lernen Raumspray für gute Leistungen in Schule oder BerufSie oder Ihr Kind müssen aktuell viel lernen? Was halten Sie von einem Raumspray, das Sie beim Nacharbeiten und Auswendiglernen unterstützt? Vom Label Primavera gibt es ein effizientes Leichter Lernen Raumspray, das die Konzentrationsfähigkeit verbessert und Ihnen in Bezug auf das Lernen neuen Auftrieb gibt. Der Duft befindet sich in einem kleinen Flakon mit Pumpmechanismus und enthält 30 ml Flüssigkeit. Das Spray lässt sich kinderleicht verwenden. Verteilen Sie einfach eine kleine Menge des Sprays in Wohnbereich oder Kinderzimmer. Am besten lüften Sie den Raum vorher gründlich und schließen dann das Fenster. Mit zitronigem Duft zu verbesserten LernergebnissenFrische Zitrone kombiniert mit Grapefruit und Orange ergibt einen einzigartigen Duft, der die Sinne weckt und den Verstand aktiviert. Damit sorgen Sie mit den Bioraumduft Airsprays des Labels Primavera für beste Lernergebnisse, übrigens sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Von dem Label erhalten Sie weitere Bioraumduft Airsprays sowie ebenfalls Pflegecremes und Accessoires. Sie können die verschiedenen Erzeugnisse bei uns im Shop bestellen. Daneben gibt es von dem Hersteller hochwertige Geschenkesets, die Sie an Freunde oder Bekannte weiterreichen können. Setzen Sie die Produkte zum Beispiel als Mitbringsel ein. Leichter lernen Set (Packungsgröße: 5 ml) können in Ihrer Versandapotheke www.apodiscounter.de erworben werden. Sicher und schnell in Kajak und Canadier Einstieg in den Kanu-Rennsport verständlich erklärt Für Kinder, Jugendliche, Eltern und Betreuer Zeichnungen und Bilder zur Paddeltechnik Autor/in: Katrin Sendelbeck, Tina Schmidt ISBN: 978-3-937743-58-5 144 Seiten
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Ein unerzogener Hund, der ständig an der Leine zieht, kann, je nach Größe und Gewicht des Hundes, ganz schön viel Kraft beanspruchen. Gleichzeitig strapaziert das die Nerven desjenigen, der den Vierbeiner an der Leine führt. Dem Hund selbst kann das Zerren aber ebenso schaden. Ein spezielles Hundegeschirr für ziehende Hunde kann hier viel ausmachen und tut Mensch und Hund gleichermaßen gut. Wieso zerren Hunde überhaupt an der Leine? Es gibt Vierbeiner, die einfach nie schnell genug voran kommen können. Sie haben es besonders eilig beim Gassigehen, wollen entgegenkommende Spaziergänger immer zuerst begrüßen und anderen Hunden stets zuvor kommen. Bei manchen Hunden liegt das daran, dass sie zu spät oder gar nicht erzogen wurden und das normale Gehen an der Leine nicht gewöhnt sind. Andere sind sehr charakterstark und so schwierig zu erziehen, dass die Besitzer entweder eine lange Erziehungszeit benötigen oder gar resigniert haben und den ziehenden Hund nun gezwungenermaßen akzeptieren. Wieder andere Hundebesitzer wollen gerade ihren Welpen daran gewöhnen, bei Fuß zu laufen und eben nicht zu ziehen. Doch auch aggressive Hunde können beim Spazierengehen ein Dauerproblem darstellen. Warum ein Hund zieht, ist also eine individuelle Angelegenheit. Diejenigen, die den Hund an der Leine führen, stört vor allem das Ziehen. Den Hund stört natürlich die lästige Leine und, dass er einfach nicht schnell genug voran kommt. Besser Gassigehen mit einem speziellen Hundegeschirr für ziehende Hunde Dass der Straßenverkehr unbehelligt an Hund und Mensch vorbeizieht, macht die Sache, den Hund zu bändigen, nicht einfacher. Da heißt es für den Besitzer: Ruhe bewahren und die Erziehung stur durchziehen, bis der Vierbeiner sie verinnerlicht hat. Das kann mitunter einige Zeit dauern und richtet sich, neben der eigentlichen Erziehungsmethode, vor allem nach der Konsequenz des Besitzers und der Charakterstärke des Hundes. Unterstützend kann hier ein spezielles Hundegeschirr für ziehende Hunde wirken, welches auf schonende Art und Weise dem Hund zeigt, dass das Laufen ohne Zerren wesentlich angenehmer ist. Solche Geschirre werden selbst von Profis verwendet, die viele Jahre Erfahrung mit der Hundeerziehung vorweisen können. Es hat sich also einfach bewährt. Das Geschirr wird um den Brustkorb angelegt, die Leine wahlweise vorne unterhalb des Halses oder hinten zwischen den Schulterblättern befestigt. Außerdem besteht die Möglichkeit, an beiden Ringen gleichzeitig die Leine anzuschnallen. So hat der Hundeführer noch mehr Kontrolle über die Bewegung des Vierbeiners. Die Top-Seller unter den Hundegeschirren Raining Pet Hundegeschirr Das Anti-Zug-Geschirr von Raining Pet ist für kleinere, mittlere und große Hunde in den Größen M bis XL sowie in drei verschiedenen Farben erhältlich. Dazu passend ist die robuste Führleine mit gepolstertem Griff. Der Brustgurt ist variabel. Einmal eingestellt lässt sich das Geschirr einfach per Gurtschnalle an- und ausziehen. - No Pull Design & Bessere Kontrolle : Das Anti Zug Design verringert die Belastung am Hals an der Leine beim Spaziergang oder Joggen, das die Gefahr vom Ziehen verkleinert. Die Zugkraft wird durchschnittlich auf den Körper verteilt. Individuell anpassbare Passform des Brustgeschirrs bietet mit der Einstellbarkeit die Bewegungsfreiheit - EXTRA GRIFF UND 2 D-RINGE FÜR EINFACHE KONTROLLE: Mit dem Griff können Sie Ihr Haustier bei einigen gespannten Situation bequemer steuern. Die Metalringe an der Brust und am Rücken des Hundegeschirres bieten Ihnen mehr Möglichkeiten zur Kontrolle. Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, benutzen Sie den hinteren Ring. Wenn Ihr Hund zieht, nutzen Sie den Brustring zur Kontrolle.Einfaches An- und Ausziehen, 2 Befestigungsmöglichkeiten für die Leine für optimale Kontrolle: D-Ring aus Aluminium am - KOMFORT GEPOLSTERTE GRIFF Hundeleine: Diese Hundeleine ist aus dem stärksten 1/2-Zoll-Durchmesserkletterseil und sehr haltbarem Metallklammerhaken, damit ist sicher genug für Sie und Ihre Hunde.Die Trainningsleine mit weichem, gepolstertem Griff kann Ihnen eine komfortable Haltenserfahrung anbieten, damit können Sie das Gefühl, mit Ihrem Hund entspannt spazieren zu gehen und Ihre Hand vor Verletzten, genießen - Einfach zu Tragen und Anzupassen : Mit einstellbarem Brustgurt und der Schnalle ist das An- und Ausziehen für Hunde leichter und schneller. Komplett verstellbare Gurte an der Brust und am Hals ermöglichen individuelle Passform für Ihren Liebling, perfekt für Tägliches Laufen, Spazieren, Joggen, Wandern, Training, usw - SAFTY IN DER NACHT: Das reflektierendem Material macht das Geschirr Ihren Hund im Dunkeln sichtbar: Damit halten Sie die Sicherheit Ihres Hundes während der Dämmerung, Nacht, Nebel oder Regentage durch Reflektoren Rabbitgoo Hundegeschirr für ziehende Hunde Dieses Geschirr eignet sich auch für Rettungs- und Arbeitshunde, die dank des Rückengriffs selbst ohne Leine zielgerichtet geführt werden können. Material und Schnallen sind besonders robust und wetterfest. Das Geschirr ist durch Brustgurt, Bauchgurt und Halsgurt dreifach gesichert, einfach verstellbar und engt nicht ein. Erhältlich in M und L. - MESSEN VOR DEM KAUF: Bitte messen Sie Ihren Hund vor Bestellung nach der Größentabelle (Halsumfang48-61cm,Brustumfang 48-96cm,Bauchumfang 48-89cm,Gewicht 20-36kg) SICHER FÜHLEN: Mit dem Geschirr garantieren Sie die Sicherheit Ihres Hundes und lassen Ihr geliebte Hund sich wohl fühlen, auch wenn Sie es ziehen. - HUNDEGESCHIRR MIT SICHERHEIT - Es ist perfekt für tägliches Spaziehengehen, Laufen, Wandern, Training, Jagd und anderes! Die helle Reflexstreifen macht Ihren Hund im Dunkeln sichtbar. Es garantiert die Sicherheit Ihres Hundes in der Dämmerung, Nacht, Nebel oder Regentage mit Reflektierenden Streifen. - HILFREICHER GRIFF - Der stark gepolsterte Tragergriff ermöglicht ein bequemes und ausgewogenes Heben für Sie und Ihren Hund; Verwenden Sie es, um Ihren Hund bei Hindernissen zu unterstützen oder um Ihren Hund während eines Ausflugs oder Trainings bequemer und einfacher zu steuern. - MÜHELOSE ANPASSUNG - Die voll einstellbare Hundeweste verfügt über 5 Einstellpunkte (3 um den Hals und 2 um die Brust / den Bauch), um sicherzustellen, dass Ihr Hund jederzeit sicher und bequem angelegt wird, ohne die Bewegung einzuschränken. - BEQUEMES ANZIEHEN - Ein weiches und atmungsaktives Masche Design sorgt für optimalen Komfort bei ausgedehnten Spaziergängen, beim Training und bei Outdoor-Abenteuern; Langlebig, leicht und wetterfest. Morpilot reflektierendes Anti-Pull-Geschirr Das Morpilot Hundegeschirr für ziehende Hunde gibt es in den Größen M, L und XL. Es zeichnet sich durch ein wasserfestes, strapazierfähiges Material aus sowie durch viele reflektierende Details. Ist das Geschirr an den Körper des Hundes angepasst, kann es schnell und einfach per Gurtschnallen an- und ausgezogen werden. - ✪ EINSTELLBARE GRÖSSE: M Größe für Brust mit 56-69 cm, L Größe für Brust mit 69-81 cm, XL Größe für Brust mit 81-107 cm. Die Abmessungen von Brust und Hals können angepasst werden, um die Flexibilität und den Komfort des Tieres zu maximieren. - ✪ ANTI TRAKTION: Unser Hundegeschirr hat 2 Zinklegierungsringe auf Brust und Rücken des Hundes. Wenn Ihr Hund zieht, können Sie den Brustring anbringen, um Ihren Hund zu kontrollieren. Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, können Sie den Ring auf dem Rücken des Hundes verwenden. Keine Belastung des Halses des Hundes, kein Erwürgen, eine ideale Lösung, um Ihren Hund zu ziehen. - ✪ HOCHWERTIGES MATERIAL: 100% Polyester + Oxford-Gewebe, langlebig und wasserdicht. Atmungsaktives Netzfutter mit einem weichen Schwamm zur Vermeidung von Verletzungen und reflektierendem Material für gute Sichtbarkeit während des Nachtrennens. Schützen Sie Ihr Haustier bei maximalem Komfort. - ✪ EINFACHE BENUTZUNG: Schieben Sie einfach den Kopf des Tieres und befestigen Sie die Seiten an der Rückseite des Beins, um zu gehen, zu laufen, zu wandern, Hundetraining zu betreiben und andere Outdoor-Aktivitäten durchzuführen. Geeignet für Labrador, Shepherd, Dobermann, Golden Retriever und andere. - ✪ GESCHENKE UND SERVICE: Jede Packung enthält eine zusammenklappbare Hundenapf. Wenn Sie Fragen zum Hundegeschirr haben, kontaktieren Sie uns bitte und Sie erhalten innerhalb von 12 Stunden eine Antwort. Wie teuer sind Anti-Zieh-Hundegeschirre? Einsteigermodelle gibt es bereits ab etwa 20 Euro im Internet. Wer aber spezielle Anforderungen hat oder ausgefallene Designs wünscht, kann auch deutlich mehr dafür ausgeben. Muss das Modell zudem auf Maß angefertigt werden, weil es für den Hund kein passendes Geschirr zu kaufen gibt, wirkt sich auch das selbstverständlich auf den Preis aus. Sind Geschirre nur für große Hunde nötig? Nein, die Größe des Hundes spielt keine Rolle, ob ein Hundegeschirr für ziehende Hunde sinnvoll ist oder nicht. Auch kleine Hunde zerren an der Leine, wenn sie nicht erzogen sind. Der Unterschied besteht aber häufig darin, dass bei kleinen Hunden das Zerren eher akzeptiert und oft nicht durch richtige Erziehung unterbunden wird. Das hat den einfachen Grund, dass selbst ein Kind einen Chihuahua halten kann, wenn dieser zieht. Zerrt aber ein Deutscher Schäferhund an der Leine, hat so mancher Erwachsener seine Probleme, diesen in der Spur zu halten. Ob ein Vierbeiner zieht oder nicht, hat also nichts mit der Größe zu tun, sondern vorrangig mit der Erziehung und ebenso mit der Rasse, genauso aber auch mit den Besitzern. Sind diese nicht konsequent genug oder zu unerfahren, nutzen viele Hunde die ihnen eingeräumte „Narrenfreiheit“ aus. Ganz davon abgesehen ist generell ein Geschirr für den Hund, ob groß oder klein, angenehmer als ein schlichtes Halsband. Mehr dazu im folgenden Abschnitt. So wird die richtige Größe ermittelt Vor der Anschaffung von einem Hundegeschirr für ziehende Hunde ist Ausmessen angesagt. Geschirre gibt es in verschiedenen Größen, so dass sich für nahezu jede Rasse ein passendes Exemplar finden lässt. Ausschlaggebend, welche Größe benötigt wird, ist der Brustumfang. Dieser wird wie folgt ermittelt: - Der Hund sollte gerade stehen. - Gemessen wird knapp hinter den Vorderbeinen an der breitesten Stelle des Brustkorbes. - Verwendet wird hierfür ein flexibles Maßband, das locker um den Brustkorb gelegt wird. Wichtig ist, dass das Maßband nicht fest umgelegt wird, aber ebenso nicht zu locker. Das Maßband sollte den Hund nicht beengen. Nur so ist sichergestellt, dass das Geschirr später passt und nicht doch zu klein oder zu groß ist. Zwar sind die Geschirre in der Regel in gewissem Maße variabel. Hat der Hund aber eine „Zwischengröße“, kann es im schlimmsten Fall bei einem groben Messfehler doch nicht passen. FAQ 🐶 Direktvergleich Halsband und Geschirr - Was ist besser? Trägt der Hund ein normales Halsband, drückt er sich hiermit beim Ziehen selbst die Luftzufuhr ab. Das ist nicht nur ungesund, sondern verleitet den Vierbeiner auch dazu, sich durch besonders geschickte Verrenkungen in einem unbeobachteten Augenblick aus dem Halsband zu befreien. Das schaffen selbst vermeintlich grobmotorische Hunde, die sonst nicht den gelenkigsten Eindruck machen. Wird das Halsband danach einfach enger gestellt, macht es das für den Hund natürlich keineswegs angenehmer. Trägt der Hund allerdings ein Geschirr, ist ein einfaches Befreien nicht möglich, denn dieses ist um Brust und Bauch gezogen. Alleine kann sich ein Hund daraus in der Regel nicht befreien. Zudem wird auch die Luftzufuhr nicht beeinträchtigt. Ein Hundegeschirr für ziehende Hunde ist also eine Überlegung wert, wenn der Vierbeiner immer sehr ungeduldig unterwegs und kaum zu kontrollieren ist. 🐶 Wo kann man ein Hundegeschirr für ziehende Hunde kaufen? Im Internet gibt es eine große Auswahl verschiedener Ausführungen. Diese unterscheiden sich vom Design, von der Größe und von der Art der Anwendung. Selbstverständlich sind Geschirre genauso im Fachgeschäft erhältlich, wobei die Auswahl sich dann häufig auf die gängigsten Modelle und Größen beschränkt. Wer sich gar nicht auskennt oder genaue Vorstellungen hat, sollte sich am besten vor dem Kauf beraten lassen. Zum Beispiel ist das in einem Fachhandel möglich. Viele Hersteller bieten auch einen Kundenservice per Telefon oder Mail. 🐶 Ist ein Hundegeschirr für ziehende Hunde artgerechter als ein Halsband? Rein von der Natur aus gesehen ist weder ein Hundegeschirr, noch ein gewöhnliches Halsband, artgerecht. Denn als Nachfahre des Wolfes ist es die Natur des Hunden, frei zu laufen. Und ja, auch jagen gehört durchaus dazu und ist ein Charakterbestandteil vieler Hunderassen. Brav neben dem Herrchen zu gehen und auf Kommando stehen zu bleiben, das sind Dinge, die sich erst seit der Domestizierung des Hundes durch den Menschen entwickelt und etabliert haben. Ein Geschirr ist gesünder für den Hund und ein Stück weit befreiender. Obwohl das Hundegeschirr für ziehende Hunde zunächst einschränkender aus Sicht des Menschen erscheint, ist es das keineswegs. Der Brustgurt schneidet nicht ein und die Bewegung wird, im besten Fall, nicht beeinträchtigt. Ist der Hund stattdessen an einem normalen Halsband angeleint, schnürt er sich selbst die Luft ab, sobald er daran zieht. Ob ein Geschirr artgerechter ist als ein Halsband, lässt sich auch noch drastischer erklären: Der Hals ist eines der empfindlichsten Körperteile, egal ob Mensch oder Tier. Für die meisten Menschen ist es sehr unangenehm, wenn eine andere Person ihren Hals mit beiden Händen umfasst, selbst wenn die Hände nur aufgelegt sind. Dass es einem Hund also unangenehm ist, wenn er am Hals zurück gezogen wird, sollte daher verständlich sein. Ein Halsband mit Leine ist darüber hinaus, wenn es auf den Menschen übertragen wird, ein Symbol der Sklaverei. Es gibt sicherlich Menschen, die auch oder gerade deswegen ein Geschirr einem Halsband gegenüber bevorzugen, weil sie ihren Hund als Freund und nicht als vermeintlichen Sklaven sehen. 🐶 Wie hilft ein Hundegeschirr, ziehende Hunde zu erziehen? Vom Prinzip her erfüllen alle Geschirre den gleichen Zweck. Zieht der Hund an der Leine, wird er automatisch am Brustkorb zurück gehalten. Gleichzeitig verliert er die Kontrolle über die Vorderbeine, denn das Zerren bewirkt, dass diese in die Luft gehoben werden. Kleinere Unterschiede in den einzelnen Geschirren wirken zudem unterstützend beim Gehen an einer befahrenen Straße oder auch beim Joggen oder Fahrrad fahren. Damit der Vierbeiner lernt, bei Fuß zu gehen und nicht nach links oder rechts auszubüxen, gibt es die Möglichkeit, die Leine an zwei Punkten gleichzeitig zu befestigen. Der Hundeführer erhält nun mehr Kontrolle und kann einem Ausscheren durch die doppelte Leinenführung entgegen wirken. Hierfür wird die Leine in der Regel an einem Punkt hinter den Schulterblättern sowie an einer Seite befestigt. Soll der Hund rechts vom Hundeführer gehen, wird die Leine an der linken Seite eingehängt. Läuft der Hund links, ist die Leine rechts am Geschirr angebracht. Der Hundeführer kann mit der seitlichen Leine den Hund schonend dazu zwingen, auf seiner Seite zu bleiben. Möchte er auf die andere Seite wechseln, wird diese Leine verkürzt gehalten. Er kann dann zwar normal weiter laufen, aber aufgrund des Widerstands durch die straffe Leine nicht plötzlich ausscheren. Der Hund spürt also selbst, dass er keinerlei Chance hat, durch das Ziehen schneller voran zu kommen. Je nachdem, wie gut und schnell er daraus lernt, hat sich dieses Verhalten also bald von selbst erledigt. 🐶 Ersetzt ein Geschirr die Erziehung? Keineswegs! Ein Hundegeschirr ist für ziehende Hunde nur ein unterstützendes Erziehungsmittel, aber kein Ersatz für eine Erziehung selbst. Wer sich einen (Problem-)Hund anschafft und diesem beibringen möchte, normal an der Leine zu gehen, sollte sich nicht nur auf das Geschirr verlassen. Wird der Hund nämlich abgeleint und läuft frei, wird er sich so verhalten, wie er es für richtig hält. Ist er dann unerzogen, wird es sehr schwer, ihn vom Jagen, Hochspringen an anderen Menschen oder von einer aggressiven Begrüßung gegenüber Menschen oder Hunden, abzuhalten. Anfangs ist ein Geschirr aber für Besitzer und Hund ein guter Einstieg in das Erlernen der Leinenführigkeit. Und selbst wenn der Vierbeiner brav bei Fuß läuft und alle Grundkommandos zuverlässig ausführt, ist ein Geschirr weiterhin besser als ein gewöhnliches Halsband. Das gilt im Übrigen auch für den Besuch in einer Hundeschule. Gerade dann, wenn es noch immer gelegentlich Situationen gibt, in denen der Hund plötzlich doch stürmisch wird, lohnt es sich, langfristig bei einem Hundegeschirr für ziehende Hunde zu bleiben. 🐶 Der Hund lässt sich das Geschirr nicht anziehen - Was jetzt? Genauso wie ein Hund an ein Halsband gewöhnt werden muss, wird er sich auch erst an ein Geschirr gewöhnen müssen. Bei manchen Hunden dauert das einige Zeit, andere haben sich schnell damit abgefunden. Wichtig ist, als Besitzer nicht aufzugeben, wenn der Hund sich nicht anziehen lassen möchte. Selbst dann, wenn es anstrengend ist oder lange dauert. Konsequenz ist in der Hundeerziehung unverzichtbar. Kleine Ausrutscher in der Strenge spüren die meisten Hunde sofort und werden immer wieder versuchen, mit einem herzerweichenden Blick oder besonders dramatischem Verhalten erneut ein Bruch in der Konsequenz zu bewirken. Es gibt sogar Rassen, die sehr geschickt darin sind, ihr Herrchen oder Frauchen auszutricksen oder gegeneinander auszuspielen. Möchte sich der Hund partout nicht anziehen lassen, ist also gehöriges Durchsetzungsvermögen gefragt. Kann sich der Vierbeiner selbst nach einigen Wochen nicht an das Hundegeschirr gewöhnen, ist es vielleicht das falsche Modell. Manchmal ist es erforderlich, einfach eine andere Ausführung auszuprobieren. Das Bestechen mit einem Leckerchen hat sich darüber hinaus auch als wirksam erwiesen. Wird der Hund nach dem Anziehen belohnt, wenn er brav war, wird er sich das merken. 🐶 Kann man mit jedem Geschirr Hundesport ausüben? Sicherlich ist nicht jedes beliebige Hundegeschirr für ziehende Hunde beim Sport geeignet. Wer speziell für den Hundesport ein Geschirr sucht, sollte darauf achten, dass es flexibel ist, den Hund keinesfalls einschränkt und der Vierbeiner darunter idealerweise nicht schwitzt oder sich gar Scheuerstellen bilden. Bei Sportarten, die durch unwegsames Gelände sowie durch und über Hindernisse führen, ist es zudem sehr wichtig, dass der Hund sich mit seinem Geschirr nirgendwo verfangen kann. Bleibt er mit seinem Geschirr hängen, kann das mitunter sogar zu Unfällen führen, die Verletzungen nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall wird diese Situation lebensgefährlich. Schwimmt ein Hund sehr gerne, sollte das Geschirr darüber hinaus natürlich wasserfest sein. Als Ansprechpartner, welches Hundegeschirr für ziehende Hunde beim Sport geeignet ist, können hier andere Hundebesitzer dienen, die ebenfalls sportlich aktiv sind. Vielleicht können sie ein Modell besonders empfehlen oder andererseits von bestimmten Geschirren abraten, weil sie sich als unpraktisch oder weniger robust erwiesen haben. Gerne werden auch Hundetrainer oder das Personal im Fachgeschäft weiterhelfen. Fazit zum Hundegeschirr für ziehende Hunde – Pros und Contras zusammengefasst Letzte Aktualisierung am 10.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Hinterlasse jetzt einen Kommentar
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Vor 100 Jahren befand sich die junge Sowjetrepublik im Frontring und wurde zum Militärlager. 2 September 1918 wurde vom Allrussischen Zentralen Exekutivkomitee des Revolutionären Militärrats der Republik (RVSR, RVS, Revolutionärer Militärrat) unter der Leitung von Leo Trotzki gegründet. Das Dokument sehr klar und genau das Wesen dieser Zeit definieren: „Face mit den imperialistischen Räubern zu Angesicht suchen die Sowjetrepublik zu ersticken und ihren Körper auseinander reißen, von Angesicht zu Angesicht mit seinem gelben Fahne Verrat der russischen Bourgeoisie erhoben, verriet die Arbeiter und Bauern auf die Schakale des ausländischen Imperialismus, Das Zentrale Exekutivkomitee der Sowjets der Arbeiter, Bauern, Roten Armee und Kosaken entscheidet: Die Sowjetrepublik verwandelt sich in ein Militärlager. An der Spitze aller Fronten und aller militärischen Institutionen der Republik steht der Revolutionäre Militärrat mit einem Oberbefehlshaber. Alle Kräfte und Mittel einer sozialistischen Republik werden der heiligen Sache des bewaffneten Kampfes gegen Vergewaltiger zur Verfügung gestellt. Alle Bürger, unabhängig von Beruf und Alter, müssen diese Verpflichtungen zur Verteidigung des Landes, die ihnen von den sowjetischen Behörden übertragen werden, bedingungslos erfüllen. Unterstützt von der gesamten arbeitenden Bevölkerung des Landes, wird die Rote Armee der Arbeiter und Bauern die imperialistischen Raubtiere zerschlagen und zurückweisen und den Boden der Sowjetrepublik verschlingen. Die allrussische KEK beschließt, ihre Entscheidung vorzulegen, um die breitesten arbeitenden und bäuerlichen Massen zu erreichen, und verpflichtet alle Land-, Volks- und Stadträte sowie alle sowjetischen Institutionen, sie an prominenten Stellen aufzuhängen. Genosse Trotzki wird einstimmig zum Vorsitzenden des Revolutionären Militärrats ernannt. Oberbefehlshaber aller Fronten - T. Vatsetis. " Mit diesem Dokument wurde die PBC zur höchsten kollegialen Instanz für die Landesverteidigung erklärt. Der erste Vorsitzende des Revolutionären Militärrats der Republik wurde zum Trotzki ernannt, dem Volkskommissar für militärische und maritime Angelegenheiten, der die Aktivitäten der RVSR von September 6 1918 bis Januar 26 am Januar 1925 leitete. RVS war bis Juni 20 1934 die höchste kollegiale Militärbehörde des Landes, als sie abgeschafft wurde. Seit Oktober 1917 bis März 1918 gab es in Sowjetrussland keine einzige Regierungsbehörde, die sich gleichzeitig mit der Bildung der Roten Armee, der Leitung ihrer Militäreinsätze und der Gewährleistung der Verteidigung des gesamten Landes befasste. Diese Fragen wurden behandelt von: dem Volkskommissariat für militärische und maritime Angelegenheiten der RSFSR (Kommissar für militärische Angelegenheiten), das vom II. Allrussischen Sowjetkongress gebildet wurde; Allrussisches Büro für militärische Organisationen unter dem Zentralen Parteikomitee; Das revolutionäre Feldhauptquartier des Oberbefehlshabers und das Komitee der revolutionären Verteidigung von Petrograd. Nach Auswertung dieser Zeit sagte V. I. Lenin: „Wir mussten die ganze Zeit tappen ... tappen, versuchen, auf welche Weise das Problem in einer bestimmten Situation gelöst werden könnte. Und die Aufgabe war klar. Ohne die bewaffnete Verteidigung der sozialistischen Republik könnten wir nicht existieren. “ Erst im März 4 1918 durch die Entscheidung der Volkskommissare (SNK), unterzeichnet von VI Lenin wurde Oberster Militärrat mit der Unterordnung aller zentralen Organe der Militärabteilung gegründet. Dieses Dekret hob das Amt des Oberbefehlshabers auf, löste das Revolutionäre Verteidigungskomitee auf, löste das Allrussische Kollegium für die Organisation und Verwaltung der Roten Armee und das Revolutionsfeldhauptquartier im GHQ auf. L. Trotzki wurde Vorsitzender des Obersten Militärrats. Gebiet der Verschärfung der Lage an den Fronten des Bürgerkrieges und dem Beginn der groß angelegten Intervention der Entente 2 September einen neuen Körper der höchsten Militärbehörde des Landes - die Revolutionären Kriegsrat, die die Funktionen des gelösten Obersten Militärrates und Volkskommissariat für die Militär- und Marine-Angelegenheiten kombiniert. Revolutionäre Kriegsrat zu allen Organen und Beamten der militärischen Abteilung vorgelegt - Chef der Streitkräfte, russisches Hauptquartier (Vseroglavshtab), Außendienst rvsR, Höherer Military Inspection, Allrussischen Bureau of Military Kommissare (später politischer Abteilung und politischer Steuerung rvsR), das Militärischen Revolutionstribunal und anderer große und zentrale Verwaltung. Mit Beschluss des VIII. Parteitags im April 1919 wurde die Politische Abteilung unter dem Revolutionären Militärrat eingerichtet, der im Mai in die Politische Direktion (PUR) umgewandelt wurde. Die PUR war für die gesamte parteipolitische, kulturelle und pädagogische Arbeit in der Armee und darüber hinaus verantwortlich Marine, Armeepresse, Ausbildung politischer Arbeiter. Die politische Abteilung ernannte und genehmigte Militärkommissare und sandte die Kommunisten zur politischen Arbeit. Die Leiter der PUR zu verschiedenen Zeiten des Bürgerkriegs waren I.T. Smilga, L.P. Serebryakov, S.I. Gusev, V.A. Antonov-Ovseenko. Im Oktober 1919 wurde das Institut der politischen Führer von Unternehmen, Staffeln und Batterien eingeführt, um den Militärkommissaren der Regimenter zu helfen. Im Dezember 1919 wurde auf Initiative des Zentralkomitees der Partei und der RVSR der Allrussische Kongress der politischen Arbeiter einberufen, der die Bestimmung über die politischen Abteilungen der Fronten, Armeen und Divisionen verabschiedete. Die Versorgungsabteilung der Roten Armee war verantwortlich für die Zentrale Versorgungsbehörde, die vor 1921 existierte. Es wurde mit der Nachschubverwaltung betraut, opyжия und Munition, Nahrung für die Bedürfnisse der Armee. Diese Kontrolle spielte eine große Rolle beim Sieg der Roten Armee. Die Ausbildung der Kommandeure für die Rote Armee wurde von der Hauptabteilung der Militärschulen durchgeführt. Weitere Abteilungen wurden geschaffen: die Generaldirektion für universelle militärische Ausbildung, die Generaldirektion der Militärluftwaffe. Der Hauptapparat der RVSR, durch den er die Streitkräfte führte, war das Hauptquartier. Es wurde am 6. September 1918 anstelle des aufgelösten Hauptquartiers des Obersten Militärrates gegründet. Ursprünglich als Hauptquartier der RVSR bezeichnet, und am 8. November 1918 in Field Headquarters umbenannt. Das Hauptquartier sammelte und verarbeitete die Informationen, die für die Durchführung von Militäreinsätzen erforderlich waren, übertrug die Befehle des Oberkommandos an die Truppen, leitete Militäreinsätze und betrieb auch das Eisenbahnnetz des Theaters für Militäreinsätze. Das Hauptquartier bestand aus mehreren Abteilungen: Betrieb, Verwaltung und Registrierung, Registrierung, zentrale Verwaltung der militärischen Kommunikation, Feldverwaltung Luftfahrt, Direktionen der Inspektoren: Infanterie, Kavallerie (seit 1919), Artillerie, Ingenieure und Panzereinheiten (seit 1920). Darüber hinaus umfasste das Hauptquartier die militärisch-wirtschaftlichen und militärisch-hygienischen Abteilungen. Die Chefs des Außendienstes zu verschiedenen Zeiten waren N.I. Rattel, F.V. Kostyaev, M.D. Bonch-Bruevich, P.P. Lebedev. Am 10. Februar 1921 fusioniert das Feldhauptquartier mit dem Allrussischen Hauptquartier zu einem einzigen Hauptquartier der Roten Armee der Arbeiter und Bauern. Im ersten Teil des PBC enthalten: Trotzki (Vorsitzender), Peter Kobozev Mechonoschin Konstantin, Fedor Raskolnikow, Carl DANISEVSKIJ, Ivan Smirnov, Arkady Rozengolts und Joachim Vatsetis (Oberbefehlshaber der Streitkräfte). In den ersten Sitzungen der PBC wurden die Zuständigkeiten auf ihre Mitglieder verteilt. So wurde Nikolay Podvoisky, der Mitglied des XII. September und Mekhonoshin wurde, Chef der Obersten Militärinspektion, Smirnov vereinigte die Führung der politischen Arbeit in der Armee, und Danishevsky wurde mit der Leitung des Revolutionären Tribunals betraut. Zu dieser Zusammensetzung des Revolutionären Militärrats gesellten sich bald Mitglieder des Kommissariats der Militärkommissare Ephraim Sklyansky, Semyon Aralov und Konstantin Yurenev. Sklyansky übernahm den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden des Revolutionären Militärrats, der Rest der PBC beteiligte sich aktiv an den Kampfarbeiten an den Fronten. Es ist erwähnenswert, dass viele der wichtigsten Fragen der militärischen Aufbau und Organisation von Kampfhandlungen gelöst wurden, in der Regel nicht alle Mitarbeiter PBC; da die Mehrheit seiner Mitglieder seit Monaten an der Front war. 8 Juli 1919 des Jahres Lenin unterzeichnete ein Dekret des Rates der Volkskommissare über die Genehmigung einer neuen, abgekürzten (6 Mann) PPC-Zusammensetzung. Es umfasst: Trotzki (Vorsitzender), Sklyansky (stellvertretender Vorsitzender), A. Rykow, S. Gusev, I. Smilga und den neuen Oberbefehlshaber S. Kamenev. Alle anderen wurden von ihren Pflichten als Mitglieder des Revolutionären Militärrates entbunden und blieben in verantwortungsvoller militärischer Arbeit - sie waren normalerweise Mitglieder der militärischen Frontgarde-Revolutionen. Seitdem sind die Sitzungen des Revolutionären Militärrats regelmäßig geworden. Sie fanden dreimal pro Woche statt: montags, mittwochs und freitags. Zukünftig bestand das RVS während der gesamten Zeit des Bürgerkriegs zu verschiedenen Zeiten aus: N.I. Podvoisky, D.I. Kursky, I.V. Stalin, V.M. Altfater, V.I. Nevsky, A.I. Okulov, V.A. Antonov-Ovseenko. Während des schweren Bürgerkriegs gelang es dem Revolutionären Militärrat als oberster Militärbehörde in der Sowjetrepublik, alle militärischen Institutionen zu vereinen, eine gewaltige reguläre Rote Armee zu bilden, alle menschlichen und materiellen Ressourcen des Landes zu mobilisieren, die Oktobereroberung der Weißen Garde sowie verschiedene Nationalisten und Interventionisten zu schützen. Es genügt, zu beachten, dass nur die ersten vier Monate nach der Gründung des Roten Armee rvsR 60 mit neuen Divisionen aufgefüllt, die den Militärdienst von Zehntausenden von Militärexperten teilnahmen - Vertreter der Kommandanten der russischen kaiserlichen Armee. In der Roten Armee begannen sie, ihre Kommandokader massiv vorzubereiten - mit Hilfe von Sonderkursen der Roten Armee. RVS wird immer unter besonderer Kontrolle gehalten von den Kurse an den Roten Kommandanten arbeiten und in kritischen Momenten, wenn es notwendig war, den Verlauf einer Operation zu ändern, wurden in die Schlacht Zusammenfassung Kadett Brigade eingeführt, den Mut und Hartnäckigkeit im Kampf unterschied. Die RVS bereitete auch Second-Line-Truppen vor - allein in Moskau waren es fast 100 Tausend Arbeiter, und im Moskauer Distrikt wurden ungefähr 100 Tausend Menschen in Petrograd ausgebildet - 50 Tausend Menschen. Außerdem wurde die Rote Armee zum friedlichen Aufbau eingesetzt. In 1920 wurde die erste revolutionäre Arbeitsarmee im Ural organisiert, und die ukrainische Arbeitsarmee wurde im selben Jahr geschaffen. Interessanterweise begann Trotzki gleichzeitig, den Kern der zukünftigen "Weltarmee" zu bilden. Zu Beginn von 1919 bildeten sich im Auftrag des RVSR nationale und internationale Einheiten als Teil der Roten Armee. So gibt wurden Kavallerie-Brigade der Wolgadeutschen, Bashkirskaya Gewehr Brigade, Division lettischer Gewehr et al gebildet. Gleichzeitig Bataillon und Unternehmen aus Ungarn ausgelegt sind, Tschechien, Polen, Deutsche, vor allem aus der ehemaligen POW. Es wurden auch koreanische und chinesische Einheiten gebildet. - Autor: - Alexander Samsonov - Artikel aus dieser Serie: - Smoot. 1918-Jahr Wie erstelle ich eine Freiwilligenarmee? Wie der Kampf um den Don begann "Ihr Gespräch wird von den Werktätigen nicht gebraucht. Die Wache ist müde!" 100 Jahre Rote Armee und Marine der Arbeiter und Bauern Wer hat den Bürgerkrieg angestiftet Weiß kämpfte für die Interessen des Westens Anti-russisches und anti-staatliches weißes Projekt Wie "Ukrainian Chimera" den Bürgerkrieg auslöste Wie man die Ukraine und das "ukrainische Volk" erschafft Wie die Roten Kiew einnahmen Sieg der Roten Armee am Don Blutige Schlacht Eisschlacht Wie die Kornilowiter Ekaterinodar stürmten Zum Sterben bestimmt? Vor Ehre gestorben! Menschen gegen die Macht Wie Drozdovtsy am Don durchbrach Wie Drozdovtsy Rostow stürmte Don Republic Ataman Krasnov Der Westen half den Bolschewiki? Warum hat der Westen sowohl Rot als auch Weiß unterstützt? Warum errichten tschechoslowakische Mörder und Plünderer Denkmäler in Russland? Zweite Kuban-Kampagne Bildung an der Ostfront Warum haben sie den russischen Zaren getötet?? Aufstieg der linken Sozialrevolutionäre und ihre Verrücktheit Wie Weiß die Hauptstadt Kubans besetzte Blutiger Kampf um Jekaterinodar Kappelevtsy nimmt Kasan "Für die Sowjets ohne die Bolschewiki" Die Landung der Briten in Archangelsk. Bildung der Nordfront Die Heldenkampagne der Taman-Armee Warum versuchte Lenin zu töten Ich habe einen Fehler bemerkt Markieren Sie den Text und drücken Sie. Strg + Enter
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Werner Rätz vertritt die Informationsstelle Lateinamerika (ILA) als Mitgliedsorganisation im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac. Er arbeitet bei Attac überwiegend zu Fragen sozialer Sicherheit, bedingungsloses Grundeinkommen und „Genug für alle“. Zum Zeitpunkt des Gesprächs war er mit den Vorbereitungen der Proteste anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm beschäftigt. Islamische Zeitung: Wie bewerten Sie die letzten 10 Jahre, seit die Globalisierung verstärkt ins das öffentliche Bewusstsein gerückt ist? Wo stehen wir heute, und was hat Attac seither erreicht? Werner Rätz: Als wir angefangen haben – in Deutschland im Jahre 2000, in Frankreich im Jahre 1998 – sah es so aus, als gäbe es zur neoliberalen ökonomischen Globalisierung überhaupt keine Alternative. Sowohl der damalige deutsche Bundeskanzler Schröder als auch ein großer Teil der internationalen Öffentlichkeit waren der festen Überzeugung, dass Globalisierung eine Unausweichlichkeit sei, der man sich fügen müsse – auch in der konkreten Gestalt, in der sie uns begegnete. Das hat sich, so glaube ich, inzwischen ganz massiv geändert. Es ist völlig klar, und niemand bestreitet das mehr ernsthaft, dass eine andere Welt möglich ist. Es wird darüber diskutiert, ob dies nötig ist und wie diese andere Welt aussehen kann, aber dass eine Welt, die ausschließlich zum Wohle der Finanzanleger funktioniert, nicht die einzig mögliche ist, ist längst in den Köpfen angekommen. Es ist längst auch bei den Regierungen angekommen, weshalb man dann auch solche Schauspiele geliefert bekommt wie am vergangenen Wochenende, wo die deutsche Bundesregierung die russische Regierung für die Repression gegenüber Demonstranten kritisiert, und die russische Regierung die deutsche Regierung wegen der Repression gegen Demonstranten kritisiert, die nichts anderes tun, als diese andere Welt einzufordern. Islamische Zeitung: Wofür steht aus Ihrer Sicht eigentlich der Begriff “Globalisierung“? Werner Rätz: Das ist eine wichtige Frage, denn Globalisierung ist ja zunächst einmal ein Containerbegriff, in den man hineinstecken kann, was man will. Wenn wir bei Attac von Globalisierung reden, dann präzisieren wir dies oft in Richtung finanzmarktgetriebene Globalisierung. Damit beschreiben wir einen Prozess, in dem Weltwirtschaft immer stärker an den Interessen der Finanzanleger ausgerichtet wird. Es gibt im ökonomischen Bereich eine ganze Reihe von unterschiedlichen Interessen, und die Interessen der Kapitalgeber, der Finanzanleger sind nur eine davon. In der Vergangenheit haben Konzerne und auch Regierungen ihre Politik beispielsweise an langfristiger Produktstabilität ausgerechnet, an einer bestimmten Stellung im Markt, am Zugang zu Rohstoffen oder ähnlichen Fragen. Heute hingegen geht es im wesentlichen um die Dividende, um den Börsenwert eines Unternehmens. Das übt massiven Druck auf alle anderen Systeme und alle anderen Fragestellungen aus, wie Soziales, Bildung und ähnliches, die dann im wesentlichen nur noch als Kostenfaktoren wahrgenommen werden, die den Finanzanlegern verloren gehen. Unter dieser Art von Globalisierung ist eben keine menschliche Entwicklung möglich. Islamische Zeitung: Gibt es aus Ihrer Sicht auch Phänomene einer Globalisierung im positiven Sinne? Werner Rätz: Ich könnte mir eine positive Globalisierung vorstellen. Diese dürfte nicht finanzmarktgetrieben sein, nicht im Interesse der großen Kapitalgruppen und der großen Vermögen stattfinden. Selbstverständlich sind wir als internationales Netzwerk in mehr als 50 Ländern vertreten; ein Netzwerk von begeisterten Internationalisten – wir wollen eine Welt ohne Grenzen, wir wollen eine Welt, die näher zusammenrückt, eine Welt, in der Menschen unmittelbar den Weg zueinander finden, wo auch immer auf der Welt sie leben. Das wäre auch eine Globalisierung, aber eine im Interesse des menschlichen Kontakts und nicht im Interesse der Finanzanleger. Auch die kapitalistische Globalisierung bietet andererseits auch Möglichkeiten des Zusammenkommens von Menschen – die Welt ist kleiner geworden, und die Tatsache, dass wir auf einer einzigen Weltkugel leben, ist sehr viel mehr im Alltagsleben präsent. Die positive Seite davon ist, dass viele Menschen es sich erlauben können, Teile der Welt zu sehen, von denen unsere Eltern noch nicht geträumt hätten; die negative Seite davon ist, dass sie dafür so viel um die Erde herumfliegen, dass man nicht weiß, ob unsere Kinder dies noch können werden. Islamische Zeitung: Was sind Auswirkungen der Globalisierung konkret hier in Deutschland? Werner Rätz: In den letzten acht bis zehn Jahren hat ein massiver Umbau der deutschen Ökonomie und des deutschen Sozialsystems stattgefunden in Richtung eines Fitmachens für den internationalen, globalisierten Konkurrenzkampf. Man kann das an einem Beispiel schön zeigen: Im Bericht der Weltbank von 1994, „A World in the Old Age Crisis“, ging es darum, den entwickelten Ländern vorzuschlagen, ihre Altersversorgung auf Kapitaldeckung durch private Rentenfonds umzustellen. Dies wurde in der Europäischen Union im Jahre 2000 als „Strategie von Lissabon“ ausdrücklich beschlossen und in der Bundesrepublik im Jahre 2001 mit der Riester-Rente begonnen umzusetzen; der Prozess mit ständigen Rentenreformen und einer immer stärkeren Privatisierung setzt sich seither ja weiter fort. Man könnte dies auch in anderen Bereichen auf ähnliche Weise zeigen. Gerade der Umbau der Sozialsysteme ist ein ganz entscheidender Punkt; aber auch die Unternehmenskultur hat sich verändert. Es ist ganz offensichtlich, dass immer mehr Investitionen in Unternehmen und immer mehr Aufkäufe von Unternehmen lediglich zu dem Zweck stattfinden, sie nach den Interessen der Finanzanleger neu zuzuschneiden, Teile abzustoßen, und andere sehr schnell wieder auf dem Markt zu verkaufen. Die Orientierung an langfristiger Kundenbindung hat massiv abgenommen, und die Gesetzeslage, was die Versteuerung von Veräußerungsgewinnen von Einnahmen aus Aktienbesitz oder aus Unternehmensverkäufen betrifft, hat sich massiv zugunsten der Finanzanleger geändert. Da ist eine Menge in Bewegung geraten, und das ist auch noch längst nicht abgeschlossen. Islamische Zeitung: Wie sehen Sie bewaffnete Konflikte insbesondere im Nahen und Mittleren Osten im Zusammenhang mit der Globalisierung? Gibt es eine Position von Attac dazu? Werner Rätz: Unmittelbar von Attac nicht, nur begrenzt. Wir verstehen uns zwar als Teil der Friedensbewegung, arbeiten aber so, dass wir im wesentlichen schon den „Mutterbewegungen“ den Vortritt lassen, weil bei denen eine höhere Kompetenz zu diesem Thema vorhanden ist. Aber natürlich hat Attac auch eine Meinung zu den Konflikten im Nahen Osten. Zum einen ist es selbstverständlich, wenn man sich als Teil der Friedensbewegung begreift, dass wir der Meinung sind, dass die zugrunde liegenden Konflikte, die etwa hinter dem Nahostkonflikt stehen, aber auch hinter dem Irak-Krieg, unbewaffnet und friedlich lösbar sein müssten und auch lösbar sind. Der zweite wichtige Punkt scheint mir, dass das, was seit dem 11. September 2001 im Westen als „Krieg gegen den Terrorismus“ definiert und formuliert wird, ein fataler Irrtum ist, und zwar auf einer doppelten Ebene: Nicht nur dass man das falsche Mittel anwendet, indem man selbst mit brutalen, manchmal terroristischen militärischen Methoden diesen Krieg führt. Sondern auch deshalb, weil das, was dort als Terrorismus definiert wird, etwas zusammenfügt, was so überhaupt nicht zusammengehört. Es gibt selbstverständlich in einer Reihe von Ländern des Südens und gerade im Nahen Osten, wo es teilweise durch das Öl auch großen Reichtum gibt, eine Menge an Armut und eine Menge von arm gemachten Menschen, die den Eindruck haben, Globalisierungsverlierer zu sein. Dort muss man soziale Wege gehen und soziale Programme finden, um dieses Problem zu lösen. Man hat zweitens eine Gruppe, wie sie sich etwa in Al-Qaida zeigt, die im Prinzip Globalisierungsgewinner sind, nur nicht auf der allerhöchsten Ebene. Was Leute wie Usama Bin Ladin Leuten wie George W. Bush vorwerfen, ist ja nicht, dass sie mächtig sind, dass sie weltweit führende Rollen einnehmen, dass sie Interessen haben, die eng mit den Herrschenden und den Konzernen verbunden sind; sondern was sie ihnen vorwerfen ist, dass sie nicht selber in dieser Rolle sind. Dort wird in der Tendenz mit den arm gemachten Menschen und einer kleinen Gruppe, die lediglich für ihre Macht kämpft, durch den Krieg gegen den Terrorismus etwas zusammengefügt, was überhaupt gar nicht zusammengehört und was man dringend trennen müsste. Islamische Zeitung: Spielen nicht auch ökonomische Begehrlichkeiten, etwa auf Rohstoffe, eine Rolle? Werner Rätz: Selbstverständlich, und zwar auf zwei Ebenen. Zum einen gibt es unmittelbare Rohstoffinteressen. Nun zeigt sich heute im Irak ganz deutlich, dass das nicht so richtig klappt – das irakische Öl steht heute den USA zu schlechteren Bedingungen zur Verfügung als vor dem Krieg. Dennoch gibt es natürlich diese Interessen. Es gibt ein zweites Interesse, das zu tun hat mit strategischen, militärischen Vorteilen und der Definition, was eigentlich internationale Macht ist. Auch innerhalb der NATO-Länder gibt es ja durchaus unterschiedliche Interessen und Rivalitäten darüber, wie Macht zu definieren wäre. Es war nicht zufällig, dass sich ein Teil der NATO-Länder von Anfang an nicht am Irak-Krieg beteiligt hat, weil sie eben wie Deutschland ihren Vorteil eher in einer Definition von Macht in einem internationalen Rahmen gesehen hätten, der nicht nur hauptsächlich militärisch festgelegt ist. Insofern bearbeiten die westlichen Länder und gerade die USA mit solchen Konflikten wie dem Irak-Konflikt immer auch die Frage ihrer Führungsrolle gegenüber den kapitalistischen Konkurrenten. Islamische Zeitung: Welche Rolle nehmen die muslimischen Länder im Rahmen der Globalisierung ein, inwiefern sind sie davon betroffen? Werner Rätz: Ich bin mir nicht sicher, ob man so allgemein von muslimischen Ländern sprechen kann. Offensichtlich gibt es im Nahen Osten ein Konglomerat von übereinstimmenden Interessen und Gemeinsamkeiten einer Reihe muslimischer Länder; ich bin mir aber nicht sicher, ob man alle darunter fassen kann. Auch wenn eine gewisse rhetorische Feindschaft gegenüber Israel bei den Regierungen der meisten muslimischen Länder und auch bei den Bevölkerungen immer eine Rolle spielt, habe ich manchmal den Eindruck, dass die realen Interessen davon nicht wirklich abgedeckt werden, sondern dass dies mehr eine propagandistische Formel ist – so wie man hierzulande von Demokratie und Freiheit redet, und auch nicht unbedingt immer Demokratie und Freiheit meint. Real ist es natürlich so, dass gerade in der arabischen Welt ein großes Problem im Verhältnis gegenüber dem Westen darin besteht, dass speziell durch einen großen Teil der US-Politik, aber auch der europäischen Politik eine massive Abwertung der Länder, ihrer Erfolge und Möglichkeiten, ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung insgesamt in der Welt stattfindet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Regierungen darauf anders reagieren als Individuen – wenn man eine systematische Abwertung erfährt, dann entsteht das Bedürfnis, zu zeigen, dass das ungerecht ist. Mir scheint, dass ein großer Teil der Konflikte, die es mehr oder weniger offensichtlich zwischen vielen muslimischen Ländern und vielen Ländern beziehungsweise Regierungen des Westens gibt, auf einer höchst unsensiblen, kulturell hochmütigen Haltung weiter Teile der westlichen Politik beruht. Das, was US-amerikanische Soziologen als „Krieg der Kulturen“ beschreiben, ist etwas im Westen hausgemachtes, das aber derzeit anfängt, reale Wirkungen in der Politik zu entfalten. Islamische Zeitung: Es gab kürzlich seitens Attac deutliche Kritik an der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bezüglich ihrer Haltung zur Globalisierung und dem G8-Gipfel. Welche Rolle können Religionen gegenüber der Globalisierung spielen, und insbesondere der Islam? Werner Rätz: Großreligionen haben natürlich immer das Problem, dass sie als Volksreligionen sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und damit sehr unterschiedliche politische und kulturelle Interessen und Bedürfnisse abdecken. Deshalb ist eine eindeutige Haltung großer religiöser Gemeinschaften in politischen Fragen selten. Wir würden uns wünschen, dass dies häufiger der Fall wäre. Dass solche Prozesse möglich sind, zeigt zum Beispiel die Entwicklung im Reformierten Weltbund, wo es eine sehr deutliche Positionierung gegenüber der Globalisierung gibt und wo sehr deutlich gesagt wird, dass Christentum und Wirtschaftsordnung nicht zwei getrennte Dinge sind, sondern dass eine bestimmte Haltung zur Wirtschaftsordnung Voraussetzung ist, wenn man überzeugend reformierter Christ sein will. Ich kenne mich im Islam nicht sehr gut aus, aber soweit ich das wahrnehme, gibt es dort ähnliche Positionen, auch wenn dies nicht diejenigen sind, die in der hiesigen Öffentlichkeit in erster Linie ankommen. Es wäre aus unserer Sicht eine wesentliche Voraussetzung für einen engeren Kontakt oder eine engere Zusammenarbeit globalisierungskritischer Bewegungen und religiöser Gemeinschaften, dass in den religiösen Gemeinschaften eine klare Position in Richtung gerechte Weltordnung, soziale Weltordnung und weg von den Interessen der großen Finanzanleger eingenommen werden würde. Und was ich bisher wahrnehme, sowohl im Christentum wie auch im Islam, ist, dass dies zumindest für Minderheitenströmungen noch möglich ist. Islamische Zeitung: Haben Sie im Rahmen des globalisierungskritischen Netzwerkes auch Kontakte zu globalisierungskritischen Gruppen in muslimisch geprägten Ländern? Werner Rätz: Ja, es gibt in einigen arabischen Ländern Attac-Gruppen, es gibt eine relativ aktive Gruppe von Attac in Marokko, die jetzt auch bei den Protesten zum G8-Gipfel in Heiligendamm eine Rolle spielen wird, eine Kollegin von dort wird auch hier sein; und im Rahmen der Migrationsarbeit und der antirassistischen Arbeit gibt es natürlich eine sehr enge Kooperation auch mit Menschen und Gruppen aus muslimisch geprägten Ländern. Islamische Zeitung: Gilt der Satz „Globalisierung ist kein Schicksal“, den Attac vor Jahren geprägt hat, auch heute noch? Werner Rätz: Aber selbstverständlich, vielleicht sogar mehr noch als früher, weil die Gegenkräfte, die Kräfte für eine andere Mobilisierung, weltweit deutlich stärker geworden sind. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Form der neoliberalen, finanzmarktgetriebenen Globalisierung, wie wir sie bisher erleben, nicht mehr sehr lange durchgehalten werden kann. Die fatalen Folgen, sowohl ökologisch als auch sozial, sind zu offensichtlich. Es ist nicht zufällig, dass der diesjährige G8-Gipfel genau diese Themen noch aufgreift. Auch wenn er die falschen Lösungen präsentiert, so ist man immerhin schon so weit, dass man die wesentlichen Themen wie Klimawandel, Energie, Armut in Afrika, Patente, geistiges Eigentum oder Vorenthalten von Medikamenten für die Armen aufgreift. Das geht in die richtige Richtung. Die Ergebnisse sind noch ausgesprochen dürftig, aber ich bin sicher, dass das nicht mehr lange so funktionieren wird. Globalisierung in diesem Sinne ist kein Schicksal, das kann man anders gestalten. Islamische Zeitung: Welche Aktionen planen Sie konkret für den G8-Gipfel? Werner Rätz: Wir planen eine große Zahl von unterschiedlichen Aktionen. Die wichtigsten, die am breitesten von unterschiedlichen Gruppen und Zusammenhängen getragen werden, sind eine internationale Großdemonstration am 2. Juni in Rostock, ein Alternativgipfel vom 5. bis zum 7. Juni ebenfalls in Rostock, Blockaden in der Region um Heiligendamm herum am 6. und 7. Juni, noch einmal ein Sternmarsch als Zwischenhöhepunkt am 7. Juni und eine Abschlussveranstaltung am 8. Juni wiederum in Rostock. Wir haben eine ganze Reihe weiterer einzelner Aktivitäten, es würde jetzt zu weit führen, die alle darzustellen. Man kann sie auf www.heiligendamm2007.de nachlesen. Wir erhoffen uns, dass die große Zahl der Demonstrantinnen und Demonstranten und die Entschlossenheit und Klarheit in den Aktionsformen, und auch im Einhalten der eigenen Absprachen und der eigenen Disziplin zeigen wird, dass auch in Deutschland eine breite globalisierungskritische Mobilisierung möglich ist, was ja bisher hier noch nie der Fall gewesen ist – das war in Genua, in Seattle oder in Evian, aber nicht in Deutschland. Wir erhoffen uns, dass sichtbar wird, dass dies auch in Deutschland möglich ist und dass damit die Kräfteverhältnisse anders werden, dass eine Bewegung, die ausschließlich aus ihrer eigenen Kraft heraus und ohne die Unterstützung seitens gesellschaftlicher Großorganisationen, seien es Kirchen, Gewerkschaften oder Parteien, in der Lage ist, ganz am Rande der Republik, wo es keine weitere politische Infrastruktur gab, solche großen und gut funktionierenden Proteste aufzubauen, auch in der Lage ist, an anderen Stellen in politische Auseinandersetzungen einzugreifen. Und die Repression seitens polizeilicher Behörden in den letzten zwei Wochen mit verdachtsunabhängigen Durchsuchungen und dergleichen zeigt ja auch, dass die andere Seite recht nervös geworden ist. Islamische Zeitung. Sehr geehrter Herr Rätz, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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Mitarbeiterführung als Onlineschulung oder Webinar Weiterbildung, z.B. zu Mitarbeiterführung, steht hoch im Kurs. Tatsächlich sind viele Berufstätige daran interessiert, einen Step auf der Karriereleiter zu machen oder das eigene Fachwissen auf einen neuen Stand zu bringen. Viele sehen jedoch von einer Fortbildung ab, da diese in Vollzeit zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Hinzu käme ein Verdienstausfall, der einkalkuliert werden müsste. Zum Glück gibt es berufsbegleitende Onlineschulungen und Webinare. Diese Form der Weiterbildung wird aufgrund ihrer großen Beliebtheit von mehr und mehr Akademien und Instituten angeboten. Webinare, beispielsweise im Bereich Mitarbeiterführung, finden meist nicht zu festgesetzten Terminen statt, sondern können von den Teilnehmern individuell abgerufen werden. Auf diese Weise ist man als Kursteilnehmer maximal flexibel und kann beispielsweise in den Abendstunden oder sogar von unterwegs, z.B. aus einem Zug, seinen Lernstoff durchnehmen. Mitunter versammeln sich die Kursteilnehmer in virtuellen Klassenzimmern, um gemeinsam Fragen zu klären und von einem Dozenten Anweisungen und Aufgabenstellungen zu erhalten. Die meisten Onlineschulungen zum Thema Onlineschulungen für Mitarbeiterführung beinhalten auch einige Präsenztermine. Die Lernform wird dann häufig als Blended Learning bezeichnet. Prüfungen finden meist vor Ort statt. Nichtsdestotrotz spart man bei Webinaren und Onlinelehrgängen viel Zeit, indem man sich für den regulären Unterricht nicht punktgenau im Klassenraum der Akademie einfinden muss. Mitarbeiterführung im Fernlehrgang Jeder möchte in seiner Karriere vorankommen oder sich persönlich weiterentwickeln. Da die Zeit neben Beruf und Familie jedoch knapp bemessen ist, stellt sich die regelmäßige Teilnahme an der Fortbildung für viele als große Herausforderung dar. Kein Wunder, dass Fernlehrgänge darum immer beliebter werden. Sie ermöglichen den Kursteilnehmern von zu Hause aus oder sogar von unterwegs an einer Weiterbildung, beispielsweise im Bereich Mitarbeiterführung, teilzunehmen. Anders als beim klassischen Präsenzunterricht gibt es kein Seminarraum, in dem sich die Teilnehmer versammeln und dem Unterricht durch einen Dozenten folgen. Manchmal sind jedoch auch bei einem Fernlehrgang einzelne Präsenztermine angesetzt, in denen das erworbene Wissen zu Onlineschulungen für Mitarbeiterführung vertieft wird. Die meisten Bildungsträger organisieren den Fernunterricht per Lehrbrief. Diese werden den Kursteilnehmern regelmäßig zugesandt und müssen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgefüllt zurückgeschickt werden. Anschließend erfolgt die Erfolgskontrolle. Immer häufiger wird auch das Internet für Fernlehrgänge zum Thema Mitarbeiterführung genutzt. Webinare oder Onlineschulungen zum Thema unterstützen den Kursteilnehmer dann beim Lernen seiner Lektionen. Noch ein kleiner Hinweis: Oft wird der klassische Fernlehrgang in der Mundart als Fernstudium bezeichnet. Bei einem Fernstudium geht es allerdings immer um klassische Studiengänge zum Bachelor oder Master. Seminare Mitarbeiterführung An Manager und Führungskräfte werden heutzutage viele Anforderungen gestellt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Mitarbeiterführung, denn motivierte und engagierte Mitarbeiter erbringen deutlich mehr Leistung und sind daher für jedes Unternehmen sehr wertvoll. Aus diesem Grund gibt es für Führungskräfte eine große Auswahl an Seminaren und Kursen, die sich mit dem Thema Mitarbeiterführung beschäftigen. Im Fokus stehen dabei die Punkte Kommunikation, Konfliktlösung und Motivation. Arten der Mitarbeiterführung Individualführung: Bei der Individualführung wird ein Arbeitnehmer durch einen Vorgesetzten beeinflusst. Eine Zielvorgabe oder Zielvereinbarung legt einen gemeinsam zu erreichenden Erfolg fest. Der Vorgesetzte muss sowohl bei der Vereinbarung als auch bei der Auswahl der Führungsinstrumente auf die Persönlichkeit des jeweiligen Mitarbeiters eingehen. Dabei sollten nicht nur seine Kenntnisse und Fähigkeiten Beachtung finden, sondern auch seine Soft Skills und Persönlichkeit. Teamführung: Führt ein Vorgesetzter ein Team, muss er die Mitglieder der Arbeitsgruppe auf den gemeinsamen Gruppenerfolg ausrichten. Als Teamleiter gibt er die Rahmenbedingungen vor, in welchen s ein Team die volle Leistungskraft entwickeln soll. Zu diesen Konditionen gehören organisatorische Dinge ebenso wie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit externen Ansprechpartnern oder gruppendynamische Belange. Führungsinstrumente und -techniken Beim erfolgreichen Führen einer Gruppe ist es wichtig, die Rollen der einzelnen Teammitglieder korrekt einzuschätzen. Gibt es einen informellen Gruppenführer? Wer ist leistungsbereit? Wen muss man aus der Reserve locken? Gibt es einen Neuling oder einen Außenseiter, den man integrieren muss? Mittels Leistungsanreizen, Würdigung aber auch Strenge und Korrektur werden die einzelnen Mitglieder der Arbeitsgruppe zu Leistung ermutigt bzw. in kontraproduktivem Verhalten gebremst. Das Teamverhalten insgesamt kann ebenfalls vom Führenden beeinflusst werden: Leistungsstarke Teams werden durch anspruchsvolle Tätigkeiten gefordert und durch Anerkennung im Gruppenzusammenhalt gestärkt. Leistungsschwache Teams hingegen müssen angespornt werden. Gleichzeitig sollte die Führungsperson die Ursachen der nicht zufriedenstellenden Leistung ergründen. Die Rolle des Vorgesetzten ist entscheidend für den Erfolg der Gruppe. Nur wenn er regulierend eingreift, ermahnt, anspornt und aktiviert, kann er die Gruppendynamik so lenken, dass der Projekt- bzw. Unternehmenserfolg gefördert wird. Die Bedeutung von Führungsstilen Gut geführte Mitarbeiter sind in der Regel zufrieden und motiviert. Empirischen Untersuchungen zufolge agieren Unternehmen mit großer Mitarbeiterzufriedenheit erfolgreicher am Markt. Da das Wohlbefinden eines Mitarbeiters in hohem Maße vom Mikroklima in der Abteilung abhängt, ist die Bedeutung von Vorgesetztenverhalten und Führungsstil als entscheidender Faktor einzuschätzen. Modelle, die den Führungsstil von Vorgesetzten beschreiben, gibt es viele. Nach dem bekannten Sozialpsychologen Kurt Lewin kann man Führungsstile als autoritär, demokratisch oder Laissez-faire einordnen. Dazwischen existieren zahlreiche Abstufungen. Der demokratische Stil der Mitarbeiterführung Welcher Führungsstil bei der Mitarbeiterführung angebracht ist, muss individuell bzw. situativ entschieden werden. Die moderne Betriebswirtschaftslehre propagiert für die meisten Branchen einen demokratischen oder auch kooperativen Führungsstil: Die Führungsperson bezieht die Untergebenen in das Geschehen im Unternehmen mit ein, sucht Rat oder erlaubt Diskussionen. Fehler werden nicht bestraft, sondern zum Anlass genommen, Verhaltensweisen oder Prozesse zu überdenken. Entscheidungsprozesse sind bei einem demokratischen Führungsstil meist langwieriger als bei einer autoritären Führungsweise, bei welcher der Vorgesetzte Ziele und Umsetzungen konkret vorgibt. Ein Vorteil des kooperativen Führungsstils ist allerdings die Motivierung der Mitarbeiter, das Zulassen von Kreativität und Selbständigkeit. Seminare zu Mitarbeiterführung Chef sein und Mitarbeiter zu führen ist eine Herausforderung, die eine hohe emotionale Intelligenz und Souveränität abverlangt. In Mitarbeiterführungs-Seminaren kann man sich Führungstechniken aneignen und anhand praktischer Übungen Alltagssituationen zwischen Vorgesetztem und Untergebenem trainieren. Gerade für unerfahrene Führungskräfte bietet es sich an, eine Weiterbildung in Mitarbeiterführung an, um an ihrem Führungsstil und an ihrem Auftreten gegenüber den Mitarbeitern zu arbeiten. Unter Seminare, Ausbildung oder Weiterbildung vergleichen in Mitarbeiterführung finden Sie 55 Kurse in den Städten und weitere Städte in Ihrer Nähe
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Die Geschichte von Billie Eilish Pirate Baird O’Connell ist die eines kometenhaften Aufstiegs. Mit ihrem Debütalbum „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ hat die 17-jährige Künstlerin 2019 alle Rekorde gebrochen: Der Longplayer stieg nicht nur auf Platz 1 in unzähligen Ländern weltweit und wurde mit Mehrfachplatin ausgezeichnet, sondern hält aktuell auch den Titel des meistverkauften Albums 2019 in Nordamerika. 2020 geht das Ausnahmetalent auf „WHERE DO WE GO? WORLD TOUR“. Am 15. Juli gastiert Billie Eilish in der LANXESS arena. Das Besondere bei dieser Welttournee, Billie Eilish hat sich mit der Umweltorganisation REVERB zusammengetan, um in der Konzertindustrie ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen – vor der Bühne und auch Backstage. So wird zum Beispiel auf der gesamten Tour auf Plastikstrohhalme verzichtet und kostenlose Wasserstationen bereitgestellt, an denen sich die Fans mitgebrachte PET-Flaschen befüllen lassen können. Auch das Billie Eilish Eco-Village wird vor Ort sein und alle interessierten Fans darüber informieren, wie man als einzelner den Klimawandel bekämpfen und unsere Erde schützen kann. Alles begann Anfang 2016, als ihr großer Bruder Finneas einen Song mit dem Titel „Ocean Eyes“ auf Soundcloud hochlud – geschrieben von ihm, gesungen von seiner Schwester. Die Single erspielt Platin. Von da an entzieht sich Billies Aufstieg jeglichen Gesetzen der Physik. Die Frage, ob das Ganze nur ein kurzer Hype ist, beantwortet Billie Eilish Anfang 2019 mit ihrem Debütalbum „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ selbst. Die Singles landen weltweit in den Charts. Songs wie „You Should See Me in a Crown“, „Bury a Friend” und „Bad Guy” werden zu Hymnen und haben unvorstellbaren kommerziellen Erfolg. Sie ist offiziell der erste in diesem Jahrtausend geborene Artist, dem es gelang, sowohl ein Album als auch eine Single auf Platz 1 der Charts zu platzieren. In der ersten Woche nach Release wird ihr Debüt insgesamt 14 Millionen Mal auf Spotify gestreamt, damit lässt sie selbst Megastar Ariana Grande hinter sich. Wer Billie Eilish live erleben möchte und hören will, wie eine ganze Halle zu einer Stimme wird, kann das ihrer „WHERE DO WE GO? WORLD TOUR“ 2020 tun. Am heutigen Dienstag, den 10. März 2020, verkündete Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, in der Landeshauptstadt Düsseldorf einen Erlass gemäß Infektionsschutzgesetz, nach dem fortan Großveranstaltungen mit über 1000 zu erwartenden Besuchern in Nordrhein-Westfalen abgesagt werden müssen. Die ARENA Management GmbH (AMG) informiert folgend über den Prozess der Ticketerstattung. Die Vorbereitungen auf den nun eingetretenen Fall liefen bereits seit einigen Tagen. Die Koordination von Ersatzterminen hatte dabei höchste Priorität, weswegen die AMG zuversichtlich ist, dass die Großzahl der betroffenen Veranstaltungen nachgeholt werden kann. Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher zu der für die Eventbranche einschneidenden Entscheidung: „Die Gesundheit aller Besucher und Mitarbeiter hat Priorität, daher können wir die Entscheidung der Politik natürlich grundsätzlich nachvollziehen. Dennoch bedauern wir es für all unsere Gäste, die sich seit Monaten auf die Konzerte und Shows gefreut haben. Für uns ist der wirtschaftliche Schaden natürlich immens, da enorm hohe Fixkosten für den Betrieb unserer hundertprozentig privatwirtschaftlich betriebenen Arena anfallen und wir bis auf Weiteres ohne Einnahmen dastehen. Zudem sind die dramatischen Auswirkungen auf unsere Zulieferer und externen Dienstleister nicht von der Hand zu weisen. Daher arbeiten wir weiterhin gemeinsam mit allen Veranstaltern und Künstlern daran, schnellstmöglich Nachholtermine zu koordinieren, was aufgrund von Terminkonflikten im weltweiten Tourneegeschäft nicht trivial ist. Wir informieren dann stets über unsere Kanäle welches Konzert erfolgreich neu terminiert werden konnte.“ Bei einem etwaigen Ausfall einer Veranstaltung, für die kein Ersatztermin gefunden werden kann, erfolgt die Abwicklung der Erstattung des Ticketgrundpreises über den Veranstalter. Dieser regelt die Rückabwicklung gemäß seinen individuellen Geschäftsbedingungen, auf die die AMG keinen Einfluss hat. Durch ihre zentrale Lage im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz ist die LANXESS arena einfach zu erreichen. Folgen Sie den Hinweisschildern „LANXESS arena“ und „Koelnmesse“. Sie finden die LANXESS arena in unmittelbarer Nähe des Deutzer Bahnhofs (Entfernung ca. 750 m, 10 Minuten Fußweg) Ausreichende Parkmöglichkeiten direkt an der LANXESS arena sind ausgeschildert. Nähere Informationen zu allen Parkhäusern finden Sie hier. Die erworbenen Eintrittskarten gelten als Fahrscheine im Streckennetz des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, wenn dies auf den Eintrittskarten per VRS-Logo vermerkt ist. Alle weiteren Informationen zur Anreise mit dem ÖPNV finden Sie hier. Einlassbeginn Grundsätzlich empfehlen wir allen Besuchern eine frühzeitige Anreise zur LANXESS arena, um die jeweilige volle Einlasszeit zu nutzen. Genaue Einlasszeiten können Sie unserem Eventkalender entnehmen oder direkt dem jeweiligen Event. Weitere Informationen rund um Ihrem Besuch in der LANXESS arena finden Sie in den FAQs. Personalisierte Tickets Im Fall von personalisierten Tickets halten Sie bitte zusätzlich zu Ihrem Ticket Ihren Personalausweis oder Reisepass bereit. Taschenverbot Das Verbot betrifft Taschen und Rucksäcke sowie Turn-/Stoffbeutel bis zu einer maximalen Größe von DIN A4 (21 cm x 29,7 cm). Taschenabgabe Für Taschen und Rucksäcke, die unter das Verbot fallen, gibt es bei einem Großteil der Events gegenüber des Eingang Nord eine kostenfreie Taschenabgabe. Wir führen stichprobenartig Körperkontrollen durch. Je nach Gefährdungseinstufung dehnen wir den Körpercheck auch individuell aus. Bitte beachten Sie vor dem Eintritt unbedingt die Liste der verbotenen Gegenstände. Ob vor einem Konzert, einer Show oder einem Spiel der Kölner Haie: Das Henkelmännchen gegenüber Clubeingang West der LANXESS arena ist der optimale Treffpunkt vor dem Event. Treffen Sie sich mit Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten und stoßen Sie auf das bevorstehende Erlebnis mit einem leckeren Getränk an.
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Landratsamt präsentiert sich auf der Chamlandschau: Bürgerservice und Beratung 28.08.2017 „Die Bürgerinnen und Bürger sind unsere Kunden“ sagt Landrat Franz Löffler. Deshalb präsentiert sich das Landratsamt Cham auch in diesem Jahr mit täglich wechselnden Schwerpunkten auf der Chamlandschau. Themen sind Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement, die Digitalisierung und der Breitbandausbau, Abfallwirtschaft und die Nutzung der Erneuerbaren Energien, unsere Heimat als attraktive Freizeitregion und Fragen rund um die Betreuung. Digitalisierung als Schwerpunkt Das Referat Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement am Landratsamt informiert am Freitag über das Studium am Technologie Campus Cham, über Selbstständigkeit und Gründung eines Unternehmens, über verschiedene Förderprogramme für Unternehmen und seine umfangreichen Serviceangebote. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Unternehmern und Gründern bei der Digitalisierung, damit diese national wie international konkurrenzfähig bleiben und neue Märkte erschließen können. Mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH errichtet der Landkreis Cham ein „Digitales Gründerzentrum“. Dazu stellt er digitalen Existenzgründern in den Gründerzentren Furth im Wald und Roding Büro- sowie Gewerbeflächen mit umfassender Infrastruktur zur Verfügung. Am Technologie Campus Cham wird das Modell einer digitalen Produktionsfabrik und ein additives Fertigungszentrum entstehen. In den nächsten drei Jahren wird im Landkreis Cham mit 4.010 Kilometer Länge das größte Glasfasernetz im ländlichen Raum gebaut. Finanziert wird das vom Landratsamt Cham betreute Projekt aus Bundes- und Landesmitteln sowie durch 37 Kommunen im Landkreis. Den Ausbau der Datenautobahn übernimmt die Firma M-net Telekommunikations GmbH, die auch mit einem eigenen Messestand auf der Chamlandschau vertreten ist. Am Samstag wird zudem das Informationsmobil des Breitbandbüros des Bundes vor Ort sein, um den Ausbau des Breitbandnetzes sowie digitale Anwendungen und Geschäftsfelder, die sich insbesondere für Unternehmen eröffnen, vorzustellen. Besuchen Sie das Infomobil während der Messeöffnungszeiten am Vorplatz des Landratsamtes. Samstag: Tag der Kreiswerke An den Wertstoffhöfen im Landkreis können die Bürgerinnen und Bürger über 25 verschiedene Wertstoffe, gebrauchte Verkaufsverpackungen und sonstige Abfallarten überwiegend ohne zusätzliche Kosten abgeben. Damit kann jeder und jede seinen persönlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten! Warum das Wertstoffhofsystem die Umwelt schont und Kosten spart, erläutern Mitarbeiter der Kreiswerke Cham am Samstag. Neue Herausforderungen bei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Gebäudesanierung haben oft zur Folge, dass neue Förderprogramme aufgelegt oder bestehende Regelungen geändert werden. Immer auf dem aktuellsten Stand sind die Mitarbeiter des Zukunftsbüros der Kreiswerke Cham. Sie helfen gerne, die passenden Fördermittel für die Investitionen der Bürgerinnen und Bürger in erneuerbare Energien oder zur Reduzierung von Energieverbräuchen zu finden. Die Mitarbeiter der Kreiswerke stehen an diesem Tag gerne für Fragen zu diesen, aber auch zu weiteren Themen der Abfallwirtschaft und der erneuerbaren Energien zur Verfügung. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich über die Aktivitäten der „Energielandkreis-Cham eG.“ informieren. Natur, Kultur, Freizeit und Erholung Am Sonntag können Sie den Landkreis Cham entdecken: Ausgezeichnet als Qualitätsnaturpark bietet er eine Fülle von Freizeit- und Erholungseinrichtungen, Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einrichtungen, nicht nur für die vielen Urlaubsgäste, sondern vor allem auch für seine Bürgerinnen und Bürger. Die unverfälschte Landschaft mit ihren ausgedehnten Tälern, tiefen Wäldern, rauschenden Wildbächen, bizarren Felsformationen, klaren Seen, romantischen Dörfern und Städten sowie Burgen, Schlössern und Klöstern ist für Radfahrer und Wanderer ein echtes Erlebnis. Das Arracher Moor, der Kleine Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln, die Hölle bei Falkenstein oder die Regentalaue mit ihrer faszinierenden Fauna und Flora sind Zeugen von intakter Natur. Im einzigartigen Bayerwald-Tierpark Lohberg warten über 400 heimische Tiere in 100 Arten, beheimatet im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet, auf Ihren Besuch. Zahlreiche Museen und Galerien geben unserem Lebens- und Wirtschaftsraum ein unverwechselbares kulturelles Profil. Sie werden sich wundern, was der Landkreis Cham alles zu bieten hat! Das Betreuungsrecht geht jeden an! Ob jung oder alt, gesund oder krank, jeder kann mit dem Betreuungsrecht in Kontakt kommen. Ein Unfall, Alter oder Krankheit können zur Hilfsbedürftigkeit im Sinne des Betreuungsrechts führen. Wer trifft die notwendigen Entscheidungen, wenn ich selber dazu nicht mehr in der Lage bin? Die richtigen Vorsorgeregelungen können eine gesetzliche Betreuung über das Amtsgericht entbehrlich machen und Kosten sparen. Über die Möglichkeiten der Vorsorge informiert am Montag die Betreuungsstelle am Stand des Landratsamtes auf der Chamlandschau. An allen Messtagen können die Besucher an einem Quiz rund um die Angebote des Landkreises Cham teilnehmen. Mit etwas Glück wird die Teilnahme mit einem schönen Preis belohnt! Kategorien: Gesundheit, Kultur, Natur & Umwelt, Politik, Tourismus, Verkehr, Wirtschaft, Facebook
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Schwimmen ist wegen der Wirkung des Wassers auf den menschlichen Organismus eine der gesündesten Sportarten Schwimmstadt Hamburg Was bringt die Bewerbung um die SchwimmWM der Schwimminfrastruktur in Hamburg? Schwimmen ist wegen der Wirkung des Wassers auf den menschlichen Organismus eine der gesündesten Sportarten. Nahezu sämtliche Muskelgruppen werden beansprucht, die Ausdauer gefördert, das Herz-KreislaufSystem trainiert und die Lungenfunktion deutlich verbessert. Zudem ist Schwimmen im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sehr Gelenk schonend. Schwimmen zu können hat darüber hinaus nicht nur einen gesundheitsfördernden Aspekt, sondern hat auch präventiven Charakter beim Kämpfen gegen das Ertrinken. Jahr für Jahr ertrinken weltweit fast eine Million Menschen aus sehr unterschiedlichen Gründen. Der Lebensrettung kommt deshalb eine besonders hohe Bedeutung zu. Statt aber die positiven Auswirkungen des Schwimmens zu fördern und auszunutzen sowie präventiv tätig zu werden, verliert das Schwimmen zunehmend an Bedeutung in der Gesellschaft. Nur zwei Drittel der Hamburger Jugendlichen kann schwimmen. Hier muss insbesondere auch im Interesse der Gesundheitsvorsorge eine Kehrtwende eingeleitet werden. Der Senat hat nun offiziell erklärt, dass Hamburg sich um die SchwimmWeltmeisterschaft 2013 und fortfolgende Jahre bewerben wird. Die Ambitionen einer Sportstadt und einer Schwimmstadt spiegeln sich jedoch nicht einzig und allein in den Bewerbungen und Ausrichtungen von Großveranstaltungen und einer stetig wachsenden Vermarktung von Sportereignissen wieder, sondern müssen nachhaltig und stimmig in ihrer Gesamtkonzeption sein. Der Schwimmsport und die damit verbundenen infrastrukturellen Maßnahmen, wie zum Beispiel Sanierung von Lehrschwimmbecken, Ausbau von wohnortnahen und bezahlbaren Schwimmgelegenheiten für alle Bürgerinnen und Bürger, scheinen bei dem Streben um die Bewerbungen von Großveranstaltungen systematisch vernachlässigt zu werden. Die Situation des Schwimmausbildung der Hamburger Schülerinnen und Schüler ist durch die Aufgabe des Senats, das Schwimmenlernen als staatliche Aufgabe an Schulen zu belassen, nur noch mittelbar nachvollziehbar und birgt die Gefahr in sich, dass immer mehr Hamburger Kinder nicht mehr in der Lage sein werden, schwimmen zu lernen. Sich um eine Schwimm-Weltmeisterschaft zu bewerben, kann vor diesem Hintergrund nur für alle Hamburgerinnen und Hamburger nachvollziehbar sein, wenn dieses in ein stimmiges Gesamtkonzept des Schwimmsports über ein einmaliges Event hinaus eingebettet ist. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat: In Hamburg wird regelmäßig in erheblichem Umfang in Bäder investiert. In den letzten fünf Jahren sind zum Beispiel die Bäder Kaifu- und Holthusenbad grundlegend modernisiert worden, die Wasserflächen deutlich erweitert und das Bille-Bad am alten Standort durch ein vollständig neues Bad ersetzt, wobei ebenfalls auch die Wasserfläche deutlich erweitert wurde. In vielen weiteren Bädern sind Angebote erweitert oder verbessert worden. Jüngstes Projekt ist das neu eröffnete Bad „Festland" in Altona als Ersatz für das Bismarckbad mit mehr als der dreifachen Wasserfläche. Ein besonderer Schwerpunkt ist bei nahezu allen Um- und Neubauprojekten auch die Schaffung von Kapazitäten für das sportliche Schwimmen. Die Alster-Schwimmhalle ist zum Beispiel von einem Freizeitbad wieder zu einem reinen Sportbad umgebaut worden. In Niendorf, Bergedorf und Altona entstanden separate Schwimmhallen für die sportlichen Schwimmer. Auch die Lehrschwimmbecken der Bäderland Hamburg GmbH (BLH) sind in einem hervorragenden Zustand. Die dafür erforderlichen Mittel wurden und werden ausnahmslos von der BLH erwirtschaftet. Seit Bestehen des Unternehmens ist nicht ein einziges Bad ersatzlos geschlossen worden, sodass Hamburg über eine Infrastruktur für den Schwimmsport verfügt, die bundesweit Beispiel gebend ist. Das Investitionsprogramm seit dem Jahr 1995 beträgt fast 200 Millionen Euro und ist zu beinahe zwei Dritteln umgesetzt worden. Hinzu kommen etwa 4 Millionen Euro jährlich für Unterhaltsmaßnahmen. Durch die Übernahme des Hamburger Schulschwimmens durch BLH zum Schuljahr 2006/2007 ist die Situation der Schwimmausbildung der Hamburger Schülerinnen und Schüler verbessert worden. Es ist in Deutschland kein weiteres Beispiel bekannt, in dem alle Schulkinder nach einem einheitlichen, modernen Konzept, nach gleichen Maßstäben Schwimmen lernen und vergleichbare Daten bezüglich der Teilnahme und Kompetenzzuwächse der Schulkinder dokumentiert werden. Die Schwimmfähigkeit der Hamburger Schulkinder liegt bereits jetzt über dem Niveau, das vor der Neuorganisation des Schulschwimmens erreicht wurde. Dies vorausgeschickt beantwortet der Senat die Fragen teilweise auf der Grundlage von Auskünften des Hamburger Schwimm Verband e.V. (HSV), der Bäderland Hamburg GmbH (BLH), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Hamburg e.V. (DLRG) und des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg e.V. (BRS) wie folgt: I. Zustand und Pflege sowie Nutzung der Hamburger Schwimmbäder 1. Wie viele Schwimmbäder, unterteilt nach Frei- und Hallenbädern, darunter Freizeit-, Lehrschwimm- und Thermalbäder, gibt es in Hamburg und welche Wassertiefe haben diese Bäder? (Bitte nach Bezirken aufgliedern.) 2. Welche dieser Bäder sind in kommunaler oder privater Trägerschaft? (Bei privater Trägerschaft bitte Angabe bei wem.) Die in der Anlage 1 aufgeführten Bäder gehören der BLH und werden bis auf die Freibäder Volksdorf, Farmsen und Neugraben von BLH betrieben und befinden sich somit in kommunaler Trägerschaft. Betreiber der drei vorgenannten Freibäder sind: Hamburger Bund für Freikörperkultur und Familiensport e.V. (Volksdorf), Strandbad Farmsen e.V. (Farmsen) und Passage GmbH (Neugraben). Darüber hinaus gibt es in Hamburg zwei Frei- und drei Hallenbäder in nicht kommunaler Trägerschaft. Freibäder: Freibad Olloweg (Eimsbüttel) in Trägerschaft des SV Poseidon (Wassertiefe 1,90 m) Freibad Neuwiedenthaler Straße (Harburg) in Trägerschaft der Gesellschaft für Arbeit, Technik und Entwicklung (Wassertiefe bis 3 m) Hallenbäder: Reemtsma-Bad/Bertrand-Russell-Straße in Trägerschaft des Vereins Aktive Freizeit (Wassertiefe 0,80 m bis 3,50 m) Hallenbad Clausewitz-Kaserne, Manteuffel-Straße 20 (Altona) in Trägerschaft der Bundeswehr (Wassertiefe 1,25 m bis 4,05 m) Hallenbad Douaumont-Kaserne, Holstenhofweg 85 in Trägerschaft der Bundeswehr (Wassertiefe 1,25 m bis 4,05 m) 3. Ist der Verkauf von Bädern in kommunaler Trägerschaft geplant? Wenn ja, welche Bäder und in welche private Trägerschaft? Nein. 4. Wie beurteilt der Senat den Zustand und die Erhaltungswürdigkeit der einzelnen Schwimmbäder in Hamburg? (Bitte aufschlüsseln nach Standorten und dem jeweiligen Sanierungsbedarf.) Siehe Vorbemerkung. Nach heutigem Kenntnisstand bewertet der Senat dies für alle Standorte positiv. 5. Besteht nach Einschätzung des Senats ein Bedarf an neuen Schwimmbädern für Hamburg? Wenn ja, in welchen Stadtteilen? Wenn nein, welche objektiven Kriterien liegen dieser Einschätzung zugrunde? Nein. Die bestehenden Kapazitäten sind ausreichend. 6. Welche Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen wurden in den letzten fünf Jahren an welchen Standorten der Bäderland Hamburg GmbH durchgeführt und welche Kosten verursachten diese jeweils? Bei den Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie Investitionsmaßnahmen je Bad handelt es sich um eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Die Daten werden nicht gesondert statistisch erfasst. Eine Einzelfallauszählung ist in der für die Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht möglich. Die standortbezogenen Kosten für Maßnahmen in den letzten fünf Jahren sind in der Anlage 2 dargestellt. 7. Welche derartigen Maßnahmen zu jeweils welchen Kosten laufen derzeit oder sind geplant? Siehe Anlage 3. Die Planungen für weitere Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Im Übrigen gibt der Senat zu Sachverhalten, die Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse privater Unternehmen betreffen, keine Auskunft. 8. Wie haben sich die Betriebskosten in den durch die Bäderland GmbH betriebenen Schwimmbädern in den letzten fünf Jahren entwickelt? (Bitte aufschlüsseln nach den einzelnen Standorten.) Zu Sachverhalten, die Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse privater Unternehmen betreffen, gibt der Senat keine Auskunft.
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Sports
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Die gesellschaftlichen Verhältnisse im realen Sozialismus waren – trotz aller Probleme – sozialistisch. Ich habe vor mir die Wochenendbeilage zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 31. 12. 97. Dort gibt es ein Interview Krisztina Koenens mit Janos Kornai, einem aus Ungarn stammenden Harvard-Professor, dessen Hauptbeschäftigung der Kritik des sozialistischen Systems galt und gilt. Nach seiner Einschätzung hatte „absolute Priorität…der Abbau der politischen Institutionen“, war ein „fundamentales Kriterium…die….Zerstörung des antikapitalistischen ideologischen Monopols und seine Ablösung durch eine prokapitalistische Ideologie“. „Die Frage nach den Eigentumsverhältnissen ist das zweite grundsätzliche Kriterium des Wechsels…Was also die Eigentumsverhältnisse betrifft, ist das Ziel fast erreicht. Die dritte fundamentale Frage ist, durch welchen Mechanismus die gesellschaftlichen Tätigkeiten koordiniert werden.“ Er kommt auf die Frage des Markts zu sprechen, der zwar nicht der einzige Mechanismus, aber gegenüber anderen übergewichtig sei. Lobend sagt er, es sei innerhalb einer sehr kurzen Zeit gelungen, die Gesellschaft in eine solche umzuwandeln, „die auf dem Privateigentum basiert.“ Dies eben sei entscheidend, „dass sich die politischen Institutionen, die Eigentumsverhältnisse und die Mechanismen der Koordination geändert haben.“ Unsere Gegner sagen also genau, dass sie daran gingen, Sozialismus zu zerstören und worin dessen wesentlichen Merkmale bestanden bzw. bestehen. Wie steht es um die Erörterung von „Sozialismus-Modellen“? In einem Interview, das ich 1981 mit Herbert Mies und Willi Gerns, dem Parteivorsitzenden der DKP und mit dem für die ideologische Arbeit zuständigen Mitglied des Parteipräsidiums dieser Partei über das Parteiprogramm von 1978, führte, und das unter dem Titel „Weg und Ziel der DKP“ als Buch erschien, wurde gefragt, warum sie sich nicht an der Diskussion über „Sozialismus-Modelle“ beteiligten. Hier ein Auszug aus der Antwort: „Von Spekulationen über Sozialismus-Modelle hält die DKP nichts“.(S. 94) Sie äußerten sich dann lediglich zu den aus der Theorie sich herleitenden allgemeinen Gesetzmäßigkeiten einer sozialistischen Gesellschaftsordnung und verwiesen auf die Abhängigkeit jedes sich herausbildenden Sozialismus vom Entwicklungsstand der Produktivkräfte, von der Geschichte und den nationalen Eigenarten, von den konkreten Bedingungen, unter denen die sozialistische Umwälzung sich vollzieht. Man befinde sich in völliger Übereinstimmung mit Marx und Engels, die es stets ablehnten, die „Rezepte für die Garküchen der Zukunft“ (so Marx in den „Grundrissen der Kritik der Politischen Ökonomie“) zu schreiben und dies damit begründeten, dass man gar nicht voraussehen könne, unter welchen Bedingungen der Kampf um den Sozialismus stattfände. Wir können also – um bei diesem von Marx geprägten Bild zu bleiben – nicht wissen, mit welchem Feuer, welchem Geschirr, welchen Zutaten die Gerichte der Zukunft gekocht werden können! Daran hat sich nichts geändert. Natürlich können wir sagen, was wir möchten, was wir wollten usw. Nur: Die reale Geschichte zeigt, dass die Dinge sich nie so verhalten haben, wie die jeweiligen Akteure wollten oder wünschten. Wir haben es für eine lange Zeit mit ganz anderem zu tun als damit, unmittelbar für den Sozialismus zu wirken. Es geht darum, das an demokratischen und sozialen Rechten mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, das in schweren Auseinandersetzungen errungen worden ist. Es geht sodann darum, aus diesen Verteidigungskämpfen heraus jene Kraft zu entwickeln, die fähig sein könnte, die bestehenden Rechte zu erweitern, und auch das mit dem Ziel, im Falle von Erfolgen, gemäß Tucholskys Wort zu verfahren: Nun gut, das ist der Flicken, doch wo bleibt der Rock? Das ist der Groschen, doch wo bleibt die Mark? Solche demokratischen Kämpfe können an Positionen heranführen, wo es um grundlegende Änderungen geht und dass sie schließlich sogar heranführen können an die Hebel der Macht. Doch diese müssen in Bewegung gesetzt werden. Und dazu bedarf es nicht nur sehr großer Kraft, sondern dem wird der Gegner auch all seine Kraft entgegensetzen. Was dies konkret bedeutet, kann niemand von uns heute sagen, und darum kann auch niemand von uns mit wissenschaftlichem Anspruch heute sagen. In unserem Land haben bereits Zwölfjährige in großer Zahl Angst, später keinen Arbeitsplatz zu bekommen. Unsere Gesellschaftsordnung bietet der neuen Generation keine Zukunft. Diese kapitalistische Ordnung herrscht derzeit über den weitaus größten Teil der Welt. In dieser Welt des Kapitals sterben an Hunger und leicht vermeidbaren Seuchen etwa 50 Millionen Menschen pro Jahr. Also in einem Jahr etwa eben so viele wie während der fünf Jahre des zweiten Weltkrieges. Unter diesen 50 Millionen sind 15 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Bei uns bietet der Kapitalismus der Jugend keine Zukunft, draußen nimmt er ihnen gleich das Leben. Und zu allem Überfluss vergiftet er auch noch mit seiner Industrie und Chemie immer mehr die Lebensgrundlagen nicht nur der Menschen, schaffet er immer neue Massenvernichtungswaffen. Das ist das wahre Gesicht des Kapitalismus, der „freien Marktwirtschaft“, des einstweiligen Siegers über den Sozialismus, der, wenn er sich weiterhin entfalten kann, die Menschheit in einer ökologischen Katastrophe oder in Kriegen, wie sie die Welt bisher noch nicht gekannt hat, dem Untergange preisgeben wird. Die Schlussfolgerung, dass dieses System zu überwinden sei, liegt zwar auf der Hand, doch wäre sie sinnlos, gäbe es keine Hinweise darauf, dass dies auch möglich ist. Diese Hinweise deuten zugleich an, von welcher Art die auf den Kapitalismus folgende Ordnung sein wird. Bei diesen „Hinweisen“ handelt es sich um Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus selbst. Ich will wenigstes drei solcher nennen. Da ist, worauf Marx und Engels vor hundertfünfzig Jahren bereits im „Kommunistischen Manifest“ aufmerksam machten, dass das Kapital sein eigenes Existenzprinzip, Privateigentum an Produktionsmitteln zu besitzen, für die überwiegende Mehrheit des Volkes zerstört hat, Dieser Vorgang der Enteignung der Eigentümer fand in einem äußerst qualvollen Prozess statt. Es kommt eigentlich „nur“ noch darauf an, das „Urteil“, das der Kapitalismus über die Volksmasse verhängt hat, nun auch noch an den Kapitalisten zu vollziehen, deren Eigentum in das des Volkes zu überführen. Damit würde auch einem zweiten solchen Gesetz entsprochen, dessen Verletzung immer wieder zu schweren Krisenprozessen führt. Es geht darum, dass der Arbeitsprozess immer mehr von gemeinschaftlicher, gesellschaftlicher Art ist – kaum jemand kann noch sagen, dieses oder jenes Produkt allein hergestellt zu haben – aber die Aneignung findet, wegen des kapitalistischen Eigentums an den Brot- und Lebensquellen, eben nicht gemeinschaftlich, nicht gesellschaftlich statt. Dieser Widerspruch, mit seinen Krisenfolgen, würde durch die Lösung der Eigentumsfrage beseitigt. Und die dritte innerkapitalistische Gesetzmäßigkeit? Jeder Unternehmer ist darauf bedacht, dass in seinem Betrieb so rationell und planmäßig wie nur möglich gearbeitet, weder Zeit noch Material vergeudet wird. Leuchtet es nicht ein, dass in der Gesellschaft der Zukunft, wenn die Betriebe Gemeinschaftseigentum sind, ebenfalls planmäßig, rationell gearbeitet werden, Arbeitskraft und Material nicht vergeudet werden dürfen? Freilich kann das nicht bedeuten, dass alles und jedes einem Plan unterworfen werden könnte, das müsste eine wahnsinnige Bürokratie und Gängelung verursachen, statt schöpferische Energien freizusetzen. Es ist also nicht nur notwendig, den Kapitalismus zu überwinden, es gibt auch objektive Prozesse, die das ermöglichen. Freilich ist damit die Frage noch nicht beantwortet, ob es auch die dazu erforderlichen Kräfte gibt. Die DKP hat sich in die Diskussion solcher Fragen mit einem eigenen Vorschlag zum Thema „Sozialismus“ eingeschaltet. Ich hielt, aus oben dargelegten Gründen, zunächst die Erarbeitung einer solchen Konzeption nicht für notwendig. Dennoch habe ich mich davon überzeugen lassen, dass wir wenigstens aus Gründen auch heute die Sozialismus-Diskussion führen müssen: 1. Weil in den sog. Tagesfragen immer auch die Grundsatzprobleme enthalten sind – wer nicht darüber diskutieren will, wie wir den Kapitalismus überwinden können, kommt mit der Problematik der Arbeitslosigkeit nicht klar. 2. Weil wir noch lange im Reformkampf stecken werden und folglich im Reformismus ersticken, wenn wir nicht unser sozialistisches Ziel festschreiben und dazu sagen, dass dies nicht durch eine Summe von Reformen erreichbar sein wird. Verlören wir das sozialistische Ziel aus dem Auge, würden wir uns schnell in eine reformistische Partei verwandeln. Reformistische Kräfte gibt es in unserem Lande genug, für eine weitere solche Kraft besteht keine Notwendigkeit. Preisgabe des sozialistischen Zieles würde auf Beseitigung der kommunistischen Partei hinauslaufen. 3. Weil es nötig ist, dem Gegner, der jeglichen Dreck gegen die Idee und die Realität des Sozialismus verbreitet, entgegenzutreten. Wir haben es mit einer riesigen Gehirnwäsche zu tun. Wenn Politiker und Medien wirkliche oder erfundene Probleme der zerstörten DDR hochspielen, so geschieht dies in, weil es ihnen um einen von solchen Problemen gereinigten, eben besseren Sozialismus ginge. Es geht einzig und allein darum, in der Bevölkerung den Gedanken an eine mögliche Alternative zum Kapitalismus nicht entstehen zu lassen. 4. Weil es inzwischen siebzig Jahre positive und negative Erfahrungen mit einem Sozialismus-Modell gibt und wir diese Erfahrungen aufarbeiten müssen. Nach dem Erleben der Vergangenheit, angesichts aber auch der vielfältigen Bemühungen, den Sozialismus zu verteufeln, ist es nötig, sich zur Bilanz des in Europa zunächst untergegangenen Sozialismus zu äußern, zu seinen Leistungen aber auch zu den Gründen seines Scheiterns. Dabei kann ich natürlich nur jeweils einige der betreffenden Faktoren einführen. 5. Weil es, gerade angesichts unserer schweren Niederlage, nicht möglich sein wird, der Idee des Sozialismus neue Anziehungskraft zu verleihen, wenn wir nicht über sie in ernsthaftester Weise diskutieren. Es kommt noch etwas hinzu, was durchaus bedeutsam ist: Wir sagen etwa, wie sich Demokratie im Sozialismus darstellen soll. Daraus sind Folgerungen für unser Parteiverständnis heute abzuleiten. Wie soll uns jemand glauben, wir meinten es mit unseren Demokratie-Vorstellungen im Sozialismus ernst, wenn wir es in unserer Partei ganz anders trieben? Das Papier bindet uns also nicht erst in der Zukunft an gewisse Normen, sondern auch schon heute. Ich sehe davon ab, die unerhörten Leistungen der jungen Sowjetunion, ihre gewaltige Aufbauarbeit etwa, zu bilanzieren und verweise nur auf weniges Grundsätzliche: Siebzig Jahre Sozialismus haben bewiesen, dass eine Gesellschaft ohne Kapitalisten und Profitscheffelei, ohne Kolonien, ohne Ausbeutung fremder Völker, ohne Arbeitslosigkeit möglich ist. Sie haben – vor allem angesichts der äußerst ungünstigen Ausgangsbedingungen etwa in der Sowjetunion – gewaltige Leistungen auf dem Gebiet der Bildungspolitik erbracht. Und trotz aller ungelösten Aufgaben: Nirgends wurden so große Fortschritte für die Besserstellung der Frauen und Mädchen erreicht wie etwa in der DDR. Der Sozialismus hat sich als eine sehr stabile Basis für den weltweiten antiimperialistischen Kampf, für die internationale Solidarität erwiesen und allein durch sein Dasein Jahrzehnte relativer Freiheit von Kriegen erwirkt. Und in unserem Land saß, wie es in Gewerkschaftskreisen richtig hieß, in Tarifauseinandersetzungen die DDR immer als dritter Verhandlungspartner mit am Tisch. Erst seit dem Wegfall des realen Sozialismus kann sich das Kapital jene Frechheiten erlauben, denen wir jetzt ausgesetzt sind. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass die Zerstörung des realen Sozialismus eine Niederlage für die gesamte wirkliche Linke, nicht nur für die Kommunisten war bzw. ist. Was wird nach unserer Überzeugung unverzichtbar zum Sozialismus gehören? Da ist zunächst die Frage der politischen Macht. Die bestehende politische Macht hat die Aufgabe, dem Kapital zu nützen. Das geschieht ideologisch – etwa durch Verteufelung des Sozialismus, durch die Predigt, der Mensch sei nicht gut genug für den Sozialismus, mit der bürgerlichen Ordnung sei die Geschichte an ihr Ende gekommen usw. usf. Das geschieht juristisch – Erklärung, die politische Macht der Arbeiterklasse verstoße gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, durch vielfältige Gesetze zum Schutz des kapitalistischen Eigentums usw. usf. Es geschieht durch politisches Wirken: Aufbau von spezifischen polizeilichen Organen zur Unterdrückung möglicher sozialistischer Bewegungen (bestimmte Festlegungen über den Einsatz des Bundesgrenzschutzes als Beispiel), durch Verbote, z. B. durch das KPD-Verbot, das Bestimmungen enthält, nach denen sogar Streiks und Demonstrationen für hochverräterisch hingestellt werden und die notfalls herangezogen werden, um sozialistische Bestrebungen unterdrücken zu können usw. usf. Es leuchtet doch ein, dass zur Schaffung einer sozialistischen Gesellschaft eine andere politische Macht errichtet werden muss, eine Macht, die nicht mehr die Aufgabe hat, den Kapitalismus, sondern den entstehenden Sozialismus zu schützen, und zwar ebenfalls ideologisch, juristisch und politisch. Ich spreche hier verkürzt von der Arbeitermacht, um das Wesentliche zu betonen. In der Wirklichkeit wird es ein breites Bündnis sein, das diese Macht errichtet und verteidigt, anders wird es gar nicht möglich sein, dem Sozialismus bei uns zum Durchbruch zu verhelfen. Die politische Macht ist kein Selbstzweck sondern nötig für die Lösung der Eigentumsfrage. Damit bin ich beim zweiten wesentlichen Merkmal des Sozialismus: Diese Gesellschaftsordnung beruht auf dem Vorrang des gesellschaftlichen Eigentums an den nur gesellschaftlich in Bewegung zu setzenden Produktionsmitteln. Das bedeutet kein Eigentumseinerlei, es handelt sich durchaus nicht nur um staatliches, zentrales Eigentum. Diese Eigentumsform ist allerdings unabweisbar bei solchen Produktionsmitteln, deren Einsatz für die gesamte Gesellschaft notwendig und lebenswichtig ist oder die nur mit dem Einsatz gesamtstaatlicher Akkumulationsmittel möglich ist. Daneben kann es unterschiedliche Formen kollektiven Eigentums, wie z. b. Genossenschaften, geben. Zum Zeitpunkt des Ringens um den Sozialismus werden die objektiven, die sachlichen Produktivkräfte im Gefolge der wissenschaftlich-technischen Revolution eine verglichen mit heute zumindest erheblich andere Qualität erreicht haben. Unter diesen Bedingungen wird der Einsatz zumindest einer Reihe solcher Produktivkräfte unbedingt die gesamtgesellschaftliche Kontrolle erfordern. Andernfalls sind Gefahren gesamtgesellschaftlich äußersten Ausmaßes nicht vermeidbar. Es sind also gesamtgesellschaftliche Strategien ökonomischer, ökologischer und sozialer, wahrscheinlich auch politischer Art, Analysen, Planungen und Aktivitäten gesamtgesellschaftlichen Charakters nötig. Das bedeutet nicht, dass alles und jedes Problem der Regelung durch gesamtgesellschaftliche Strategie unterworfen werden muss oder auch nur kann. Um eine Ahnung von der Größe des Problems zu vermitteln: 1957 gab es in der Sowjetunion 200 000 Großbetriebe, 100 000 Baustellen, 85 000 Kolchosen, 5 000 Sowchosen, mussten für die Industriebetriebe acht Millionen Kennziffern und etwa 25 Milliarden Materialwege beachtet werden! Dutzende von Millionen Einzelprobleme ökonomischer oder wirtschaftspolitischer Art können nicht auf zentralistische Weise gelöst werden. Das alles von einem einzigen Zentrum aus zu planen und zu leiten, schafft riesige Reibungsverluste, ist Brutstelle der Bürokratie. Zumindest hat die schließlich in der Bürokratie erstickende, immer mehr in Stagnation geratende dirigistische Leitungsmethode in der Sowjetunion eindeutig bewiesen, dass andere Formen der Planung und Leitung nötig sind. Denn nicht bewiesen hat es die Unmöglichkeit der geplanten Wirtschaft. Die Produktivkräfte der Mikroelektronik machen schon heute dezentrale Lösungen im Rahmen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen möglich. Ein solches gesamtgesellschaftlich kontrolliertes Wirken von Produktivkräften setzt aber voraus, dass diese auch gesamtgesellschaftliches Eigentum sind. Es wird auf dieser Entwicklungsstufe – soweit wir das heute beurteilen können – landwirtschaftliche oder handwerkliche Produktionsgenossenschaften geben. Ihr kollektives Eigentum wäre nicht gesamtgesellschaftlicher Art. Das wird zu Problemen und Widersprüchen führen. Wenn sich solche Produktivkräfte im Eigentum des jeweiligen Produzentenkollektivs befänden und folglich das im Betrieb erarbeitete Mehrprodukt ganz oder teilweise von ihnen angeeignet würde, könnte es zu Sonderinteressen, zu Formen des Konkurrenzkampfes zwischen diesem Produzentenkollektiv und anderen etwa der gleichen Produktionspalette kommen. Unter diesen Bedingungen treten Widersprüche hinsichtlich z. B. der Solidarität der Klasse, also die Betriebskollektive übergreifend, auf. Es gibt hier also auch Probleme, die des weiteren Nachdenkens bedürfen. Zur Lösung solcher Probleme sind gesamtgesellschaftliche Organe nötig. Ob man diese als staatliche Organe bezeichnet oder anders, ist völlig gleichgültig. Aber es muss gesichert sein, dass ein solches gesamtgesellschaftliches Organ zentrale und demokratische Aspekte in sich vereinigt. Es geht darum, das Organisationsprinzip des demokratischen Zentralismus nicht nur in der Partei, nicht nur allgemein im gesellschaftlichen Leben des Sozialismus, sondern vor allem auch in der Wirtschaftspolitik anzuwenden. Aber es müsste zugleich geklärt sein, dass selbst dann die Entwicklung auf Dauer ins Abseits führen wird, wenn nicht die „staatlichen“ Aktivitäten an den objektiven ökonomischen Gesetzen, und dazu gehört das Wertgesetz, orientiert werden. Zu den Fragen, wie Entartungserscheinungen vermieden werden können, sollten wir uns an jene Hinweise erinnern, die Marx in seiner Analyse der Pariser Kommune gab und die Lenin besonders betont. Mag sein, dass dabei hoch qualifizierte Kräfte nicht in Funktionen gelangen, da sie mit einer solchen materiellen Bedingung nicht einverstanden sind. Dafür aber bliebe der „Apparat“ des Staates und der Partei leichter „sauber“ zu halten (leichter, denn selbst unter solchen Bedingungen ist die Herausbildung von Strebertum nicht völlig auszuschließen!). Doch wer unter solchen Bedingungen ein „Amt“ annimmt, tut es eher aus Treue zur Sache, aus Idealismus als wenn Pfründen und Ähnliches wirken können. Allerdings ergibt sich hier ein Problem: Die junge Sowjetmacht konnte gar nicht anders handeln, als dass sie den nicht geflohenen bürgerlichen Spezialisten – von der staatlichen Verwaltungstätigkeit über die wenigen im Management erfahrenen Spezialisten bis hin zu Offizieren der zaristischen Armee, die bereit waren, dem neuen Regime zu dienen, wirtschaftliche, finanzielle Privilegien gewährte. Wenn man aber erst einmal solche Präzedenzfälle schafft, schaffen muss, so bleibt es nicht aus, dass sie sich auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen herausbilden. Es sind offensichtlich Formen gesellschaftlicher Kontrolle, von der Basis bis zur Spitze nötig, um Sicherungen gegen die Herausbildung von Vettern- und Privilegienwirtschaft zu schaffen. Es liegen auf diesem Gebiet noch keine wirklichen Erfahrungen vor. Des Weiteren geht es um die unbedingte Einhaltung der demokratischen Normen ein, z. B. Sicherung der Perioden für Rechenschaftslegung und Wahlen. In der KPdSU wurden solche Normen z. B. vom Sommer 1939 bis Herbst 1952 nicht beachtet! Das schließt ein die regelmäßige und nicht nur formale Rechenschaftslegung und Kontrolle, die Abwählbarkeit von Funktionären, die sich etwas zu schulden kommen ließen, sich nicht solidarisch, sich selbstherrlich verhalten. Unbedingt erforderlich sind die Einhaltung der Kollektivität in der Erarbeitung der Politik, der Beschlussfassung und Führung und – natürlich – die Beschlusstreue. Ohne ehrliche – nicht spießerhaft-kleinbürgerlich verbogene – Kritik und Selbstkritik. ist an einen richtigen Umgang mit Fehlern nicht zu denken. Ein drittes unverzichtbares Merkmal des Sozialismus wird die Planung strategischer Bereiche des wirtschaftlichen und sozialen Bereichs sein. Die modernen elektronischen Produktionsinstrumente ermöglichen jene Flexibilität, die dem realen Sozialismus so sehr fehlte. Besonderes Augenmerk legte das Diskussions-Dokument der DKP zum künftigen Sozialismus auf das Problem der sozialistischen Demokratie. Wir konnten hier in hohem Maße an frühere Materialien anknüpfen. Etwa an den Entwurf des Parteiprogramms der illegalen KPD vom Jahre 1967 oder an das Parteiprogramm des Mannheimer Parteitags von 1978 und das Büchlein von Willi Gerns und mir „Für eine sozialistische Bundesrepublik“, das bereits vorher erschienen war. Wir entwickelten Vorschläge hinsichtlich der verfassungsmäßigen und parlamentarischen Ordnung einer sozialistischen Bundesrepublik. Ich nenne nur stichwortartig: Wahrscheinlichkeit eines Mehrparteiensystems und einer auf dem Boden einer sozialistischen Verfassung wirkenden parlamentarischen Opposition. Trennung der gesellschaftlichen Gewalten. Sicherung der sozialen und individuellen Grundrechte (Einführung entsprechender Rechtspflegeorgane). Regelmäßige Rechenschaftslegung von Mandatsträgern einschließlich der Möglichkeit ihrer Abberufung, wenn solche Mandatsträger ihre gesellschaftlichen, gesetzmäßig festgelegten Aufgaben nicht erfüllen. Wir räumen den Gewerkschaften einen großen Stellenwert ein und haben überhaupt auf eine deutliche Kennzeichnung und Abgrenzung der Funktionen der Parteien, der anderen gesellschaftlichen Organisationen und der staatlichen Organe Wert gelegt. Zu unseren Sozialismus-Vorstellungen gab es kritische Einwände. Was wurde eingewandt? Dies orientiere sich an der bürgerlichen Demokratie, wie sich in der Frage der Gewaltentrennung und der parlamentarischen Opposition in einer sozialistischen Ordnung zeige, missachte die Erfahrungen des Ringens um eine sozialistische Gesellschaftsordnung, also die reale Geschichte, unterschätze den Gegner und die von ihm ausgehenden Gefahren für den Sozialismus. Statt eines Zukunftsentwurfs solle man sich damit begnügen, die wirklichen Wesensmerkmale des Sozialismus zu benennen, was wir allerdings auch getan haben! So hieß es in dem Entwurf des Parteiprogramms, das die verbotene KPD 1967 erarbeitete (und den sie zuvor mit Bruderparteien abstimmte!): „In einer sozialistischen Ordnung der Bundesrepublik wird das Parlament zu einem wirklichen Organ des Volkswillens werden, das auf dem Mehrparteiensystem beruht. Die auf ein breites antimonopolistisches Bündnis und auf eine sozialistische Parlamentsmehrheit gestützte Staatsmacht und sozialistische Ordnung werden ihre Errungenschaften entschieden gegen konterrevolutionäre Anschläge der großkapitalistischen Reaktion zu schützen haben. Eine parlamentarische Minderheit, die die Verfassung und die vom Parlament beschlossenen Gesetze einhält, wird ihre Rechte wahrnehmen können.“ Dem Wesen nach gleichlautende Formulierungen finden sich in dem bereits benannten Buch von Willi Gerns und mir „Für eine sozialistische Bundesrepublik“ aus dem Jahre 1977. Es ist anzunehmen, dass unsere Kritiker diese Materialien nicht kennen, sonst müssten sie nicht erst der DKP dieser Tage, sondern der kommunistischen Bewegung in Deutschland seit Jahrzehnten den Vorwurf des Revisionismus machen. Wesentlicher aber ist, dass sich unsere Kritiker nicht die Mühe machen, sich mit unseren Argumenten zu befassen. Man tut diese einfach mit der Floskel ab, sie seien bürgerlich. Nun, es gibt viele Totschlagargumente. Eines kennt man in unseren Reihen besonders gut, das des sog. Stalinismus. Ist etwas erst mal als stalinistisch benannt, braucht man es nicht mehr zu prüfen. So ist es aber auch mit dem Totschlagargument bürgerlich. Ich erinnere mich noch an die wildgewordene Kleinbürgerjugend a la Joschka Fischer, Cohn-Bendit usw. – die heute alle unter die Rockschöße der Bourgeoisie gekrochen sind – was haben die doch alles als bürgerlich abtun wollen. Alle universitäre Wissenschaft war ihnen einfach bürgerlich, nicht nur ideologische Formen des Wissens, auch die Mathematik, die Logik usw. Die Frankfurter Universität sollte nicht mehr den Namen Goethes tragen, sondern Rosa Luxemburg-Universität heißen – na, die hätte den Bilderstürmern vielleicht die Lefiten gelesen! Also machen wir es uns mit dem, was wirklich oder auch nur vermeintlich bürgerlich ist nicht zu einfach. Die Klassiker des Marxismus sollten es uns schon anders lehren: Die Wahrheit ist immer konkret! Also erstens wäre zu prüfen und daran zu erinnern, und zwar nicht nur die Demokratie-Pfaffen der PDS-Führung, dass es die bürgerliche Demokratie nicht gab oder gibt. Jene bürgerlichen Aufklärer – ich denke jetzt an Kant – die bestimmte Grundtheoreme einer bürgerlichen Verfassung erörterten, waren, sind nicht auf eine Stufe zu stellen mit den After-Theoretikern des Spätbürgertums. Lenins letztes Wort in Sachen Staat, gehalten auf der Swerdlowsk-Universität (das war die Parteischule der KPdSU) brachte den Genossen, die zuvor alles getan hatten, um den bürgerlichen Staat zu zerschlagen, doch auch in Erinnerung, in welcher Hinsicht die bürgerliche Demokratie historisch gesehen ein Fortschritt war. Oder muss man nicht auch an Lenins Wort denken von der Entwicklung der Demokratie bis ans Ende – wohlgemerkt, da sprach er zu deutschen, holländischen und englischen Ultralinken, ging es nicht – noch nicht – um das Problem der sozialistischen Demokratie. Oder an Engels, wir brauchten die (bürgerliche!) Demokratie wie die Luft zum Atmen. Also wie ist unser Verhältnis zur bürgerlichen Demokratie? Wie unter den Bedingungen des Kapitalismus und da dann auch wieder, wie unter den Bedingungen, da eine bürgerliche Republik mit dem Hakenkreuz am Stahlhelm entsteht und wie unter Bedingungen, da diese Republik sich im Todeskampf gegen den Faschismus befindet? Wir haben doch daraus Lehren gezogen – wobei „unsere“ jetzige Republik sich nicht in einem solchen Todeskampf befindet, es dennoch eine Menge zu verteidigen gibt. Also lasst uns nicht im nebulösen Gerede über bürgerliche Demokratie das Geschäft der gründlichen Analyse und des Nachdenkens vergessen. Ganz anders steht es dann um die sozialistische Demokratie. Da haben wir die Grundlehren der Dialektik missachtet, wegen des Verrats bürgerlicher Kräfte an ihren eigenen „geheiligten“ Werten, wegen ihrer Heuchelei in Sachen Demokratie nur dies gesehen, statt sich der Aufgabe der dialektischen Negation zu stellen, haben wir versucht, ohne die Aufgabe des Aufhebens zu meistern, lediglich unter Bruch mit der Geschichte etwas aufzubauen, das nichts Aufzuhebendes enthalten sollte. Daraus sind für künftige Wege zum Sozialismus Lehren zu ziehen. Ich erinnere noch einmal darauf, dass unsere Vorstellungen davon ausgehen, es werde keinen Weg zum Sozialismus ohne breitesten Massenkampf geben. Das bedeutet, dass es nicht nur Kommunisten, nicht nur Marxisten sein werden, die zum Kampf für den Sozialismus antreten. Folglich wird es die unterschiedlichsten Motive für den Sozialismus geben, marxistisch-sozialistische, christliche, ökologische, allgemein humanistische usw. Wenn der Sozialismus durch ein solches breites Bündnis erkämpft werden wird, hat das einige Konsequenzen. Erstens wird der ideologisch-politische Überbau erheblich anders aussehen als jener, den es in der bisherigen Geschichte des Sozialismus gab. Die Kräfte, die gemeinsam den Sozialismus erstritten, werden in diesem Überbau politisch und ideologisch vertreten sein und selbstverständlich für ihre Motivationen eintreten wollen und dies auch können. Dabei können Differenzen auftreten, solche auf dem Boden des gemeinsam erkämpften Sozialismus!, seines Aufbaus, seiner Ausgestaltung. Das kann dazu führen, dass bestimmte Kräfte zeitweilig oder auch länger aus der Regierungsverantwortung austreten wollen, also in die parlamentarische Opposition wechseln. Das wäre etwas völlig anderes als eine konterrevolutionäre Opposition. Zweitens wäre zu beachten, dass dies alles auf dem Boden einer breiten, massenhaften Akzeptanz des Sozialismus stattfände, es für eine konterrevolutionäre Opposition keine Massenbasis gäbe. Drittens muss man natürlich darauf gefasst sein, dass sich hinter einer zunächst auf dem Boden des Sozialismus wirkenden Opposition eine solche konterrevolutionären Charakters herausbilden kann. Doch darüber ist in entscheidendem Maße die Politik der Sozialisten verantwortlich. Wenn sie so arbeiten, dass sie die Massen verlieren, entwickelt sich die Konterrevolution, gleichgültig, ob sich diese auf parlamentarische Positionen stützen kann oder nicht. Hier liegt der Kernpunkt der Probleme, soweit es um die inneren Entwicklungsbedingungen des Sozialismus geht, hierauf können und müssen die Sozialisten einwirken. Von mehr ist hier nicht die Rede. Es wird auch keinen Weg zum Sozialismus geben, wenn es nicht gelingt (und auch das geht nicht ohne breitesten Massenkampf) wesentliche Fortschritte im antimilitaristischen Ringen zu erzielen. Das sind aber doch Voraussetzungen, wie es sie in Europa beim Weg zum Sozialismus noch nirgends gegeben hat (denn die russischen Bauern waren zwar für die Revolution, weil sie nur von der den Frieden und den Boden kriegen konnten, aber für den Sozialismus?). Müssen daraus und aus Erfahrungen des realen Sozialismus nicht gründlich Lehren gezogen werden? Wie hätte sich beispielsweise Lenin gegenüber solchen neuen Erscheinungen, Prozessen, Erfahrungen verhalten? Hätte er sich damit zufrieden gegeben, einfach die früheren Positionen zu wiederholen? Wie ist das mit der Gewaltenteilung und der Gewaltentrennung? Die Konzeption der Gewaltenteilung kam im vorrevolutionären bürgerlichen Denken auf, als die Bourgeoisie noch nicht stark genug war, ganze Macht, alle Gewalt für sich zu fordern, also die Feudalen aufforderte, die Gewalt mit der aufkommenden Bourgeoisie zu teilen – natürlich, von Ausnahmen abgesehen, eine illusorische Forderung. Sobald die Bourgeoisie dazu fähig war, die ganze Macht in ihre Hände zu nehmen, wollte sie diese keinesfalls etwa mit der entstehenden Arbeiterklasse teilen. Nun nahm diese Forderung eine andere Gestalt an: Die ganze Gewalt in die Hände der Bourgeoisie! Aber die Instrumente der Ausübung von Gewalt, das legislative, exekutive und das judikative Instrument sollten so voneinander abgetrennt, geteilt werden, dass keines von ihnen – die jedoch alle Instrumente der Bourgeoisie an der Macht waren und sind! – in die Kompetenzen des anderen eingreifen kann. So sollte jenen Willkürhandlungen etwa des Souveräns die Möglichkeit genommen werden, die man aus der Geschichte kannte. Gewaltenteilung nein! Gewaltentrennung ja! Aber es handelt sich bei aller Trennung um Gewalten der Bourgeoisie. Wie stellen sich die Dinge in unseren Sozialismus-Vorstellungen dar? Abgesehen davon, dass wir nicht von Gewaltenteilung zwischen Klassen sprechen, wäre daran zu erinnern, dass es auch im Kampf der Arbeiterbewegung eine vergleichbare Position gab und gibt! Was anders ist die Forderung nach Mitbestimmung und Arbeiterkontrolle – wenn sie nicht von revisionistischen und opportunistischen Kräften verfälscht wird! – als das durch Massenkampf anzustrebende Eingreifen in Entscheidungsmechanismen des Kapitals – also als eine Form der „Gewaltenteilung“ ? Worum es uns geht, gerade auch angesichts von Erfahrungen mit dem realen Sozialismus, das ist die Trennung der legislativen, exekutiven und juridischen Gewalt als Gewalten ein und derselben politischen und sozialen Klassenkräfte des Sozialismus. Und auch da, um der Gefahr von Willkürhandlungen einen Pflock entgegen zu setzen. Zu verhindern, dass Staatsorgane Gesetze – Gesetze des sozialistischen ! Staates – verletzten. Was die Bourgeoisie konnte, sollten wir auch können: Eine Justiz eigenen Klassencharakters zu schaffen, die sich um die Einhaltung der sozialistischen Verfassung und der sozialistischen Gesetze kümmert. Ich wüsste nicht, was gegen die Einrichtung eines Verfassungsgerichts in einem sozialistischen Staat sprechen könnte! Was die Missachtung historischer Erfahrungen angeht, wer missachtet die eigentlich, jene, die Lehren aus diesen Erfahrungen zu ziehen bemüht sind oder jene, die nicht einmal über diese Lehren nachdenken, darüber diskutieren, sondern dem Wesen der Sache nach empfehlen, so fortzusetzen, wie man aufgehört habe – und womit man in die Niederlage geraten ist! Nach meinem Dafürhalten wirkt hinter den eben angeführten Problemen ein weiteres als theoretische Grundlage. Es handelt sich darum, wie Kommunisten an das Problem der proletarischen Diktatur herangegangen sind, wie wir – undialektisch – uns zu Fragen verhalten haben, die vom revolutionären Bürgertum im antifeudalen Kampf entwickelt, später aber von ihm selbst mit Füßen getreten worden sind und bis zum heutigen Tag getreten werden. Es sind das Fragen der Menschenrechte (als ob es nicht in der „Internationalen“ hieße, wir erkämpften das Menschenrecht!), der (eben besprochenen) Teilung bzw. Trennung der Gewalten der jeweiligen Klassendiktatur, also einerseits der bürgerlichen, andererseits der proletarischen. Die Konzeption der Sowjets, im Prozess der russischen Revolution aufgekommen, überwand diese Theorie der Gewaltentrennung, da die Sowjets die legislative, exekutive und juridische Gewalt in sich vereinigten. Damit war aber ein Problemfeld entstanden, das sich im historischen Verlauf erst deutlich zeigen sollte: Dass nämlich eine der drei Gewaltmechanismen willkürlich in die anderen eingreifen konnte, was de facto zur Verletzung, gelegentlich sogar Außerkraftsetzung von Gesetzen der sozialistischen Staatsmacht, sozialistischen (!) Gesetzen, ihrer Ersetzung durch Willkürhandlungen möglich wurde. Ein Blick auf die Parteiorganisation, auf die Art, wie wir selbst diese Frage in dem bei uns relevanten Bereich handhaben, sollte eigentlich zeigen, dass wenigstens auf dieser Ebene das Problem gesehen und Mittel dagegen geschaffen worden sind. Im Bereich der Partei würde etwa die Schiedskommission der juridischen Gewalt entsprechen. Sie wird bei uns direkt vom Parteitag gewählt, ist also eine Parteiinstitution eigenes Rechts, vom Parteivorstand durchaus getrennt. In der Wahl eines eigenen Sekretariats, das die Beschlüsse des Parteitags bzw. Parteivorstands auszuführen hat, drückt sich die Trennung von beschlussfassendem und ausführendem Organ in der Partei aus. Niemand wird daraus folgern, damit sollte das einheitliche Handeln der Partei gefährdet werden. Alle drei genannten Institutionen der Partei, Parteivorstand, Sekretariat und Schiedskommission sind Organe der einen Partei, wirken zusammen auf der Grundlage des Parteistatuts und der Parteibeschlüsse. Die Bourgeoisie macht uns vor, dass dies auch auf staatlicher Ebene machbar ist. Warum sollten wir dazu nicht fähig sein? Auf der Ebene der eigenen Organisation also haben wir die „Trennung“ der „Gewalten“. Es gibt keinen plausiblen Grund – wegen des Umgangs der Bourgeoisie mit ihren „geheiligten“ Prinzipien – unsererseits darauf zu verzichten, uns von der Geschichte geradezu eingebläute Lehren zu missachten. Solche Missachtung war aber einer der Gründe, die zur Herausbildung autokratischer Züge der proletarischen Diktatur führte, mit den äußerst schwerwiegenden Folgen. Es handelt sich gewissermaßen um eine linke Abweichung bei der Behandlung des Problems der Diktatur des Proletariats. Darauf reagierten die sog. eurosozialistischen Parteien nicht mit Vorschlägen zur Korrektur des Fehlers, sondern durch das gleitende Übergehen auf die Position der bürgerlichen Demokratie – also einer Rechtsabweichung! -, womit sie zu Gefangenen der sozialdemokratischen Tendenzen wurden, was in der Zerstörung der kommunistischen Parteien geführt hat. Wenn ich es richtig sehe, läuft die Behebung der beiden Probleme auf eine Konzeption der sozialistischen Gesellschaft der Zukunft hinaus, welche die Staatsfrage auf der Grundlage der Macht der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten und der zu ziehenden Lehren aus unserer Niederlage zu lösen versucht. Ich halte die Sozialismusvorstellungen der DKP als Versuch, diese Probleme zu beantworten. Leave a Reply You must be logged in to post a comment.
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News
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MEDIZINREPORT Osteoimmunologie: Interaktionen zwischen Knochen und Immunsystem verstehen Das Knorpel-Knochen-System ist enger mit dem Immunsystem verknüpft, als bisher bekannt. Beide nutzen gleiche Botenstoffe und Wachstumsfaktoren. Inwieweit sich dies therapeutisch nutzen lässt, untersucht ein DFG-Schwerpunktprogramm. Erkrankungen mit hoher systemischer Entzündungsaktivität wie chronisch rheumatische und Autoimmunerkrankungen gehen mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Frakturen einher. Schon lange steht dabei die Hypothese im Raum, dass es somit eine enge Verbindung zwischen dem Immunsystem und dem Knochen und Knorpel geben muss. „Aus der Vorstellung heraus, dass eine Kommunikation zwischen dem Immun- und dem Skelettsystem besteht, hat sich als eigener wissenschaftlicher Bereich die Osteoimmunologie entwickelt“, erläutert Prof. Dr. med. Georg Schett (Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg), der als Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) neu eingerichteten Schwerpunktprogramms „Osteoimmunologie“ berufen wurde. Knochenmark ist Reifungsort für Entzündungszellen Die Etablierung des Programms beruht auf Beobachtungen, wonach überschießende Immunreaktionen und die sich daraus ergebenden Entzündungskrankheiten die Knochen schädigen und die Gelenke zerstören können. Umgekehrt sind die Knochen und speziell das Knochenmark ein zentraler Reifungsort für Entzündungszellen und können damit möglicherweise deren Entwicklung beeinträchtigen. Wie sich jedoch Knochen und Immunsystem gegenseitig beeinflussen, ist in vielen Bereichen noch unklar. „Wir wollen untersuchen, welche Zellen konkret beteiligt sind und über welche Mediatoren die Kommunikation zwischen den beiden Systemen gesteuert wird“, erklärt Schett. „Wir hoffen dabei auf Basis eines besseren Krankheitsverständnisses, neue und effektivere Therapieansätze entwickeln zu können“. Denn bisher fokussiere man sich auf die Entzündung am Knochen, ausgelöst durch Botenstoffe und Zellen des Immunsystems, und versuche diese zu unterdrücken. Die Frage, warum und in welcher Weise Knochenstrukturen angreifbar würden, berücksichtige dieses Vorgehen jedoch nur indirekt. Mit ihren Forschungen gehen die Wissenschaftler in zwei Richtungen. Sie wollen einerseits klären, über welche Mechanismen und Mediatoren die übersteigerten Immunreaktionen den Knochen schädigen. Andererseits stehen Fragen dazu an, wie das Skelettsystem seinerseits das Immunsystem moduliert und so möglicherweise direkt den Weg in die Entzündungskrankheiten bahnt. „Da das Knochenmark quasi die Heimstätte des blutbildenden Systems und damit auch der späteren Immunzellen darstellt, ist gut vorstellbar, dass bereits mit den Reifungsprozessen Einfluss auf die B- und T-Zellen genommen wird“, sagt Schett. Konkret geht es primär darum, das komplexe Wechselspiel zwischen Knochen und Immunsystem besser zu verstehen. Wie eng die Verknüpfung der beiden Systeme ist, macht Schett am Beispiel der Osteoklasten deutlich: „Während die knochenaufbauenden Osteoblasten sich aus Bindegewebszellen generieren, entstehen die knochenabbauenden Osteoklasten aus Monozyten, was wiederum bedeutet, dass der Knochenumbau maßgeblich immunologisch gesteuert wird.“ Überwiegt zum Beispiel infolge chronischer Entzündungsreaktionen die Aktivität der Osteoklasten, dann ist der Knochenabbau programmiert. Noch völlig unklar ist bislang, wie das Knochen-Knorpel-System zum Beispiel bei der rheumatoiden Arthritis regelrecht in die Gelenkdestruktion getrieben wird, was laut Schett ein aktiver immunologisch gesteuerter Prozess zu sein scheint, während jedoch beim Morbus Bechterew knochenaufbauende Prozesse, die zur Ankylose führen, im Vordergrund stehen. Beide Prozesse scheinen durch Entzündungsmediatoren wie den Tumor-Nekrose-Faktor alpha gesteuert zu werden. Das Zytokin induziert die Expression des Mediators RANK-Ligand (Receptor Activator of Nuclear Factor kB Ligand), der an Osteoklasten-Vorläuferzellen anbindet und diese so zur Differenzierung in reife Osteoklasten stimuliert. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge hat bereits zur Entwicklung eines RANKL-Antikörpers geführt, der für die Behandlung von Osteoporose zugelassen ist. RANK und RANKL sind dabei nur ein Beispiel für Verknüpfungen zwischen Knochen- und Immunsystem. Es dürfte noch weit mehr Verbindungen geben, was Schett zufolge derzeit intensiv untersucht wird: „Wir suchen nach weiteren Regulatoren des Knochenstoffwechsels, die aus dem Immunsystem stammen, und hoffen, damit zugleich neue Ziele für potenzielle Therapieoptionen zu finden.“ Höhe des CRP ist Prädiktor für das Frakturrisiko Das Augenmerk richtet sich dabei nicht nur auf rheumatische Erkrankungen, sondern auch auf die entzündlich bedingte Osteoporose, bei der nach Angabe von Schett ebenfalls enge Assoziationen zum Immunsystem bestehen: „Das zeigt sich bereits daran, dass die Höhe des C-reaktiven Proteins [CRP] ein Prädiktor für das Frakturrisiko darstellt.“ Ein weiteres Gebiet des Förderschwerpunkts ist die Arthrose. Denn auch bei der Knorpeldegeneration und -regeneration spielen Zytokine und damit vom Immunsystem gebildete Botenstoffe eine zentrale Rolle. Beispielsweise sind sogenannte hypertrophe Chondrozyten für die Bildung von Knochenspornen verantwortlich und werden in ihrer Aktivität maßgeblich durch Zytokine reguliert. Auch in diesem Bereich kann, so hoffen die Forscher, durch ein besseres Krankheitsverständnis der Grundstein für neue Behandlungsverfahren gelegt werden. Das neue Schwerpunktprogramm, dessen voller Titel „Osteoimmunology – Immunobone – A Programme to Unravel Mutual Interactions between the Immune System and Bone“ lautet und das interdisziplinär die Immunologie, die Rheumatologie, die Orthopädie und die Grundlagenforschung verknüpft, wird von der DFG in einer ersten dreijährigen Förderperiode mit maximal 6,6 Millionen Euro unterstützt. Christine Vetter Leserkommentare Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
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Health
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Text: Marcus Bölz Wie relevant ist authentische Kommunikation beim Start von Innovationsprozessen in Redaktionen? Der Start innovativer Prozesse beginnt häufig mit der Unzufriedenheit über den Status Quo. Beim redaktionellen Erneuern ist es von hoher Relevanz, dass die Beteiligten ihr Verhalten früh auf sich verändernde Situationen anpassen. Dies gilt insbesondere für Redaktionsleiter, die Innovation managen müssen. Ein Zitat von Alfred Herrhausen macht dabei die Wichtigkeit einer authentischen Kommunikation deutlich: „Ich sage, was ich denke und ich tue, was ich sage“. Bedeutet: Als Redaktionsleiter ist es von hoher Relevanz, nicht nur von Authentizität zu reden, sondern die gesagten Worte auch in konkretes Agieren umzuwandeln. So schafft er eine gelebte Kultur der Weiterentwicklung. Studien belegen dabei ganz klar: Um eine Kultur der Innovation tatsächlich zu implementieren, benötigt es Menschen, die am Arbeitsplatz nicht als Duckmäuser oder gar dressierte Äffchen ihrer Vorgesetzen agieren, sondern die fachliche Kompetenz, die Vielfalt der Herangehens- und Sichtweisen, sowie die Fähigkeit zur Kombinatorik klug miteinander verknüpfen und kommunizieren können. Unsere Vermutung: Diese Ergebnisse könnten Insbesondere im Journalismus ebenfalls relevant sein. Bedenken Sie: Nicht jeder Innovationsprozess wird von Journalisten mit Applaus begrüßt. Teilweise erleben Arbeitnehmer Veränderungsprozesse in ihrem gewohnten Jobumfeld traumatisch. Allerdings gibt es ebenfalls Journalisten, welche mit viel Überzeugung und Energie ein redaktionelles Produkt und deren Prozess erweitern oder erneuern möchten. Welche Persönlichkeitsmerkmale weisen innovative Menschen laut des aktuellen Forschungsstandes auf? Die Arbeits- und Organisationspsychologie hat sich mit dieser Frage intensiv beschäftigt und in Studien klar belegt, dass innovative Persönlichkeiten sich durch Offenheit für neue Erfahrungen sowie eine hohe Selbstwirksamkeit und Selbstsicherheit auszeichnen. Zudem konstatieren die Forscher eine hohe Persistenz, eine hohe Selbstakzeptanz, eine ausgeprägt ambitionierte Einstellung sowie eine geringe Gewissenhaftigkeit (Patterson 2002). Ihr Verhalten ist sehr häufig geprägt von geringer Konventionalität, Impulsivität, Dominanz und divergentem statt konvergentem Denken und Agieren in Problemlösungsprozessen. Der Psychologe Weldon belegt zudem, dass innovative und kreative Menschen häufig aus einer Minderheitenposition heraus gegen den Strom persistent und gegen Widerstände in der Organisation an Plänen, die sie für gut und innovativ einschätzen, festhalten (Weldon 2000; Sternberg und Lubart 1991). Diese werden mit einem hohen Maß an Selbstsicherheit, Kontrollerwartung und Experimentierfreude umgesetzt – zumindest werden innovative Persönlichkeiten versuchen, ihre Pläne so zu realisieren (Frese et al. 1999). Wer als Personalverantwortlicher auf der Suche nach innovativen und kreativen Journalisten ist, sollte in den Gesprächen mit den Bewerbern gezielt auf diese Eigenschaften achten. Für die Führung innovativer Mitarbeiter ist es aber wichtig zu verstehen, dass diese nicht notwendigerweise sämtliche der aufgezählten Persönlichkeitsmerkmale ähnlich ausgeprägt entwickelt haben. Manch ein hochinnovativer Journalist hat nicht die Persistenz, seine guten Ideen gegen einen Redaktionsleiter durchzusetzen. Insbesondere, wenn dieser Führungsverantwortliche eher daran interessiert ist, seine Position und Arbeitsweise zu verfestigen, anstelle redaktionelle Strukturen, Dienstleistungen oder Produkte qualitativ infrage zu stellen. Unsere Vermutung: Als Führungsverantwortlicher vor allem in sehr rangorientiert aufgebauten Medienhäusern sollte man zunächst beobachten, wie Mitarbeiter dort insgesamt geführt werden. Welche Rolle spielen monetäre Anreize, um die Innovationsbereitschaft von Journalisten zu steigern? Gelingt es den Chefs beispielsweise, für Journalisten ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem eine Redaktion eine Heimat sein kann? In der sich Menschen wohlfühlen und über gemeinsame Erfolge freuen? Sehr häufig sind es laut Forschungsstand keine monetären Anreize, die Menschen dazu bringen, sich in Arbeitseinheiten kreativ und innovativ zu verhalten. Die Forschung zeigt, dass Innovation häufig von immateriellen Einflüssen bestimmt wird. Ulrich und Thom belegen mit ihren Studien, dass der Wille zur Mitgestaltung, die Möglichkeit zur Kosteneinsparung, im Journalismus vielleicht die Identifikation mit der redaktionellen Dienstleistung oder dem Produkt (und der häufig damit verbundene Wille zur Qualität), das Erkennen von potenziellen Arbeitserleichterungen oder sonstigen Optimierungen des Workflows wie der Erhöhung der Zeit für die Recherche der Mitarbeiter häufig zu sinnvollen Innovationen motiviert. Diese Gestaltungsoptionen, sowie Aspekte der Entwicklungsmöglichkeiten sind häufig auch sehr gute Argumente bei der Akquise innovativer Mitarbeiter. Es wäre zu prüfen, ob dies auch für Journalisten gilt. Demgegenüber gelten trotz besserer Bezahlung Gleichgültigkeit von Führungspersonen, eine rangorientierte Organisationskultur, Furcht vor Nachteilen durch die organisationsöffentliche Formulierung von Verbesserungsvorschlägen als klassische Innovationshemmer (Thom 1996; Ulrich 1998). Amabile belegt wissenschaftlich valide, dass die Förderung intrinsischer Motivation, die gezielt den Spaß an der eigenen Kreativität, Enthusiasmus für die Aufgabe oder das Meistern von Herausforderungen fördert, die wichtigste Antriebskraft für innovatives und kreatives Verhalten in Organisationen ist (Amabile 1996). Gilt dies auch für Redaktionen? Extrinsische Motivatoren (wie beispielsweise monetäre Gratifikationen, Karrieregründe, Image) schneiden dagegen vor dem Hintergrund ihrer Auswirkung auf innovatives Verhalten am Arbeitsplatz uneinheitlich ab. Amabiles Studien zeigen auch klar auf, dass sich extrinsische Motivatoren eher negativ auf die Kreativität von Mitarbeitern auswirken (Amabile 1988). Sie haben mitunter aber einen positiven Einfluss auf die Quantität des Einreichens von Verbesserungsvorschlägen (Nickel und Krems 1998). Monetäre Anreize spielen nur eine geringe Rolle – zu dieser Schlussfolgerung kommen Frese und Ulrich in ihrer Untersuchung (Frese et al. 1999; Ulrich 1998). „Bei extrinsischen Motivatoren ist wichtig, in welcher Form und welchem Kontext sie erscheinen. Werden Belohnungen zum Beispiel als Instrumente wahrgenommen, die das eigene Verhalten kontrollieren und fremdbestimmen sollen, unterminieren sie intrinsische Motivation und wirken sich negativ aus. Signalisieren sie hingegen Kompetenz und Anerkennung, fördern sie kreatives und innovatives Verhalten“ (Frey et al. 2006). Zudem gilt: Eine in Erfahrungen, Kenntnissen und Charakteren vielfältig aufgestellte Redaktion ist nicht immer einfach zu führen. Forscher der Arbeits- und Organisationspsychologie haben sich dezidiert mit dem Einfluss des Teamklimas auf den Innovationsgrad von Unternehmen auseinandergesetzt. Vier kreativitäts- und innovationsförderliche Dimensionen hat West dabei identifiziert: Partizipative Sicherheit, Innovationsunterstützung, Aufgaben- und Leistungsorientierung, vor allem aber die Dimension „Visionen“ (West 1990). Diese Faktoren wurden stabil in zahlreichen Untersuchungen bestätigt. Es gibt klare Zusammenhänge zwischen den benannten Teamklima-Komponenten und dem individuellen, innovativen Verhalten am Arbeitsplatz (West und Anderson 1996; West et al. 2003; Brodbeck und Maier 2001). Gerade diese Ergebnisse dokumentieren, wie relevant eine professionelle Mitarbeiterführung für den Innovationsgrad eines Medienhauses ist. Frey und seine Kollegen vergleichen die Führungsfähigkeiten mit denen eines Dirigenten: „Die Führungsperson muss sich quasi wie ein Dirigent verhalten, der nicht mit Brachialgewalt seinen Willen durchsetzt, sondern dem es gelingt, Menschen – darunter teilweise auch schwierige Charaktere – aus unterschiedlichen Disziplinen und Kulturen zusammenzuführen und sie für Höchstleistungen und Innovationen zu begeistern“ (Frey et al. 2006). Welche Rolle spielt die interne Kommunikation in der Führung innovativer Sportredaktionen? Die Führung innovativer Teams – und dies gilt mit Sicherheit auch für Redaktionsteams - erfordert ein hohes Maß an Inspiration und Überzeugungskraft. Wer Einsatz und Veränderungsbereitschaft von seinen Mitarbeitern einfordert, muss kommunizieren und darf sich nicht in seinem Büro verstecken. Journalisten müssen verstehen, wonach die Redaktionsleitung strebt und warum diese Haltung sinnvoll ist. Führungskräfte unterstützen innovative Prozesse in Redaktionen, wenn sie prinzipiell Sinn und Visionen vermitteln. Sie sollten Journalisten einerseits die Möglichkeit eröffnen, ihre Tätigkeit als bedeutsam und insgesamt sinngebend oder sinnstiftend wahrzunehmen. Zudem sind Führungskräfte laut dem Forschungsstand der Organisationspsychologie für ihre Mitarbeiter Orientierungslotsen, die klare Ziele vorgeben müssen. Sie sollten eine klare Vorstellung davon haben, wie sich beispielsweise Abteilungen weiterentwickeln sollen. In dieser Gemengelage muss der Mitarbeiter sein Tun in das übergeordnete Ganze eingruppieren können. Die zwei Komponenten können dabei schlagwortartig so zusammengefasst werden: Wer Leistung fordert muss Sinn bieten. Nichts hat Bestand, was nicht gut begründet werden kann. Hackman und Oldham belegen mit ihren arbeitspsychologischen Studien einen positiven Zusammenhang zwischen der Bedeutsamkeit der Aufgabe mit einem positiven Emotionserleben, einer ausgeprägten Arbeitszufriedenheit, erzielter Kreativität und Innovation, sowie einer hohen intrinsischen Motivation (Hackman und Oldham 1976). Die Gültigkeit ihrer Ergebnisse wurde in zahlreichen weiteren Studien überprüft und stets bestätigt (Saavendra und Kwun 2000; Champoux 1991). Das inzwischen zur Plattitüde gewordene Zitat von Altkanzler Helmut Schmidt, dass wer Visionen hat zum Arzt gehen sollte, gilt somit für Führungskräfte in innovationsfreundlichen Organisationen überhaupt nicht. Im Gegenteil: Die Vermittlung von Visionen und Sinn bildet einen zentralen Bestandteil bei Führungstheorien, wie beispielsweise dem Prinzip der transformationellen Führung, der visionären Führung oder der charismatischen Führung (dazu intensiver: Bass 1998). Dies sind Erkenntnisse, die auch auf den Journalismus übertragen werden können, aber noch in keiner Studie genau überprüft wurden. Ähnlich wie der Begriff der Nachhaltigkeit wabert der in den vergangenen Jahren zum Modewort gedehnte Begriff der „Transparenz“ durch die Flure von Medienhäusern und anderen Unternehmen. Trotz der Unschärfe, mit der in jüngster Vergangenheit der Begriff häufig verwendet wurde, ist das generelle Prinzip der Transparenz tatsächlich sehr wichtig für Führungskräfte innovativer Betriebe. Nur Mitarbeiter, die ausreichend informiert sind, können verantwortlich und zukunftsorientiert agieren. Doch nicht nur das: Führungskräfte sollten im besten Falle ihre Mitarbeiter über den konkreten Arbeitsbereich hinaus mit relevanten Nachrichten aus der Organisation versorgen. Frey und Jonas nennen dieses Prinzip die Theorie der kognizierten Kontrolle (Frey und Jonas 2002). Ihre bestätigte Grundannahme: Der Mensch strebt am Arbeitsplatz nach Vorhersehbarkeit und Erklärbarkeit. Wenn jetzt beispielsweise ein Ressortchef Sport eines Medienhauses bewusst keine Kultur der Transparenz von Informationen lebt (beispielsweise aus Angst um den Verlust des eigenen Ranges oder der Identifikation ambitionierter Angestellter, die kompetenter sein könnten als man selbst), so führt dies belegbar zu einer innovationsfeindlichen und -abblockenden Organisationskultur. Entscheidend ist dabei der reibungslose Informationsaustausch zwischen Mitarbeitern und ganzen Abteilungen mithilfe einer professionellen Informations- und Kommunikationspolitik, um die Bereitschaft zu erhöhen, lösungszentriert zu agieren statt Blockaden zu identifizieren, zu thematisieren und in der Konsequenz so die Motivation der Mitarbeiter systematisch abzuwürgen. Offene Kommunikation ist eine zentrale Voraussetzung für Innovation im Speziellen und Kreativität im Allgemeinen.
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Ein weiterer Gastbeitrag zur Corona-Krise von Jonathan. Endlich sollte es die Letzte verstanden haben: Stay@Home, keep calm, shut down and control yourself! Die eindringlichen Appelle von Behörden, aus Regierungskreisen, Gesundheitsinstitutionen und sich moralisch überlegen fühlenden linken Bürger*innen sind eindeutig. Die Argumente kennen wir und erscheinen plausibel: Wenn wir uns jetzt alle runter fahren, unsere Aktivitäten und Kommunikation ins Internet verlagern, anstatt in physischen Kontakt zu treten eine „soziale Distanz“ wahren und – für diejenigen, die eines haben – das traute Heim nicht mehr als absolut „notwendig“ verlassen, dann erhöhen wir spürbar die Chance, Menschen aus Risikogruppen zu retten. Um Leben oder Tod geht es. Des Weiteren wird auf die enorme Belastung der Arbeitenden im Gesundheitssektor geschaut, sowie auf jene Kranken, deren Leiden vorerst nur noch zweitrangig behandelt werden können. Das sind nachvollziehbare und durchaus soziale Anliegen. Doch sind wir bereit, für dieses höchste Ziel, unsere Freiheit und diejenigen von anderen zu opfern, uns abzuschotten und uns mit den Schwächsten zu entsolidarisieren? Wollen wir durch unser aktives Mitwirken einer in ihren Grundfesten untragbar gewordenen Gesellschaftsformation zur Transformation in eine neue Form verhelfen? Doch in welche wollen wir sie transformieren? Bei diesen Fragen geht es nicht darum, irgendwelche Verschwörungen anzunehmen, noch gravierenden Auswirkungen und die Gefahr der Pandemie zu leugnen oder zu relativieren. Ebenfalls ziele ich nicht darauf ab, mich über das Bedürfnis von Menschen, anderen zu helfen und zu unterstützen zu erheben oder lustig zu machen. Im Gegenteil, ist dieses Kennzeichen und Voraussetzung des sozialen Fortschritts und damit Grundbedingung für eine emanzipatorische Transformation hin zu einer solidarischen Gesellschaft, einem libertären Sozialismus. Wer eine derartige Vision im Herzen und auf der Zunge trägt, kann sie jedoch nur in Abgrenzung zu den gravierenden totalitären politischen und sozialen Entwicklungen entfalten, welche mit starkem Interesse vorangetrieben werden. Eine grundlegende Gesellschaftstransformation wird durch die akute Krise weit stärker von den herrschenden und verwaltenden Klassen nach ihrem Gefallen organisiert und mittels Sachzwanglogiken durchgepeitscht, als dass Veränderungsvorschläge von selbstorganisierten emanzipatorischen Bewegungen Einfluss nehmen könnten. In diesem Sinne hätte das Virus erfunden werden müssen, wenn es nicht „natürlicherweise“ auf den Menschen übertragen worden wäre. Es geht nicht darum, über Ursachen zu spekulieren, sondern zu beschreiben, was derzeit geschieht. Die Ziele der autoritären Bestrebungen bestehen in der Refeudalisierung der Arbeits- und Ausbeutungsverhältnisse, der weiteren Ausdehnung von Überwachung, Kontrolle und Sanktionsmöglichkeiten, einer undurchlässigen Grenzziehung, sowie der zunehmenden Internalisierung von Herrschaftslogiken durch die Subjekte, welche zu konformem, handzahmem und denunzierenden Verhalten angeregt werden. Im staatlichen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts hat sich das totalitäre chinesische Gesellschaftsmodell als Erfolg erwiesen. Das dort eingeführte „Social Credit System“ ist der Maßstab, an welchem sich der umfassende Umbau liberal-demokratischer Post-Industriestaaten orientiert, auch wenn diese ihre eigenen Wege zum Autoritarismus finden werden. Unser Handeln, Verhalten und unsere Einstellungen sollen getrackt und bewertet werden. Um Mitwirkung aller Mitbürger*innen wird dabei ausdrücklich gebeten. Es lohnt sich auch, weil es ihren score erhöht. Dieses Instrumentarium an Herrschaftstechnologien, die direkter und ungreifbarer denn je mit sozialem Verhalten verknüpft sind, erscheint als logische Konsequenz des Alptraumes der technischen Machbarkeit von totaler Überwachung, Konditionierung und Sanktionierung. Aufgrund seiner Effektivität wird es seine Wirkung nicht verfehlen. Aufgrund seiner tiefgreifenden moralischen Legitimierung, sowie seines wissenschaftlich-rationalen biopolitischen Gewandes, in welchem gegen den unmenschlichen, unsichtbaren, allgegenwärtigen Gegner vorgegangen wird, wird es kaum auf Widerstand stoßen. Im Zuge seiner Implementierung schwindet die Perspektive der Autonomie wöchentlich, täglich, stündlich. Doch möglicherweise konnte es auch erst so weit kommen, weil sie schon längst verrinnt und lediglich noch als Rudiment, fast als bloße Erinnerung, an eine längst vergangene Zeit vorhanden ist – die freilich nicht „besser“ war, sich wohl aber verständlicher darstellte. Möglicherweise konnte bzw. wird auch das Virus nur dermaßen verheerende gesundheitliche und ökonomische Folgen zeitigen, weil wir die bestehende Gesellschaftsordnung, mit dem Wahnsinn der Profitmaximierung in ihrem Zentrum, nicht rechtzeitig überwinden konnten. Sonst nämlich gäbe es auf dem Gebiet der BRD und anderer Nationalstaaten ein Gesundheitssystem, was mit dieser großen Herausforderung – die das Virus zweifelsfrei darstellt – fertig werden würde. Sonst gäbe es mehr intakte Waldflächen, welche die Ausbreitung von Viren eindämmen würden. Es gäbe nicht die industrielle und monokulturelle Landwirtschaft und Massentierhaltung in der heutigen Form, wo sie auf kaum biologische Resistenz stoßen. Vermutlich gäbe es nicht die gigantischen Metropolen, in denen sich Millionen von Menschen und ihre Viren zusammendrängen und Reisen würden seltener – weil weniger notwendig – werden. Stattdessen jedoch sehen wir uns einer bisher ungekannten harten Tendenz zum Totalitarismus konfrontiert. Diese versetzt uns alle in eine völlig neue Situation, weil mit ihr tatsächlich der gewohnte Alltag zusammenbricht. Daher ist die allgemeine Verunsicherung durchaus verständlich. Wer nicht verunsichert ist, tickt nicht ganz richtig. Doch die Gründe der Verunsicherung sind je nach Milieu und Individuum verschieden gelagert. Offenbar wird, wie brüchig, anonym und asozial die bestehende Gesellschaftsordnung – trotz der vielen Ablenkungsmöglichkeiten und Kompensationsleistungen – ist. Dies erklärt die vehemente Beschwörung der Volksgemeinschaft in musterbildlicher Kriegsrhetorik durch die Regierung. Unglaublich, wie viele Leute – über vernünftige, selbstbestimmte Vorsichtsmaßnahmen hinaus – dem vorlaufenden Gehorsam verfallen. Aufgrund jener, die bisher uneinsichtig waren, werden jedoch Ausgangssperren verhängt, die Bundeswehr im Inneren eingesetzt, DNA-Abdrücke der Corona-Tests rechtswidrig gespeichert, Kommunikationswege uneingeschränkt abgehört und Ungehorsame inhaftiert werden. Die Drohgebärden der Politiker*innen und der Ärzt*innen an der vordersten Front sind eindeutig und keine hohlen Phrasen: Wir sollen uns an die „Sonderregeln“ der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg halten. Damit verschieben sich die Koordinaten für unsere Orientierung und die Bedingungen für unser Handeln wesentlich. In der derzeitigen Lage wissen wir noch nicht, wohin eigentlich. Klar ist jedoch, dass viele Maßnahmen, Gesetze und institutionellen Praktiken die Phase des Ausnahmezustands überleben werden – weil sie sich als funktional erweisen. Im kollektiven Bewusstsein wird sich die Einsicht in die Notwendigkeit der staatlich Beschneidung unserer Rechte, Freiheiten, unserer Konsum- und vielleicht auch Reisemöglichkeiten sedimentieren. Ebenso wird sich das Herrschaftsverhältnis von Regierenden und Regierten stabilisieren und wandeln. Und von vielen wird dies akzeptiert, gut geheißen und mitgetragen werden. Doch was hat das mit dem Virus zu tun? Eigentlich in der Tat wenig. Dieses ist lediglich der Anlass, um die Entwicklungen Richtung Wohlfahrts-Diktatur in Siebenmeilenschritten voranzubringen. – Ist das alles übertrieben, alles Hysterie, Panikmache und Schwarzmalerei? Das werden mir all jene vorwerfen, die es nicht für möglich gehalten hätten, in wie kurzer Zeit die Staatsmaschine ihren Modus wechseln und auf Alarmstufe Rot umschwenken kann – weil sie das Wesen des Staates nicht verstanden haben. Jene, die bis vor Kurzem die Angst vor einer potenziellen Pandemie und vor den Spielräumen für die Erneuerung der Herrschaftsordnung, als völlig übertriebene Panikmache angesehen hätten. Jene eben, welche ihre Meinungen öfters wechseln als ihre Hemden und die jeder Erklärung Glauben schenken werden, die Inhaftierten aus ihrem Stadtviertel seien nach der großen Razzia zu ihrem eigenen Schutz und dem von anderen in „Quarantäne“ gebracht worden, wo es ihnen hoffentlich bald besser gehen wird – wenn sie denn bereit sind, an ihrer Genesung mitzuwirken. – Die Logik des Krieges durchdringt die Herzen und Köpfe der Mobilisierten wie Gift. Mit manisch überspielter Bitterkeit genießen sie das Versprechen apokalyptischer Reinigung. Voller falscher Vorfreude erwarten sie das harte und konsequente Durchgreifen, dass ihnen ermöglicht erneut zu verdrängen, auf welchen Grundlagen die bestehende Herrschaftsordnung aufgebaut ist und welche Konsequenzen, Verwerfungen und Entbehrungen ihr Normalbetrieb mit sich bringt. – Grundsätzlich skeptisch gegenüber verkürzter Herrschaftskritik, hätte ich die jüngsten Entwicklung ebenfalls nicht für möglich gehalten – nicht in einem so raschen Tempo. Doch es handelt sich nicht um eine Verschwörung. Vielmehr haben wir es mit system-immanenten Tendenzen zu tun, welche staatliche Machtapparate und kapitalistische Verwertungsprinzipien mit sich bringen. In Krisenzeiten wollen ihre Vertreter*innen als Gewinner*innen hervorgehen und dafür haben sie die beste Ausgangslage. Die Aussage, die Krise als Chance zu nutzen, gewinnt in diesem Zusammenhang einen faden Beigeschmack. Immerhin lehrt die Erfahrung, dass die gesellschaftliche Erosion zu Lasten der Schwächsten und Ärmsten gehen und die Kosten auf sie abgewälzt werden. Insofern ist von Interesse und Bedeutung, wie sich jene verhalten, welche sich die Solidarität auf ihre Fahnen geschrieben haben und die damit für eine andere Gesellschaft eintreten, wofür es viele verschiedene Wege, Mittel und Formen gibt. Dies ist heute verwirrender denn je, wird an das vermeintlich „solidarische“ Verhalten der Bevölkerung ja auch von staatlicher Seite massiv appelliert. Dem widerspricht die libertär-sozialistische Tradition, welche unter Solidarität nicht versteht, Gleichgemachte auf einem umgrenzten Territorium zu unterstützen, um das Elend zu kompensieren, für welches sie nicht verantwortlich sind – denn es wurde ihnen aufgebürdet und kann prinzipiell abgeschafft werden. Unter Solidarität ist vielmehr die Unterstützung von Anderen zu verstehen, indem auf diese in ihrer Andersartigkeit Bezug genommen wird, also Beziehungen gestiftet werden, welche über eine rein materielle oder ökonomische Dimension weit hinausgehen. Solidarität meint nicht die Kameraderie unter Bürger*innen an der zusammengeschweißten Front gegen das aus ihren Gesellschaftsformen und Lebensweisen vielfach Verdrängte. Solidarität entsteht stattdessen überhaupt erst in der Begegnung mit Anderen, der Entwicklung von wechselseitiger Sympathie in gemeinsamen Auseinandersetzungen gegen die Herrschaftsverhältnisse, unter denen wir jeweils zu leben gezwungen werden. Solidarität wird nicht in der bürgerlichen Kleinfamilie praktiziert oder in der kuscheligen Wohngemeinschaft, die ersterer oftmals wenig nachsteht, sondern in der Überwindung der zwischen uns gesetzten Grenzen und dem riskanten Sprung ins Unbekannte. Solidarität ist konkret im persönlichen Kontakt zwischen verschiedenen Menschen erfahrbar und kann gleichzeitig nicht auf diese begrenzt werden, sondern strebt danach, sich auszudehnen bis hin zu Menschen, denen wir gar nicht persönlich begegnen können, weil sie ganz woanders oder in anderen Zeiten leben. Auch wenn es schwer zu denken ist, übersteigt sie tendenziell sogar den Bereich menschlichen Lebens. Schließlich sprengt echte Solidarität im libertär-sozialistischen Sinne, den wissenschaftlich-rationalen, den bürokratisch-gesetzlichen Rahmen von Ausgleichszahlungen, sozialen und technischen „Hilfswerken“, von behördlichen Appellen und den verschiedensten Eingliederungsmaßnahmen. Echte Solidarität ist nicht am Werk, wenn jene, die sich leidenschaftlich gern kümmern, organisieren und kontrollieren, in der Krise plötzlich manisch aufblühen, weil sie nun jene Selbstwirksamkeit erfahren können, die ihnen den Eindruck verschafft, mächtig zu sein. Unterstützung, Organizing, partizipatorische und horizontale Selbstorganisation, sind die Gebote der Stunde für das Projekt des libertären Sozialismus. Doch wenn sie allein als Selbstzweck und vor allem zur Selbstbestätigung betrieben werden, handelt es sich nicht um mehr als unbezahlte Sozialarbeit auf Kosten der Einbindung des eigenen Aktionismus in die totalitären Transformationsbestrebungen. Solidarität hingegen ist sich dieser starken Sogwirkung und ihres Missbrauchs bewusst. Um den Menschen zu dienen, muss sie daher herrschaftsfeindlich werden und nach der Überwindung der bestehenden Ordnung streben. Ganz ähnlich ist es mit der sozialen Freiheit. Wir alle sind jeweils gefragt, uns dafür zu entscheiden, das Gute zu tun – nicht, weil es uns befohlen wird, sondern, weil wir es kennen und lieben, wie Michail Bakunin schrieb. Was aber „das Gute“ ist, wie wir es erkennen und lieben können, dessen können wir uns in der aktuellen Situation weniger denn je sicher sein. Wenn wir uns auf den Standpunkt der per se moralisch Überlegenen stellen, stehen wir jedenfalls mit Sicherheit falsch. Soziale Freiheit bedeutet, allen Menschen selbst zu überlassen, was sie als gut und richtig bewerten, wie sie sich Verhalten und auf wen sie sich beziehen wollen. Dies jedoch im bewussten Mitdenken und Mitfühlen mit den Anderen – seien sie ganz nah oder in weiter Ferne, ob wir sie kennen oder nur um ihre Existenz wissen und ahnen. Erst aus dieser – ganz „materialistisch“ begründbaren – holistischen Verbundenheit, kann ein Gefühl der unendlichen Verantwortung erwachsen, gegenüber dem das staatliche Krisenmanagement nichts als ein schlechter Witz ist. Soziale Freiheit heißt, Menschen aus eigenem Entschluss und aufgrund eigener Bedürfnisse zu unterstützen, helfen und heilen zu wollen. Sie heißt nicht, sich für den Dienst an der sozialen Front zu verpflichten, um dem Vaterland das Humankapital seiner Untertanen – deren Gehorsam, Verzicht und Partizipation –, sowie seiner Wirtschaft ihre Profite zu sichern. Soziale Freiheit schließt ein, dass wir nicht zu unserem Glück gezwungen werden, sondern es nur in Kooperation miteinander verwirklichen können. Aus unserer existentiellen Abhängigkeit voneinander entsteht die Grundlage, Gesellschaft ohne Herrschaft durch sich selbst bestimmende Menschen organisieren zu können. Darin verweist uns soziale Freiheit auch auf die Begrenztheit unseres Handelns – ja, unseres Lebens –, und macht uns damit erst zu dem, was wir sind. Gleichwohl spornt sie uns aber an, unsere Grenzen und unsere Handlungsfähigkeit gemeinsam zu erweitern. Die drängende, sehnsüchtige Forderung der soziale Freiheit beinhaltet damit, dass wir unsere Potenziale voll ausschöpfen. Mit diesen können wir prinzipiell erreichen, erarbeiten und erkämpfen, was uns oftmals so fern scheint: Eine Gesellschaft, frei von Herrschaft und grundlegenden Antagonismen, in der allen Menschen bedingungslos die Ressourcen und Möglichkeiten zukommen, ihre Leben selbst zu gestalten und zu bestimmen. Mit diesen Begriffen von Solidarität und sozialer Freiheit liegen in der Krise durchaus auch Chancen für eine emanzipatorische Transformation der bestehenden Gesellschaftsform hin zu einem libertären Sozialismus. Dies ist nicht zuerst eine Frage der Quantität, sondern der Qualität. Es zählt nicht zuerst, wie viele wir sind, sondern was und wie wir Dinge betrachten und angehen. Wie Pilze schießen die Nachbarschaftsgruppen und Stadtteilinitiativen aus dem Boden. Die Solidarischen begeben sich auf die Suche nach neuen Formen der Selbstorganisation, auch wenn so vieles unklar und widersprüchlich erscheint. Das ist verständlich, denn lernen und organisieren können wir nur im Handgemenge. Das gilt für scheinbar stabile Zeiten genauso wie für jene des staatlich verordneten Chaos. In einem weiteren Schritt gilt es sich freilich mit den sozialen und politischen Kräfteverhältnissen der vorfindlichen Konstellation auseinandersetzen. Die Keimzellen der freiwilligen Gesellschaft-von-Gesellschaften-im-Werden sollen zugleich Kampforganisationen sein, welche. sich kollektiv selbst bestimmend, in die Konfrontation mit dem aufkommenden Totalitarismus gehen können. Dies war und ist eine asymmetrische Situation. Sie entspricht dem sozialen Krieg, dessen Bedingungen uns aufgezwungen werden. Deswegen müssen wir uns davor hüten, seine Logiken und Taktiken übernehmen zu wollen, mit der wir nur in den Abgrund stürzen können. Der moderne Staat hat eine Rechte und eine Linke. Mit der Rechten teilt er Schläge aus und mit der Linken Brötchen. Heute zeigt sich, das viele, auf die ich mich vormals bezogen habe, den Weisungen der Obrigkeit folgen leisten, sie mittragen und sogar forcieren. Sie unterliegen den schwer durchschaubaren und neuartigen Herrschaftstechnologien. Sie scheinen bereit, ihre, unsere, geteilte soziale Freiheit aufzugeben und Solidarität zur farce verkommen zu lassen. Geht es beim Argument des Schutzes von Risikogruppen und der Entlastung des Gesundheitspersonals tatsächlich um ein altruistisches Sich-selbst-Zurückstellen, zugunsten der vermutlich am stärksten Betroffenen? Geht es wirklich um ein Verzicht von Privilegien? Ja und nein. Beziehungsweise kurzfristig und unmittelbar: ja, langfristig und mit weiterer Reichweite gesehen: nein. – Zumindest, wenn wir davon ausgehen, dass wir heute das Leben europäischer Bürger*innen retten, für den Preis, dass wir anschließend in einem totalitären System aufwachen. Greift dieses Argument wirklich aus Sorge um die anderen? Oder ist es so schlagkräftig aus purer, aber völlig diffuser, Angst um die (berechtigte) eigene Gesundheit, welche mit der Sorge um die anderen verdrängt werden kann? Wenn Letzteres der Fall ist, wäre gegen diesen Egoismus keineswegs etwas einzuwenden. Nein wirklich, denn darin zeigt sich doch die Quintessenz von Solidarität und sozialer Freiheit: Nur, wenn es den anderen gut geht und sie gesund bleiben, kann es uns selbst gut gehen, können wir selbst gesund werden. Dies bedeutet jedoch, eine Gesellschaftsform zu überwinden, die nachgewiesenermaßen krank macht und tötet, weil sie – in der Vergangenheit, wie in der Gegenwart –, grundlegend auf der Ausbeutung, der Entwürdigung und Entfremdung einer mit keiner Statistik der Welt erfassbaren Zahl von Menschen, sowie der besinnungslosen Vernichtung des nichtmenschlichen Lebens, beruht. Deswegen möchte ich mit einer offenen Frage enden, deren Antwort ich durchaus nicht parat habe: An wen denkt ihr wirklich, wenn ihr euch den Weisungen fügt, den hegemonialen Mediendiskurs reproduziert, die vermeintlichen Notwendigkeiten hinnehmt, auf Kritik verzichtet, den Widerstand scheut und den Standpunkt der moralisch Überlegenen einnehmt, mit dem ihr zu beurteilen können meint, welches Verhalten in der aktuellen Situation wirklich gut oder schlecht ist? Wie weit reicht eure Solidarität und welche Qualität besitzt eure Vorstellung von sozialer Freiheit? Nachtrag zur Vermeidung von Missverständnissen: – Die Schilderung des Textes ist keine Beschreibung „objektiver“ Tatsachen, sondern ein zeitdiagnostischer Eindruck. Dies ergibt sich bereits daraus, dass ihr Anlass die individuelle Weltverarbeitung ist. – Wer bereit ist die Augen zu öffnen und zu suchen, wird jedoch die beschriebenen Tendenzen finden und belegen können. – Im Text geht es nicht um die Kritik an Initiativen zur solidarischen Selbstorganisation. Im Gegenteil wird gerade in ihnen das Potenzial für eine libertär-sozialistische Gesellschaftstransformation, wie auch für eine Bekämpfung der Herrschaftsverhältnisse gesehen. – Eine gewisse Zuspitzung der Formulierungen ist erforderlich, um die Botschaft anbringen zu können. Gleichwohl steht sie noch in keinem Verhältnis zur Kriegsrhetorik des Staats im Ausnahmezustand. – Die Tendenz zum Totalitarismus zu beschreiben, ist nicht das Gleiche, wie zu behaupten, wir stünden unmittelbar davor. Immerhin handelt sich hierbei auch um das Ergebnis von sozialen Auseinandersetzungen. – Noch einmal: Gesellschaftliche Tendenzen rückgebunden an Herrschaftsinteressen zu interpretieren und diese so zu benennen heißt nicht, Verschwörungstheorien anheim zu fallen oder sie zu produzieren. Posten Sie ein Kommentar.
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News
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In diesem Artikel dreht sich alles rund um das Thema Low Carb. Nach diesem Beitrag werdet ihr hoffentlich viele nützliche Tipps und Tricks kennen, um eine Low Carb Ernährung durchzuführen. Als erstes werde ich euch nochmal näher bringen, was denn Low Carb eigentlich ist, wie eine Low Carb Ernährung funktioniert und welche Vorteile man aus einer Low Carb Ernährung ziehen kann. Danach gebe ich euch ein paar Lebensmittel vor, die ihr in eine Low Carb Ernährung einbauen könnt und die ihr ohne schlechtes Gewissen verzehren könnt. Ein paar Rezepte werde ich euch natürlich auch noch vorstellen, damit ihr sofort mit dem Kochen anfangen könnt und nicht noch ewig im Internet recherchieren müsst. Um euch die Low Carb Ernährung schmackhaft zu machen, werde ich euch auch noch ein paar Gründe verraten, wieso eine Low Carb Ernährung für diene Gesundheit so positiv ist und zu guter Letzt gebe ich euch noch Tipps und Ratschläge, was ihr bei einer Low Carb Ernährung berücksichtigen solltet. Wenn ihr diesen Bericht also sorgfältig durchlest, dann kann nichts schief gehen. Low Carb – Was ist das eigentlich? Bei einer Low Carb Diät geht es darum, Kohlenhydrate in der Ernährung zu verringern oder ganz aus dem Ernährungsplan zu streichen. Ziel ist es also, den Anteil an Kohlenhydraten enorm zu reduzieren. Viele kommen aber mit der Funktionsweise der Low Carb Diät nicht klar und wissen nicht genau, auf was sie zu achten haben, folgt im nächsten Punkt nun die Funktion von einer Low Carb Ernährung. Wie funktioniert Low Carb? Pro Tag dürfen nur bis zu 150g Kohlenhydrate verzehrt werden, was sich am Anfang als sehr schwierig herausstellen lässt. Man muss den Ernährungsplan komplett umstellen, denn Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln oder Nudeln kommen nun nicht mehr auf den Teller beziehungsweise nur in Low Carb Varianten, aber sdazu später mehr. Dafür dürfen Lebensmittel mit wertvollen Proteinen oder Fetten verzehrt werden, darauf sollte man in dieser Zeit also zurückgreifen. Hier gibt es weitere Infos! Low Carb Lebensmittel – diese Lebensmittel eignen sich für eine Low Carb Ernährung Als Neuling in dieser Ernährungsumstellung ist es sehr schwierig Lebensmittel zu finden, die man in einer Lox Carb Ernährung essen darf. Es gibt schließlich viele Lebensmittel, die man jeden Tag verzehrt und in denen nun mal Kohlenhydrate vorhanden sind. Deswegen hier eine kleine Übersicht an Lebensmitteln, die ihr ohne Reue und schlechtes Gewissen in eure Ernährung aufnehmen könnt: - viele Gemüsesorten (z.B. Zucchini oder Paprika) - Fisch - Fleisch - Eier - Milch - Tofu - Käse - Öl - Pilze - … und viele weitere Lebensmittel Rezepte für eine Low Carb Ernährung Damit ihr sofort eure Ernährung umstellen könnt und euch dies so einfach wie möglich gelingt, gibt es hier gleich mal ein paar Rezepte, die ihr gerne ausprobieren könnt. 1. Zucchini – Nudeln Hier nehmt ihr einfach statt normalen Nudeln Zucchini Nudeln, die sich ganz einfach Zuhause zubereiten lassen und zaubert dazu eine leckere Sahne-Soße zum Beispiel. Ihr werdet sehen, der Verzicht auf Nudeln ist gar nicht so schlimm. Hier gibt es viele Low Carb Nudeln Rezepte. 2. Steak mit Bohnen Es muss nicht immer Kartoffeln als Beilage geben, Bohnen tun es auch und machen sich perfekt zu diesem Gericht. Das Steak kann ganz nach den eigene Wünschen zubereitet werden und wenn wünschenswert, kann auch noch eine Soße dazu serviert werden. Die Bohnen lassen sich ja auch super schnell zubereiten und so ist das 2. Rezept auch schnell fertig. 3. Salat mit Hähnchen Hähnchen gilt ja als besonders gesund, da es kaum Fett und sehr viel Proteine enthält. Zusammen mit einem leckeren Salat, den man aus Tomaten, Radieschen, Mais, Eisbergsalat und Paprika zaubern kann, schmeckt das ganze sehr lecker und ist zudem noch sehr gesund. Wenn man möchte kann man den Salat auch noch mit einem selbstgemachten Dressing verfeinern. 4. Lachsfilet auf Spinat Auch dieses Rezept ist ziemlich einfach zuzubereiten und man benötigt nur 2 Zutaten: Lachs und Spinat. Erst den Lachs schön anbraten und zeitgleich den Spinat zubereiten. Anschließend den Lachs auf das Spinatbett legen und wenn gewünscht kann man den Lachs auch noch mit Zitrone verfeinern. Dies sind erstmal ein paar Vorschläge, im Internet findet ihr noch viel mehr dazu. Man sieht, für eine Low Carb Ernährung benötigt man nicht mal so viele Zutaten und kann schon aus den einfachsten Lebensmitteln etwas leckeres Zaubern. Zumal sind diese Gerichte auch sehr gesund und gut für den Körper und das Wohlbefinden. Gründe, die für eine Low Carb Ernährung sprechen Hier sind nun ein paar Gründe, wieso eine Low Carb Ernährung so sinnvoll ist und was sie für Vorteile hat: - man hat weniger Hießhunger - der Blutdruck ist geringer - man hat einen konstanten Blutzuckerwert - das Herzinfarktrisiko ist geringer - man hat weniger Wassereinlagerungen - die Konzentrationsfähigkeit ist erhöhter - das Eenergielevel ist stabiler - der Schlaf verbessert sich - man nimmt weniger viszerales Fett auf - die Triglyceridwerte im Blut sind besser Und dies sind nur ein paar postive Auswikrungen einer Low Carb Ernährung. Tipps und Tricks, damit ihr eine ausgewogene Low Carb Ernährung durchführen könnt - Man sollte regelmäßig Nahrung zu sich nehmen. 3 Grundmahlzeiten (Frühstück, Mittag, Abend) und dann noch 2 Zwischenmahlzeiten (Vormittags, Nachmittags). Wenn man dem Körper nämlich regelmäßig Nahrung zuführt, kann man den Blutzuckerspiegel einigermaßen kosntant halten und er pendelt sich schneller auf die Normalkonzentration ein. Dies bewirkt auch das man Appetit reguliert. - Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen. Heißt also viel Gemüse und Obst essen, wobei man auch da vorsichtig sein sollte, denn viele Obstsorten enthalten viel Zucker, welches sich ja als Kohlenhydrate wiederspiegeln und im Rahmen dieser Ernährung nicht wünschenswert sind. - Setze auf Eiweißsreiche und Fettreiche Lebensmittel, diese machen dich lange Satt und enthalten Nährstoffe, die dein Körper braucht. Wenn du diese Regeln befolgst, dann sollte deiner Low Carb Ernährung nichts mehr im Weg stehen.
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Wenn die Mehrheitsentscheidung in der politischen Praxis Europas allmählich durch konsentische Verfahren des Aushandelns in bürokratischen Gremien und parlamentarischen Ausschüssen verdrängt wird, droht ein zentrales Element unserer kulturellen Identität abhanden zu kommen. Die Rückbesinnung auf ihre Herkunft, Entstehungsbedingungen und kulturelle Dynamiken scheint dringend geboten. Hierzu wollte eine interdisziplinäre Fachtagung unter Leitung von EGON FLAIG (Rostock/München) im Historischen Kolleg München einen Beitrag leisten und erweiterte den traditionell rechtshistorischen Blickwinkel um Ergebnisse und Perspektiven der politischen Anthropologie. Man ging komparatistisch vor und bezog den Zusammenhang von Gruppenstruktur und Entscheidungsregel sowie ihre rituelle Dimension mit ein. Der Schwerpunkt lag auf der Alten Geschichte, da in ihren Zuständigkeitsbereich gleich zwei originäre Emergenzen der Mehrheitsentscheidung fallen (Hellas und Rom). Einleitend nannte Flaig Eindeutigkeit und Schnelligkeit von Entscheidungen nach der Mehrheitsregel als Motoren für ihren unablässigen Gebrauch und beschrieb die Entwicklung einer Rhetorik des Dissenses als eine kulturelle Auswirkung. Da die Mehrheitsentscheidung als kontroverses Verfahren einer Argumentation mit scharfen Begriffen sowie einer expliziten Technik des Beweisens und des logischen Schließens bedürfe, stünden ihre Durchsetzung und die Entwicklung von Logik und systematischer Wissenschaft in Griechenland in engem Zusammenhang. MARKUS RÜTTERMANN (Kyoto) untersuchte die Bedeutung der Mehrheitsentscheidung im mittelalterlichen Japan. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. sei sie in Ordens- und Disziplinarregeln buddhistisch geprägter Klostergemeinschaften als bestimmtes Verfahren zur Streitbeilegung greifbar. Ob dies auf hellenistischen Einfluss zurückgehe oder sich unabhängig entwickelt habe, bleibt umstritten. Später lasse sich die Mehrheitsentscheidung – stets als eine Option unter anderen – vor allem in gerichtlichen Kontexten nachweisen. Eine Folgepflicht gegenüber der Mehrheit sei fast nur zu ökonomischen Fragen, etwa der Güter- und Lastenverteilung aus Eidbriefen, belegbar. Aus den Klöstern gelangte die Mehrheitsentscheidung auch in weltliche Gremien, wobei das Streben nach Mitbestimmung in bestimmten sozialen Gruppen dort das definitive numerische Urteil gegenüber traditionellen, hierarchisch geprägten und situationsbezogenen Formen der Entscheidungsfindung begünstigte. Man diskutierte kontrovers, ob im mittelalterlichen Japan die Mehrheitsregel nur für „periphere“, nicht aber „zentrale“ Gegenstände angewendet wurde. Rüttermann kritisierte eine solche Unterscheidung. Die japanische Gesprächskultur lege oft erst im Deliberationsprozess selbst das Abstimmungsverfahren mit fest. Die tatsächliche Anwendung der Mehrheitsregel belegten erhaltene Abstimmungsdokumente eindeutig, wenn auch ihre graphische Semantik eine hierarchische Beeinflussung im Abstimmungsvorgang vermuten lasse. THOMAS WAGNER (Berlin) thematisierte am Beispiel der Irokesenliga das Konsensprinzip als Verfahren der politischen Entscheidungsfindung. Er machte deutlich, dass die Entfaltung an eine egalitäre Gesellschaftsstruktur gebunden sei, wie sie sich bei den Irokesen etwa auch in den gemeinsamen Ritualen oder der Siedlungs- und Ämterstruktur abbilde. Eine weitreichende eigene Entscheidungs- und Handlungskompetenz der einzelnen Mitglieder, eine vergleichsweise geringe Verbindlichkeit gemeinsam getroffener Entscheidungen und eine hoch entwickelte Rhetorik der Deeskalation im Deliberationsprozess sind charakteristisch. Obwohl sie weitgehend auf zwischenhäusliche Herrschaftsinstanzen verzichtet, lassen ethnologische und soziologische Kriterien eine Bewertung der Irokesenliga als „frühe“ oder „primitive“ Gesellschaft nicht zu. Abschließend nannte Wagner moderne Beispiele für die heutige Relevanz des Konsensprinzips. Das Plenum versuchte, notwendige von hinreichenden Voraussetzungen für die Durchsetzung des Konsens- bzw. des Mehrheitsprinzips in einer Gesellschaft zu trennen. Zur Frage nach Konkurrenz und Prestige in der politischen Entscheidungsfindung der Irokesen erläuterte Wagner, dass gemeinsame Institutionen wie die der Häuptlinge weniger als herrschaftliche denn als moderierende Instanzen zu begreifen seien. WERNER HEUN (Göttingen) verband theoretische Überlegungen zu den Voraussetzungen für Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip mit der Betrachtung von Beispielen aus Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit in Europa. Er nannte die Gleichzeitigkeit der Entscheidung und die Gleichheit der Stimmen, die klare Abgrenzbarkeit und institutionelle Einheit des Gremiums der mindestens drei Abstimmenden sowie ein verbindlich geregeltes Abstimmungsverfahren als notwendige Charakteristika. Die letzteren machten es zumindest für den Beispielfall Athen wahrscheinlich, dass sich das Mehrheitsprinzip von aristokratischen Zirkeln aus verbreitet habe. Ferner seien mindestens – und, um relative Mehrheiten zu vermeiden, idealerweise zugleich höchstens – zwei realistische Entscheidungsmöglichkeiten für die Umsetzung des Mehrheitsprinzips vorauszusetzen. Bei ihrer Aufstellung und Formulierung aber liegt eine Möglichkeit der Steuer- und Manipulierbarkeit von Entscheidung. In der Diskussion war strittig, ob ein Grundkonsens an Werten notwendig sei für das Gelingen und die Verbindlichkeit von Entscheidungen. Zur Entstehung und Entwicklung der Mehrheitsentscheidung in Athen diskutierte man mehrere Hypothesen, die aufgrund der fragmentarischen Quellenlage aber wohl nicht abschließend bewertbar sind. JOHANNES HELMRATH (Berlin) widmete sich der Bedeutung der Mehrheitsentscheidung in den Konzilien des Mittelalters. Durch ihre Entwicklung aus antik-römischen Gremien und die kirchliche Tradition seit dem Nicaenum war das Majoritätsprinzip dort zwar festgeschrieben. Da aber die Konzilien – als vom Geist beseelte Repräsentanten der Gesamtkirche – auf Einmütigkeit orientiert waren, blieb es stets problematisch. In Streitfällen beanspruchten numerische Minderheiten häufig das Argument der Saniorität (Höhergewichtigkeit der Stimmen Höherrangiger) für sich. Im Baseler Konzil (ab 1431) habe man das Mehrheitsprinzip durch die Dispensation klerikaler Hierarchien und die Ausweitung des gleichen Stimmrechts durchgesetzt. Doch als in einer zentralen Streitfrage (5. Dezember 1436) die Minderheit der großen Mehrheit nicht mehr folgte, sei das Konzil zerbrochen – und die theoretische Debatte um „Majorität“ und „Saniorität“ erneut aufgeflammt. Gemeinsam besprach man innerkirchliche und weltliche Einflüsse und Rechtfertigungsstrategien des Mehrheitsprinzips auf dem Baseler Konzil sowie unterschiedliche Entscheidungsformen zwischen den Gremien und der Generalversammlung. Am Sanioritäts-Argument wurde eine hierarchiestützende Dimension diskutiert, denn zur Festlegung unterschiedlicher Stimmgewichte verweise es auf eine übergeordnete Instanz. KARL-JOACHIM HÖLKESKAMP (Köln) sprach über die Bedeutung der contio im politischen Gefüge der römischen Republik. Sie sei in der Geschichtswissenschaft bisher unterschätzt worden. Als einzig offizieller Ort der kontroversen Diskussion vielfältiger politischer Fragen in Rom war die contio zentral in der Interaktion und Kommunikation der politischen Klasse mit der Bürgerschaft. Das dort versammelte Volk gab den Referenzpunkt und die Quelle von Identität und Legitimität der Nobilität ab. Ihre Rhetorik sei doppelgesichtig: Einerseits inszeniere und stabilisiere sie die hierarchische Trennung von Volk und Nobilität, andererseits spanne sie beide unter dem höheren Interesse der gemeinsamen res publica zusammen. Die contio sei somit Ort der diskursiven Konstruktion umfassender concordia. Man diskutierte den Zusammenhalt innerhalb der stark hierarchisierten Gesellschaft Roms und die Kommunikationssituation zwischen Redner und Volk in der contio. Zur Frage, wie wirksam die Konsensfiktion im politischen Tagesgeschäft mit zahllosen konkurrierenden contiones sein konnte, betonte Hölkeskamp, dass sich im Streit um Sachfragen, in dem sich die Parteien jeweils auf dieselben Exempla und Ideale beziehen, der Grundkonsens der Gesellschaft manifestiere und verstärke. MARTIN JEHNE (Dresden) zeigte, ausgehend vom Begriff des_suffragium_, wie die Entscheidungsfindung durch Beifallslärm im frühen Rom systematisch ein zustimmendes Votum begünstigte. Er stellte einen Zusammenhang zur Entwicklung der Abstimmung in getrennten Kurien und deren Vertretung durch Liktoren in Ciceros Zeit her und beleuchtete die Einführung der Destinationszenturien im frühen Prinzipat. Ihr Zweck liege weniger in der Möglichkeit politischer Einflussnahme durch den Princeps als darin, die Fiktion des politischen Konsenses in der Abstimmung vorzubereiten. Die Abstimmungsergebnisse der einzelnen Stimmkörperschaften des populus wurden nur bis zum Erreichen einer Mehrheit gesammelt. Indem man dann abbrach, wurde zwar markiert, wo das Votum der Mehrheit lag, die Mehr- und Minderheitsverhältnisse im Volk selbst traten aber nicht prominent hervor. Noch in der Prinzipatszeit sei es eine relevante Funktion der Volksversammlung gewesen, die Fiktion eines breiten Konsenses bei der Abstimmung zu gewährleisten. In der Debatte wurden die Schwächen einer Abstimmung nach der Lautstärke und historische Entwicklungslinien hin zu anderen Verfahrensweisen besprochen. Die gleichsam korporative Vorstellung, das gesamte Volk bilde sich in der Summe auch geringfügig besetzter, doch vollständig repräsentierter tribūs ab, wurde als römische Besonderheit bewertet. MARIA DETTENHOFER (München) beschäftigte sich mit Quorumsregelungen im römischen Senat und der Möglichkeit, durch gezieltes Fernbleiben Entscheidungen zu verhindern. Althistorische Hypothesen zu einem generellen Senatsquorum auch in der Zeit der Republik beleuchtete sie kritisch: In allen Fällen, für die literarische Quellen eine Mindestzahl von Abstimmenden verbürgen, lasse sich dies jeweils durch die spezifischen Umstände erklären. Insbesondere habe man Ausnahmegenehmigungen zu gültigen Gesetzen oder Gegenstände, die der Senat alleine behandelte, zunächst von Fall zu Fall, dann verbindlich durch Quoren legitimiert. In sich problematisch war eine Quorumsregelung im Senat, weil es der inneren Hierarchie desselben zuwiderlief. Dass Augustus ein verbindliches Abstimmungsquorum und die Anwesenheitspflicht für eine bestimmte Zahl an Senatoren einführte, sei ein Anzeichen für deren schwindende Bereitschaft, durch ihre Präsenz im Senat zum Schein der republikanischen Kontinuität beizutragen. Die Tagungsteilnehmer diskutierten die Rolle der Konsulare in Rom und die Frage, inwiefern Quorumsregelungen auf ihre Vorrangstellung im Senat abzielten und einwirkten. Dabei arbeitete man Elemente der Hierarchisierung des Senats – vor allem im Inneren – ebenso wie Elemente der Egalität – vor allem in der Repräsentation nach außen – heraus. HANS-ULRICH WIEMER (Gießen) thematisierte Eigenheiten und Möglichkeiten der Akklamation in spätantiken Städten. In enorm wachsender Häufigkeit und stark ritualisierter Form brachte man sie dem persönlich, durch Vertreter oder nur im Bild präsenten Kaiser dar. Diese transportierten neben formelhaftem Lob auch konkrete Kritik, etwa an Magistraten, und waren damit eine Möglichkeit der scheinbar direkten Kommunikation von Volk und Kaiser unter Umgehung der bürokratischen Funktionäre. So könne man Akklamationen als Surrogat für politische Partizipation bewerten. Da sich der Wille des Volkes unmittelbar in den Akklamationen Ausdruck verschaffen konnte, höhlte dies die Legitimität örtlicher Kurien aus und gefährdete die lokale Autonomie. Häufige Akklamationen seien also zugleich Symptom und Faktor des Niedergangs spätantiker Städte. Man besprach die unterschiedlichen Kommunikationssituationen und Gegenstände bei Akklamationen in An- und Abwesenheit des Kaisers und ihre Bedeutung im Kontrast zu anderen zeitgenössischen Formen der Kommunikation mit dem Kaiser (Gesandtschaften, Eingaben). Der vielschichtigen Bürokratie sprach man im Zusammenhang mit Allmachtzuschreibungen und Defizitempfindungen der Reichsbevölkerung gegen den Kaiser eine dämpfende Funktion zu; die Akklamationen konnten als Ventil für Hoffnungen und Enttäuschungen dienen. JOHANNES PREISER-KAPELLER (Wien) fragte nach der Anwendung der Mehrheitsregel in spätbyzantinischer Zeit. Er zeigte, dass die Mehrheitsentscheidung in der hauptstädtischen Synode in Konstantinopel autoritativ gesichert, doch keineswegs unumstritten war. In der Praxis löste man Minderheitenpositionen bereits vor der Abstimmung auf oder suchte den Konsens. Bei Personalentscheidungen erfolgte die Vorauswahl der Kandidaten oft durch die Mehrheitsregel. Eine Dreierliste (nach Reihenfolge) wurde dann dem Patriarchen zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. In der Synode seien zentrale Kriterien für das Funktionieren der Einmütigkeitsregel – intensive Sozialisation, einheitlicher Normenkonsens, Homogenität der Gruppe und ein kontinuierlicher Entscheidungskontext – erfüllt und Grundlage für die ausgeprägt konsensualistischen Praktiken. Der Widerstreit von Mehrheits- und Konsensprinzip, von Majorität und Autorität wurde letztlich nie definitiv geklärt. Die Vermeidung von Mehrheitsentscheidungen versuchte das Plenum mit einem sich wandelnden sozio-politischen Kontext sowie der zunehmenden Hierarchisierung und Zentralisierung in den kirchlichen Strukturen in Zusammenhang zu bringen. Die hierarchische Reihenfolge der Stimmabgabe in der Synode wurde mit Parallelen im römischen Senat, die Kandidatenrankings bei Personalentscheidungen mit Parallelen im modernen Universitätsleben verglichen. ELKE STEIN-HÖLKESKAMP (Münster) beschrieb die Bedeutung der Volksversammlung und ihrer hervorragenden Redner im politischen Gefüge der Athener Demokratie anhand der Mytilene-Debatte im Jahr 427 v. Chr. Hier wurde eine mehrheitlich getroffene Entscheidung am Folgetag nach erneuter Debatte revidiert und ins Gegenteil gekehrt. Da sich die Volksversammlung täglich neu mischte, war die Vertagung einer Entscheidung kaum möglich. Der enge Zusammenhang von Deliberation und Abstimmung sowie die große Zahl der Abstimmenden machten Versuche systematischer Manipulation unmöglich. Eine umso größere Bedeutung bei der Beeinflussung der Abstimmenden kam der Rhetorik zu, die in bestimmten Argumentationsfiguren Positionen trennscharf abgrenzte und sich in jedem Argument auf die Förderung des Gemeinwohls beziehen musste. Thukydides’ Geschichtswerk zeige, wie die strukturbedingte Beförderung agonaler Tendenzen in der Volksversammlung von den Rednern selbst reflektiert und problematisiert wurde. Man besprach Fragen der Akustik und der Abstimmungsdisziplin sowie das Fehlen einer inhaltlichen Beschränkung der behandelten Gegenstände in der Volksversammlung. Die rasche Abfolge von agonal geprägter Deliberation und Abstimmung verhindere eine adäquate Verarbeitung der Argumente und produziere, wie die Mytilene-Debatte zeige, zu rasche Entscheidungen. Zum Abschluss der Tagung stellte WINFRIED SCHMITZ (Bonn) eine Neuinterpretation von Solons Stasisgesetz vor. Es sei nicht eine universelle Verpflichtung, im Bürgerkriegsfall bewaffnet für die Bewahrung der Ordnung einzustehen, sondern die Verpflichtung, in spezifischen Abstimmungssituationen eine Position zu beziehen. Schmitz zeigte, dass stasis zunächst nicht den Bürgerkrieg selbst, sondern eine politische Blockadesituation meinte, die gewaltsam zu eskalieren drohte. Das Stasisgesetz zielte auf den Areopag, der politische Entscheidungen gegen den drohenden Staatsstreich treffen musste. Zur breiteren Legitimierung der Maßnahmen habe Solon alle Areopagiten unter Strafandrohung zur Stellungnahme verpflichtet. Später wurde diese Entscheidungskompetenz auf die Volksversammlung als eine in die politischen Rivalitäten weniger verstrickte Instanz übertragen. Somit lägen Solons Stasisgesetz und der Athener Ostrakismos in einer rechtsgeschichtlichen Traditionslinie. Schmitz’ Neuauslegung wurde insgesamt positiv aufgenommen, sein kohärentes Bild der griechischen Verfassungsgeschichte gelobt. Zugleich wurde Besorgnis darüber geäußert, das bisherige Bild vom Athen des 6. Jahrhunderts v. Chr. derart grundlegend zu revidieren. Für eine abschließende Bewertung erbat man sich mehr Bedenkzeit. Konferenzübersicht: Egon Flaig (Rostock/München): Begrüßung und Einführung in das Thema Markus Rüttermann (Kyoto): „Die Striche sind beisammen.“ Zur Mehrheisfindung im mittelalterlichen Japan Thomas Wagner (Berlin): Anmerkungen zur Geschichte und zur Aktualität des Konsensprinzips Werner Heun (Göttingen): Entstehungsvoraussetzungen des Mehrheitsprinzips Johannes Helmrath (Berlin): Majorität oder Saniorität? Das Ringen um die Mehrheit im Mittelalter am Beispiel der Konzilien Karl-Joachim Hölkeskamp (Köln): Concordia contionalis. Die rhetorische Konstruktion von Konsens in der römischen Republik Martin Jehne (Dresden): Mehrheitsentscheidung und Konsensfiktion in römischen Volksversammlungen Maria H. Dettenhofer (München): Verweigerung als Form der Abstimmung. Das Senatsquorum von der mittleren Republik bis zum frühen Prinzipat Hans-Ulrich Wiemer (Gießen): Voces populi. Zur Semantik und Funktion spätrömischer Akklamationen Johannes Preiser-Kapeller (Wien): H¬e ton pleionon psephos. Der Mehrheitsbeschluß in der Synode von Konstantinopel in spätbyzantinischer Zeit – Normen, Strukturen, Prozesse Elke Stein-Hölkeskamp (Münster): Werben um die Mehrheit. Demokratie und Agonalität im klassischen Athen Winfried Schmitz (Bonn): Mut zur Entscheidung. Überlegungen zum Stasisgesetz Solons
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3.5
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